Gesunder Menschenverstand

Der Menschenverstand ist ein Paradox. Auf der einen Seite wird er stets in die Diskussions-Arena geworfen, wenn es vermeintlich an ihm mangelt. Auf der anderen Seite servieren die Diskutanten den Menschenverstand stets mit dem Hinweis, dass er gesund sei. Die Floskel schwirrt seit langer Zeit durch die Öffentlichkeit und wird von Menschen jedweder Überzeugung verwendet.
Gesunder Menschenverstand

Was ist Gesunder Menschenverstand

Mal ganz nüchtern gefragt: Was ist dieser gesunde Menschenverstand überhaupt – und gibt er sich zu erkennen, wenn er anwesend ist? Dazu haben die Sozialwissenschaftler Mark Whiting und Duncan Watts von der University of Pennsylvania eine Studie im Fachjournal PNAS (1) publiziert, die sich mit diesen Fragen beschäftigt. Die kurze Antwort Vorab: Der gesunde Menschenverstand - auf Englisch «common sense» - ist mutmasslich für jeden Menschen etwas anderes. Es handelt sich um Ansichten und Überzeugungen, die für einen Einzelnen bedeutend sind und daher offensichtlich wirken.

Gilt dies ebenso auf kollektiver Ebene? Auf kollektiver Ebene fanden die Forscher heraus, dass relativ wenige Ansprüche die traditionelle Definition des gesunden Menschenverstandes als Wissen erfüllen, das für alle selbstverständlich ist. Es variiert erheblich mit der sozialen Wahrnehmung und bis zu einem gewissen Grad mit dem kritischen Denken.

Persönlich und doch universell

Aus diesen Ansichten und Überzeugungen heraus, leiten Menschen ab, dass die meisten anderen das auch so sehen müssten oder gefälligst so sehen sollten. Das gilt unabhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder politischer Überzeugung. Der gesunde Menschenverstand wäre demnach so etwas wie die persönliche Wahrheit einzelner Personen.

Nur wenige allgemein akzeptierte Meinungen werden wirklich von vielen geteilt. Die Wissenschaftler legten 2046 Probanden insgesamt 4407 Aussagen vor, die als Beispiele für gesunden Menschenverstand gelten. Wobei die Forscher streng genommen nach «common sense» fragten. Dieser Ausdruck ist nicht zu 100 Prozent deckungsgleich mit dem deutschen «gesunden Menschenverstand»; der englische Ausdruck betont stärker, dass eine bestimmte Aussage Allgemeingut sei.

Eigenes Weltbild

Die Aussagen, die die Forscher bewerten liessen, deckten eine breite Spanne ab. Unter ihnen fanden sich reine Feststellungen («Dreiecke haben drei Seiten»), Aphorismen («Unhöflichkeit ist die Stärke des kleinen Mannes») und auch Handlungsempfehlungen («Bei Sportveranstaltungen sollte kein Alkohol an Fans verkauft werden»). Die Probanden mussten bewerten, ob etwas allgemein akzeptiert sei beziehungsweise ob sie mit einer Aussage übereinstimmten und ob das für die meisten anderen Menschen auch gelte. Dabei zeigte sich, dass nur eine geringe Zahl der vorgelegten Aussagen von mehr als einer geringen Anzahl an Menschen akzeptiert wurde.

Als «common sense» oder gesunder Menschenverstand in dem Sinne, dass eine grosse Mehrheit eine Überzeugung teilt, dürften demnach fast nur Aussagen über objektiv wahre Dinge gelten, wie zum Beispiel die Sache mit dem Dreieck und den drei Seiten. Am Ende bleibt die Nachricht, dass jeder und jede das als gesunden Menschenverstand bezeichnet, was ins eigene Weltbild passt. Soweit die Konklusion aus der Studie.

Braucht es immer eine Studie?

Die Wissenschaft lebt von Studien – aber muss wirklich alles erst bewiesen werden, bevor wir es als gesunden Menschenverstand anerkennen? Eine humorvolle Anekdote aus dem British Medical Journal zeigt, wie absurd es manchmal wirken kann wenn man eine Studie benötigt um das Offensichtliche zu sehen: Sollten wir erst eine Doppelblind-Studie durchführen, um herauszufinden, ob Fallschirme das Leben retten?

