Meinungsbeeinflussung
- Wie wird eine Meinung in der Öffentlichkeit gebildet
- Die Meinung entsteht im Kopf
- Wie entsteht die Kollektivmeinung
- Wer ist der Urheber
- Manipulation durch Medien
- Massnahmen gegen die Manipulation
Wie wird eine Meinung in der Öffentlichkeit gebildet
Um sich seine eigene Meinung bilden zu können, ist es zentral, gut informiert zu sein. Medien, wie Zeitungen, Radio, Fernsehen oder das Internet können eine Vielzahl von Menschen gleichzeitig erreichen. Solche Medien werden Massenmedien genannt.
Massenmedien kommen wichtige Aufgaben zu. Sie informieren über das öffentliche Geschehen, sie weisen auf Missstände hin und machen auf falsche Informationen aufmerksam. Sie bieten die Möglichkeit, sich Informationen zu beschaffen und sich daraus eine Meinung zu bilden. Es gibt aber nicht DIE öffentliche Meinung, weil es immer viele verschiedene Ansichten gibt.
Die Meinung entsteht im Kopf
Die obige kurze Einleitung beleuchtet den herkömmlichen Weg zur Informationsbeschaffung. Über Massenmedien werden Informationen verteilt welche eine Botschaft enthalten. Diese Botschaft kommt bei den Lesern, Hörern oder Usern in den entsprechenden Medien (TV, Radio, Smartphone) an. Die gesehenen Bilder, das Gehörte oder die Videos aus dem Internet treffen durch die Augen auf unser Hirn. Es bilden sich im Kopf Bilder aus Gesehenem, Gehörtem, eigenen Werten und Erfahrungen und der Glaube an Wahrscheinlichkeiten. Daher ist die allgemeine Definition von Meinung auch nicht festzulegen.
Definition Meinung
Die Meinung ist eine subjektive Auffassung, Bewertung oder Stellungnahme zu Sachverhalten, Personen oder Ideen, die auf persönlichen Überlegungen, Erfahrungen oder Wertvorstellungen beruht.
Die Bildung einer Meinung ist folglich immer subjektiv und formt die Bilder im Kopf. Wenn nun eine Person, welche durch das Gesehene, Gehörte, Wertvorstellungen und eigenen Erfahrungen ihre Meinung zu einer Sache, Person oder Gruppe gebildet hat, diese subjektive Meinung mit einer weiteren Person teilt, kann sich daraus eine übereinstimmende Meinung bilden. Vorausgesetzt, die zweite Person hat die gleichen Quellen der Information und ähnliche Wertvorstellungen.
Wie entsteht die Kollektivmeinung
Wenn zwei Personen, durch Gespräche und auf Basis derselben oder ähnlichen Quellen (Tagesschau, Blick, Bild, Tagesanzeiger, 20min), ihre Bilder in ihren Köpfen dem anderen erklären, bildet sich das erste mal sowas wie ein kollektives Bild einer Sache, einer Situation oder einer Person sowie zu einer Gruppe.
Stellen wir uns nun vor, dass dieser Prozess von mehreren Hundert oder Tausend Menschen vollzogen wird, so bildet sich ein grosses kollektives Bild zu einer Sache, einer Situation, einer Person oder zu einer Gruppe. Dieses Bild formt die Meinung – die Masse hat eine kollektive Meinung gebildet.
Wer ist der Urheber
Ausgehend von unserem Beispiel oben zum Kollektivbild und der Zuhilfenahme des Mediennavigators der SWPR.ORG können wir feststellen, dass, wenn wir nicht weitere Quellen der Informationen hinzuziehen, eine einseitige Einflussnahme auf den Einzelnen und die Masse, gegeben ist. Verfolgen wir die Hierarchie des Mediennavigators nach oben, also zu den Besitzern von Medienhäusern, finden wir mögliche von Urheber zur Beeinflussung von Meinungen. Um einen solchen Verdacht zu erhärten, ist es in der Folge notwendig, die aktive Teilnahme an globalen Meetings der Besitzer von Medienkonzernen zu verfolgen. In diesen Meetings finden wir eine Agenda. Diese Agenda wird verfolgt ähnlich wie ein Ziel bei einem Projekt.
Manipulation durch Medien
Manipulation durch die Medien bezeichnet eine einseitige, tendenziöse und/oder verzerrte Darstellung von Fakten und Geschehnissen in den Massenmedien. Diese Manipulation erfolgt durch Personengruppen, die in der Regel berufsmässig Informationen verbreiten, z. B. durch Journalisten, Fotografen, Dokumentatoren oder Nachrichtenproduzenten. Diese Berufsgruppen sind mehrheitlich in einem Angstellenverhältnis. Sie sind also Arbeitnehmer und werden bezahlt für das Erstellen von Nachrichten und dem Verteilen derselbigen.
Zunehmend wird auch durch nicht-professionelle Autoren und Bildschaffende über vielgelesene Websites (Twitter, Soziale Netzwerke, Wikipedia usw.) manipuliert. Die Manipulation erfolgt bereits durch eine einseitige Vorauswahl eines Themas, dann durch seine Platzierung und schliesslich durch die Art der Berichterstattung. Dadurch entsteht eine verzerrte Wahrnehmung beim Rezipienten – also dem Leser oder Konsumenten der Massenmedien.
Jüngst werden immer mehr sogenannte Faktenchecker eingesetzt. Dabei sollen diese kommerziell agierenden Firmen falsche Behauptungen in den Sozialen Medien richtigstellen. Da diese Faktenchecker profitorientierte Firmen sind, werden somit bezahlte Aufträge ausgeführt. Folglich sind die Informationen der Faktenchecker mit grösster Skepsis zu konsumieren.
Sogenannte Influenzer, die hauptsächlich auf den Sozialen Medien aktiv sind, haben teilweise eine enorm grosse Reichweite. Mit dieser Reichweite sind sie in der Lage, ebenfalls ihre Follower zu manipulieren. Diese Influenzer werden nicht überprüft was folglich ebenfalls zu einer kritischen Haltung führen muss beim Konsumieren der häufig reisserischen Botschaften.
Massnahmen gegen die Manipulation
Keiner von uns ist absolut gefeit von Manipulation Wir werden jeden Tag mehrfach manipuliert. Sei das durch die Medien oder durch unsere engeres Umfeld. Es gibt also kein entrinnen vor Manipulation.
Jedoch können wir durch eine Haltung der Skepsis bereits viel gegen Manipulation unternehmen. Wenn wir nicht alles glauben und für bare Münze nehmen was uns täglich präsentiert wird, dann ist bereits viel getan.
Wenn wir nicht nur eine einzige Quelle als Informationskanal konsumieren sondern, unter Bezugnahme des Mediennavigators, so finden wir beide Seiten eines Berichtes oder einer Darstellung und können uns eine objektivere Meinung bilden.
Weiter ist Selbstbildung, autodidaktisches Lernen eine weitere Möglichkeit, nicht jeder Ente aufzusitzen. Informationen konsumieren ist das eine, die richtige Meinung dazu bilden ist eine Holschuld auf Basis einer breit abgestützten Faktenlage und muss jeder für sich ausführen.
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