Indoktrination – subtiles aufdrängen von fremden Sichtweisen

„Ich habe studiert. Mich kann man nicht manipulieren.“ so oder ähnlich denken viele Mitmenschen. Doch ein Studium oder akademischer Grad schützt nicht vor Soft Power Techniken.
Indoktrination – subtiles aufdrängen von fremden Sichtweisen

Was ist Indoktrination

„Wer indoktriniert, will anderen seine eigene Sicht der Dinge aufdrängen. Das geschieht in der Regel dadurch, dass widersprechende Meinung aus der Darstellung eines Sachverhalts ausgeblendet werden und damit ein selbständiges Urteil erschwert bzw. verhindert wird. […] Weil dieser Punkt so wichtig ist, handelt der erste Grundsatz des Beutelsbacher Konsenses vom ‚Überwältigungsverbot‘“ (Schiele 1999: 107).

Das Wort „Indoktrination“ leitet sich vom lateinischen Begriff „doctrina“ - für Belehrung – ab. Der Zweck der Indoktrination ist es, im Gehirn der Menschen ein ideologisches Narrativ zu implantieren – einen neuen Glauben – der keine Diskussion und keinen Widerspruch** erlaubt.

Das Ziel ist die bedingungslose, unreflektierte Konformität. Das Mittel zum Zweck ist eine gesteuerte Auswahl an Informationen, intensivste Propaganda und psychologische Beeinflussung bis hin zu Zwangsmassnahmen und angedrohter Strafen.

Je geschickter die mentale Manipulation ist, umso immuner wird das implantierte ideologische Gedankengut gegen innere Zweifel und kritische Argumente. Selbst handfeste Daten und Fakten lassen einen Menschen, der einer intensiven Indoktrination ausgesetzt war, seine Ideologie und sein Gedankengut nicht erschüttern.

Indoktrination ist als ein bösartiger Angriff zu werten gegen unser Menschsein, gegen unsere Persönlichkeit und letztlich gegen das wertvollste überhaupt – unsere Gedankenfreiheit.

Sich der Indoktrination zu widersetzen ist ein lebenslanges Unterfangen. Es geht darum, sich die Freiheit der individuellen Sinnsuche und des Denkens zu bewahren.

Was sind Narrative

Narrative sind sinngebende Geschichten - eine Erzählung. Es geht also um Geschichten und dem Marketingbegriff Storytelling, allerdings in einem speziellen Sinne. Narrativ ist ursprünglich kein Begriff von der Strasse. Er stammt aus der intellektuellen Szene. Anfang der 80er-Jahre schrieb der französische Philosoph Jean-François Lyotard sein Buch über „Das postmoderne Wissen“. Darin spricht er von den grossen Erzählungen der Moderne über Freiheit, Aufklärung und Wissenschaft.

Wer den Begriff Narrativ nutzt, der meint also meist eine grosse Erzählung. Man könnte auch sagen, eine Interpretation der Welt aus einer bestimmten Perspektive.

Das Ziel ist immer, einen Sinn- und Wertezusammenhang darzustellen. Ein Narrativ kann eine fiktive oder nicht-fiktive Geschichte sein, die aus verschiedenen Elementen wie Charakteren, Handlungen, Konflikten und Ereignissen besteht. Beispielsweise die Chance des Tellerwäschers, zum Millionär zu werden (USA). Oder das Ideal von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aus der französischen Revolution.

Narrative leben von Emotionen

Ein Narrativ wird auch verwendet, um bestimmte Gefühle oder Emotionen beim Publikum hervorzurufen. Ein Film, der ein Narrativ hat, das darauf abzielt, das Publikum zum Weinen zu bringen, kann zum Beispiel bestimmte Handlungen, Charaktere oder Ereignisse enthalten, die darauf abzielen, Traurigkeit oder Mitgefühl hervorzurufen.

Im politischen Kontext bezieht sich das Konzept des Narrativ darauf, wie eine bestimmte politische Perspektive, Ideologie oder Agenda durch eine Erzählung oder Geschichte präsentiert wird, um eine breitere Unterstützung zu gewinnen oder eine bestimmte politische Wirkung zu erzielen. Man denke dabei an die Brutkastenlüge von 1991 woraufhin Amerika in den Krieg gegen den Irak zog. Oder den Narrativen aus jüngerer Zeit wie Corona (lasst euch impfen), Ukrainekrieg (tausende Menschen werden massakriert und die Russen sind Schuld), Klimawandel (wenn wir nicht sofort etwas unternehmen wird die Erde unbewohnbar) etc.

Politische Narrative können auch verwendet werden, um bestimmte Themen oder Ideen zu verstärken oder zu beeinflussen, wie beispielsweise die öffentliche Meinung zu einem bestimmten Thema (CO2 ist schädlich) oder die Unterstützung für eine politische Bewegung (Aufstand gegen Rechts) oder Partei (AfD ist Rechtsradikal). In einigen Fällen können politische Narrative auch dazu beitragen, politische Entscheidungen zu beeinflussen oder politische Veränderungen herbeizuführen.

Wie erkennt man ein Narrativ

Die Grundlage ein Narrativ zu erkennen ist zu verstehen, was eine grosse Erzählung ist. Aus Storytellingsicht ist es wichtig, die grundlegende Struktur der Geschichte zu erkennen. Jede Geschichte verlangt bestimmte Eigenschaften. Es gibt Beispielsweise einen Helden der jedweder Schwierigkeit trotzt. Dann die Frage nach den grundlegenden Werten und der Moral, die eine Geschichte vermittelt. Worum geht es in der Tiefe? Wie sieht es mit dem Wahrheitsgehalt des Narrativ aus? Zur Erinnerung: Ein Narrativ kann auch eine fiktive Geschichte sein – also erfunden. Eine inhaltliche Auseinandersetzung ist mitunter sehr aufwendig und mühevoll. Sie sollte auf jeden Fall damit beginnen nach Quellen und Belegen zu fragen. Nach den Sachen.

