Medienlandschaft heute

Die Medienlandschaft scheint, oberflächlich betrachtet, durchdrungen von einer Vielfalt unterschiedlicher Publizistikhäuser. Ein tieferer Blick belegt jedoch andere Daten.
Medienlandschaft heute

Die richtigen Informationen retten leben

Wer sich nur über die Leitmedien informiert, der wird immer nur jenes Bild vor Augen haben, wie es die Mainstreammedien präsentieren. Das liegt logischerweise in der Sache der Quellen der Leitmedien. Die Leitmedien werden durch die Nachrichtenagenturen wie Deutsche Depeschenagentur (ddp, bis 2010 heute durch dts Nachrichtenagentur) oder der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) sowie internationalen Agenturen wie Reuters, gefüttert.

Dabei sind die Berichte folglich bereits vorgefiltert, denn die Nachrichtenagenturen versenden nicht alle Artikel sondern nur jene, welche gerade aktuell sind. Wer also bestimmt was aktuelle Themen sind? Die sogenannte Agenda bestimmt, was publiziert werden soll. Und die Agendas der Leitmedien finden sich auch auf den Agendas anderer Organisationen.

Ferner sind diese Nachrichtenagenturen betriebswirtschaftlich geführte Unternehmen, somit müssen sie Gewinne erwirtschaften. Gewinne erwirtschaften bedeutet auch, dass jener Artikel oder Bericht publiziert wird, für den der Auftraggeber bezahlt hat.

Darum ist es sehr wichtig, um sich ein Gesamtbild eines Themas zu machen, kritische beziehungsweise konträre, Artikel zu lesen. Solche Berichte werden jedoch nicht mehr oder nur selten in den Leitmedien publiziert. Hier springen unabhängige, von Lesern finanzierte Publikationsorgane, in die Presche.

Die Swiss Policy Research

Der Mediennavigator bietet einen Überblick der deutschsprachigen Medienlandschaft. Dieser Navigator wurde von einem Netzwerk von Journalisten ins Leben gerufen. Daraus entstand eine Plattform, welche mehr als nur einen Überblick der Medien veröffentlicht.

Die Swiss Policy Research (SPR) ist die Organisation hinter der Plattform. Da die Inhalte, und der Mediennavigator, NATO-kritische Inhalte hat, wird die SPR stark kritisiert. Zumal auch deshalb, weil weder ein Impressum noch Kontakte vorhanden sind. Das mag auf den ersten Blick unseriös wirken, analysiert man jedoch die aktuelle Lage der umhergreifenden Zensur und Verhaftungen von aufdeckenden Journalisten und Whistleblowern, ist das nur Selbstschutz.

Ferner zeichnet, wer heute einen negativen, gar in die Verschwörerecke gestellten, Wikipedia-Eintrag hat, die Person oder Organisation für Wahrheitsgehalt aus. Es ist sowas wie ein Ritterschlag. Warum? All jene Personen welche einen solchen Eintrag in Wikipedia haben, veröffentlichen ihre Analysen und Berichte mit fundierten Quellen. Und SPR hat einen solchen Verschwörerecke-Eintrag – seht selbst: https://de.wikipedia.org/wiki/Swiss_Policy_Research

Ob dieser Eintrag gerechtfertigt ist oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Das geht aber nur, wer Informationen auf einer breiten Basis hat. Jeder kann sich selbst ein Bild machen über die SPR.

Der Mediennavigator bietet einen Überblick

Der Mediennavigator beinhaltet zwei Achsen. Die horizontale Achse stellt die Medien bildet die geopolitische Berichterstattung ab. Die vertikale Achse zeigt die politische Ausrichtung. Konkret heisst das auf horizontaler Ebene, je mehr das Logo des Mediums weiter links steht, desto NATO-konformer die Inhalte. Je weiter rechts das Logo abgebildet ist, desto NATO-kritischer ist die Berichterstattung. Auf der vertikalen Achse ist, je weiter oben das Medienlogo zu finden ist, desto egalitärer, je weiter unten, desto konservativer sind die Inhalte in den Publikationsorganen. Damit hilft der Mediennavigator einen Überblick zu geben in welche Dimension der Inhalt des Mediums gerichtet ist.

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Quelle: https://swprs.org/medien-navigator/

Unter Zuhilfenahme des Mediennavigators lassen sich folglich also die Inhalte der Publikationen auf politische und geopolitische Richtungen einordnen. Somit kann jeder selbst sehen, wie er zu einem neutraleren Bild der Geschehnisse kommt. Konsequenterweise findet sich der Leser einer Publikation, wenn er nur ein Abonnement eines Blattes bezieht, nur eine Sicht. Nehmen wir als Beispiel eines der meistgelesenen Zeitungen der Schweiz zur Hand – der Blick. Das Logo des Blick findet sich in der unteren linken Ecke. Das wäre dann bezüglich der politischen Ausrichtung „konservativ“ und in der geopolitischen Ausrichtung NATO-konform.

Der Leser des Blick (Pendant zu Deutschland wäre das die Bild gleich neben dem Blick Logo) wird folglich die transatlantische Darstellung der Publikation in seiner Haltung übernehmen. Warum transatlantische Darstellung? Die NATO ist unter der Führung des amerikanischen Militärs auch wenn der Generalsekretär der NATO immer ein Europäer ist (Liste der NATO Generalsekretäre 1). Das es immer ein Europäer ist erweckt in Europa den Schein, dass die NATO unter europäischer Führung liegt und der Generalsekretär die Interessen der Europäer wahrt. Beachtet man jedoch die militärische Stärke, so hat die USA rund 1,4 Millionen Soldaten und an zweiter Stelle folgt Frankreich mit wenigen 208’000 Soldaten (2). Auch bei den „Verteidigungsausgaben“ liegt die USA weit vorne (3).