Oder aktueller – braucht es eine Studie um Klimawandel zu bestätigen? Das Wort „Klimawandel“ - nüchtern und nicht ideologisch betrachtet – ist eine Zusammensetzung zweier Wörter, nämlich „Klima“ und „Wandel“. Und das Klima wandelt sich seit Jahrtausenden. In bestimmten Breitengraden bis zu vier mal im Jahr. Das wird allgemein als Jahreszeiten betitelt und hat immer dreimonatige Perioden. Sie heissen Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Nicht jede Studie ist unabhängig (2). Und nicht jede wird mit den besten Absichten durchgeführt. Die Frage „Cui Bono – wem zum Nutzen“ sollte deshalb bei jeder Studie – ob Corona, Maske, Lockdown, Klima, CO2, E-Autos etc. - gestellt werden. Besonders in der Medizin oder Pharma sollte man sich fragen: Wer finanziert die Studie, was ist das Ziel dahinter, und wie sieht der reale Nutzen aus und welches Nebenwirkungsprofil hat eine pharmazeutische Substanz?

Oder, wie zu Beginn dieses Artikels, beschreibt eine Studie den gesunden Menschenverstand auf einer wissenschaftlichen Basis. Wir wissen offenkundiges aus Erfahrung oder Gelerntem. Dazu benötigt nun keiner eine Studie.

Ein Plädoyer für mehr gesunden Menschenverstand – und ein gesundes Mass an Skepsis gegenüber dem “heiligen” Label der Wissenschaft.

Fazit

Wir kommen zu dem Schluss, dass es zwar ein Wissen gibt, das wirklich jedem gemeinsam ist, aber aufgrund verschiedenen Erfahrungen auch gewisse Abweichungen vorhanden sind. Hierzu muss man jedoch nicht übermässig Studien durchführen um kollektives Wissen zu beweisen.

Manchmal reicht auch einfach aus, zu einem Sachverhalt eine kleine Recherche zu tätigen. Als Beispiel sei hier die Maske aus der Coronazeit genannt. Alleine das Lesen des Beschriebes auf der Packung führt auf, dass eine solche Chirurgenmaske „nicht“ vor Viren schützt.

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“…will not provide any protection against Covid-19“…” übersetzt “…schützt nicht vor Covid-19…”

Ebenso gilt dies für die FFP2-Maske. Diese Maske dient als Schutz vor Staub. Was denken Sie, lieber Leser, wie gross ist ein Virus und wie gross ist ein Staubkorn? Wissen Sie es nicht, recherchieren sie und glauben nicht einfach, was andere beschreiben. Glauben Sie auch nicht meinen Worten. Seien Sie kritisch.

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Wenn für grössere Partikel aufwendig hergestellte Masken benutzt werden, ist ein Stück Kunststoff vor dem Gesicht wohl kaum nutzbringend.

Und wie gross sind die Maschen einer FFP2-Maske? Dazu braucht es absolut keine Studie. Wäre ein Virus so gross, dass man – wie ein Staubkorn auch – von blossem Auge gesehen werden kann, dann wäre klar, dass eine Maske schützt. Da jedoch Viren erst Mitte der 1960 Jahre erstmals sichtbar gemacht werden konnten durch die Erfindung des Elektronenmikroskopes, erscheint eine Maske mehr als lächerlich zum Schutz vor Viren (3).

Oder schlichtweg die Rückatmung des zuvor Ausgeatmeten. Wer schon einmal einen Plastiksack vor Mund und Nase gehalten hat, weiss, dass er innert weniger Minuten nicht mehr bei Sinnen sein wird. Braucht es dazu wirklich eine Studie die besagt, dass der Inhalt von Ausgeatmeten eine hohe Konzentration von Kohlenmonoxid beinhaltet und eine Rückatmung folglich mehr giftiges Kohlenmonoxid als Sauerstoff transportiert?

Mit ein klein wenig kritischem Denken und obiger simpler Fragestellungen (Wie gross ist ein Virus und wie gross sind die Maschen einer Maske? Was atme ich ein, wenn ich eine Barriere vor dem Gesicht habe?) werden wir folglich mit dem Verstand eine Ahnung entwickeln, dass etwas nicht stimmen kann. Eine Ahnung erkennen führt zu Fragen stellen. Fragen wollen beantwortet werden. Wir gehen auf die Suche nach Antworten. Wir finden die Antworten und bestätigen die Ahnung. Der gesunde Menschenverstand ist im Einsatz.

1 https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2309535121

2 Buchempfehlung „Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden“ ISBN 978-3453173910

3 Broschüre Masken - zum download https://t.me/maskendiefakten oder

https://padlet.com/info14996/downloadbereich-o3b25ad63khsgswo%C2%A0


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