Narrative und Indoktrination im Zusammenspiel

Wenn ein Narrativ ständig wiederholt wird, gräbt sich die Geschichte und damit deren Botschaft, tief in das Gedächtnis der Menschen ein. Die Indoktrination ist dann erfolgreich, wenn sich grosse Bevölkerungsgruppen nach diesen Narrativen, ja sogar deren Alltag, sich danach richtet. Besonders empfänglich sind Menschen dann, wenn die Botschaft der Geschichte auf die Emotion Angst abzielt.

Wer Angst hat, denkt nicht mehr. Wer Angst hat, sucht Schutz. Wer Schutz aus Angst sucht, nimmt jedes Angebot das Schutz verspricht, dankbar an.

Da in jüngster Vergangenheit enorm viele angstbesetzte Themen für Chaos und Unruhe durch Politik und Medien verursacht wurde, ist der Mensch mental unter Dauerbeschuss. Der Einzelne wie auch die Masse, wird durch diesen steten Informationsbeschuss seiner kognitiven und mentalen Ruhe beraubt. Jeden Tag in Sorge und Angst zu leben schreit dann förmlich nach einem Schutzangebot.

Durch diesen Dauerbeschuss erkrankt der Mensch mental. Die Folge sind in einem ersten Schritt dann Angststörungen, Erschöpfung, Depression. In einem zweiten Schritt gleitet der Mensch zu einem Glauben-Bekenntnis. Man könnte auch sagen zu einer Beichte oder Geständnis. Er glaubt, was ihm indoktriniert wurde. Er glaubt das so tief und fest, dass für diesen Menschen die Rechnung 2+2=5 ergibt. Die Orwellsche Dystopie aus 1984.

Ist der Mensch mental angeschlagen ist sein mentales Immunsystem nicht voll funktionsfähig. Er wird leicht manipulierbar und damit steuerbar. Der schwache Mensch ist dann williger Sklave für jede noch so absurde Idee, Botschaft oder Handlung.

Kaskade der mangelnden mentalen Leistungsfähigkeit

Wer über eine mangelnde Leistungsfähigkeit des mentalen Immunsystems verfügt, der verliert in der Folge die natürliche Neugier. Daraus resultiert, dass keiner mehr kritisch hinterfragt, wenn unnötige, unsinnige und gefährliche Massnahmen umgesetzt werden.

Wer über eine geringe psychische Resilienz verfügt, der ist leicht steuerbar durch Angstnarrative wie das von 2020, dass ein tödliches Virus die Welt beherrscht oder die Welt in einer Hitze-Dampfwolke zugrunde geht wenn nicht sofort etwas gegen das CO2 unternommen wird.

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Das Einverleiben der täglichen Dosis einer sich dauernd wiederholenden Botschaft zermantscht das Hirn.**

Aufgrund der beiden obengenannten Faktoren, schrumpfen Neuronen im Hirn und führen zu einem geringen und schwindenden Selbstwertgefühl. Daraus resultiert ein schwaches Ich das ein starkes Wir sucht. Die Folge ist ein kollektiver Narzissmus.

Wenn ein reduziertes kritisches Denken die Masse beherrscht, sind diese gefangen in stereotypen Denk- und Verhaltensmuster sowie einem Mangel an rationalem Mitgefühl.

Alle diese Abfolgen, aufgrund mangelnder mentaler Leistungsfähigkeit, führen zur Akzeptanz objektiv gefährlicher Massnahmen.

Was kann der Einzelne gegen Indoktrination tun

Wachsam und kritisch sein gegenüber dem was Politiker und Organisationen wie WHO, UN und dergleichen verlautbaren. Stete Wiederholung einer Botschaft sollte ebenfalls zur Vorsicht rufen. Menschen müssen sich vernetzen, sich organisieren und Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.

Neben dem Verbinden von kleinen zu grossen Gruppen und einer Vernetzung über Landesgrenzen hinweg, braucht es energieliefernde, dem biologischen Körper und Geist gesundheitsfördernde Lebensmittel. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente müssen dem Körper und Geist in reiner, naturbelassener Form zugeführt werden.

Geistige und mentale Erholung durch sinnstiftende Handlungen führen ebenfalls zu einem besseren mentalen Immunsystem. Erholung in der Natur sollte täglich genossen werden. Menschliches Einfühlungsvermögen, soziales Helfen und Stützen anstatt Teilung und Trennung in der Gesellschaft sollte ebenfalls wieder im Vordergrund stehen.

Aufklärung, Bildung und die Übernahme von Selbstverantwortung sind zentrale Bestandteile zur Gegenwehr gegen Indoktrination. Friede ist Freiheit. Freiheit ist nur durch Wahrheit möglich. Freiheit bedeutet, seine Meinung ohne Furcht vor Repressalien äussern zu können.


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“Das indoktrinierte Gehirn: Wie wir den globalen Angriff auf unsere mentale Freiheit erfolgreich abwehren.”
Michael Nehls, ISBN 978-3981404883

“Das erschöpfte Gehirn: Der Ursprung unserer mentalen Energie - und warum sie schwindet - Willenskraft, Kreativität und Fokus zurückgewinnen”
Michael Nehls, ISBN 978-3453218130


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