Merke: Wer zahlt befiehlt!

Tiefer eintauchen in die Welt der Publikationen

Tauchen wir tiefer in die Welt der Publikationen ein, so stellen wir fest, dass es dass viele Medienhäuser unter einem Dach funktionieren. Nehmen wir wiederum das Beispiel des Tagesanzeigers. Die Blätter Tagesanzeiger, 20min, Schweizer Familie und weitere gehören alle zum TX Group AG Konzern. Dieser Konzern ist eine private Mediengruppe in der Schweiz. Die Gründer dieses Konzerns ist die Familie Coninx und hält heute noch die Aktienmehrheit.

Wer ist die Familie Coninx?

1905 heiratete der Redaktor Otto Coninx die Verlegertochter Berta Girardet und übernahm nach und nach die Mehrheit des Verlagshauses Girardet. Als Otto Coninx starb, übernahmen seine Söhne Werner und Otto Coninx die Leitung des Verlagshauses. 1987 übernahm der Sohn von Otto Coninx Jr., Hans Heinrich Coninx, die Verwaltungsratsleitung.

Folgt man den Spuren von Hans Heinrich Coninx so finden wir eine Verbindung zur Rothschild Familie. Hans Heinrich Coninx war von 2009 bis 2012 Mitglied des Verwaltungsrates der Bank Rothschild (4).

Wer sich ein wenig mit der Chronik der Familie Rothschild befasst weiss, dass diese Familie dadurch reich wurde, dass sie immer beide Seiten eines Krieges finanzierten. Und dies bereits schon im 18. Jahrhundert (5 und 6).

Nachfolger von Hans Heinrich Corninx

Hans Heinrich Coninx gab seine Leitung des Verlagshauses im Jahr 2007 an Pietro Supino ab. Pietro Supino war negativ in die Schlagzeilen gekommen, als er 1998 eine Offshore-Gesellschaft namens Moonstone Trust mitbeteiligt war. Ihm konnte nichts nachgewiesen werden und die Anklage wurde daraufhin fallen gelassen. Supino nahm 2012 und 2019 an der Bilderberg-Konferenzen teil. Warum ist das nennenswert? Nun, gehen wir zurück zum Mediennavigator beziehungsweise zum Transatlantischen Netzwerk.

Betrachten wir diese Organisation finden wir Pietro Supino (Nr. 5) ebenfalls aufgeführt mit Kontakten eben zu den Bilderberg-Konferenzen.

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Quelle: https://swprs.org/netzwerk-medien-schweiz/

Übergelagert der Bilderberg-Konferenzen ist der Council for Foreign Relations (CFR). Hier finden wir auch das Emblem des Weissen Hauses und der NATO. Es muss also davon ausgegangen werden, dass wenn im Konglomerat CFR, Weisses Haus und NATO ein Beschluss gefasst wird, werden die Informationen über die Translatlantik-Brücke, Bilderberg-Konferenzen und New American Century in die Publikationshäuser transportiert.

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Quelle: https://swprs.org/das-american-empire-und-seine-medien/

Die Abonnenten der entsprechenden Zeitungen finden dann im Grunde alle die gleichen, vorgefertigten und kanalisierten Informationen. Unabhängige Berichterstattung funktioniert anders.

Fazit

Im Grunde kann jeder selbst über den Medien-Navigator herausfinden, wie vernetzt die Welt der Leitmedien sind. Die Nachrichten welche die grosse Masse täglich konsumiert, ist vorgefertigt, kanalisiert und ganz sicher nicht unabhängig.

Alles was wir täglich in den Medien und Sozialen Medien konsumieren aus den grossen Häusern, ist äusserst kritisch zu betrachten und zu analysieren. Die heutige Medienlandschaft ist nicht mehr unabhängig und breit abgestützt.

Das Zeitungssterben hat mit dem Aufkommen der Gratis-Informationen im Internet zur Ausdünnung der Zeitungshäuser geführt und folglich zu einer Konzentration der Publikationen auf einige wenige grosse Konzerne. Seit 2004 sind rund 70 Zeitungen in der Schweiz verschwunden (7). Und das Zeitungssterben geht weiter. Konsequenterweise werden die grossen Publikationshäuser damit noch gezielter und beengter in der Berichterstattung die Informationen streuen können.

Diese grossen, teilweise global agierenden Konzerne haben neuerdings auch die Macht, durch gekaufte Faktenchecker ihre Sicht der Dinge dem Leser aufzuzwingen und echte unabhängige Journalisten und Redaktionen durch Zensur und Diffamierung mundtot zu machen.

Doch ein Pendel schlägt auch wieder auf die andere Seite. Die kleinen unabhängigen Redaktionen überzeugen durch das Berichten von der Realität die näher an der Wahrheit liegen. Die Leserschaft nimmt ständig zu und das ist gut so. Unterstützen und fördern wir also die kleinen Häuser wie Manova, Apolut, Infosperber, Nachdenkseiten und weitere und erhalten eine bessere Basis um eine eigene Meinung zu bilden. Unterstützen wir auch neue Diskussionsformate wie Fair Talk.

1 https://en.wikipedia.org/wiki/Secretary_General_of_NATO

2 https://osteuropa.lpb-bw.de/nato-struktur-politisch-und-militaerisch#c113583

3 https://osteuropa.lpb-bw.de/nato-gipfeltreffen#c84311

4 https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Heinrich_Coninx

5 https://www.rothschildarchive.org/business/n_m_rothschild_and_sons_london/

6 https://www.rothschildarchive.org/business/de_rothschild_freres_paris/

7 https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitungssterben


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