Vorurteile – positiv oder negativ

Niemand ist vor Vorurteilen befreit. Hauptsächlich betrachten wir Menschen Vorurteile aus negativer Sicht. Doch gibt es ebenso viele positive Vorurteile.
Vorurteile – positiv oder negativ

Positive oder negative Vorurteile

Die allgemein gültige Definition von Vorurteil lautet wie folgt:

In der sozialpsychologischen Literatur bezeichnet man als Vorurteil eine negative oder positive Haltung gegenüber Personen, Gruppen, Objekten oder Sachverhalten, die weniger auf direkter Erfahrung als vielmehr auf Generalisierung beruht. Die Mehrzahl bestehender Vorurteilsdefinitionen konzentriert sich auf Vorurteile negativen Inhalts, da diese eher als positive Vorurteile schädigende Wirkung nach sich ziehen.

Anders gesagt, sind Vorurteile definiert als “ablehnende oder feindselige Haltung gegen eine Person, die zu einer Gruppe gehört, einfach nur deswegen, weil sie zu dieser Gruppe gehört und deswegen dieselben zu beanstandenden Eigenschaften haben soll, die man dieser Gruppe zuschreibt. Diese Definition blendet eine positive Darstellung grundsätzlich aus. Gesamtgesellschaftlich haben sie die Menschen stillschweigend darauf geeinigt, dass ein Vorurteil immer negative belastet ist. Befassen wir uns also mit der positiven Darstellung von Vorurteilen da uns nur diese Sichtweise weiter bringt.

Positive Vorurteile

Positive Vorurteile zu finden ist im Grunde nicht schwer. Wir alle erinnern uns gerne an unsere Kindheit zur Weihnachtszeit. Der Weihnachtsbaum steht glitzernd geschmückt im Wohnzimmer. Die Kerzen brennen. Die Pakete sind schön verpackt unter dem Baum. Diese Erinnerung führt in uns zu wohlfühlenden Emotionen. Es gibt gutes Essen und davon reichlich. Schokolade versüssen die Abende. Es sind schöne Erinnerungen. Ein positives Vorurteil wurde geschaffen.

Oder die erste Liebe. Es heisst, die erste Liebe, der erste Kuss bleibt ewig in der Erinnerung. Wir erinnern uns wie aufgeregt wir waren. „Mach ich was falsch?“ „Wie wird es sein?“ Solche und ähnliche Fragen schiessen uns durch den Kopf. Wir waren damals maximal mit einem Hormoncocktail im Körper erfüllt. Das positive Vorurteil wird durch positive Emotionen in uns gespeichert.

Negative Vorurteile

Wir Menschen glauben, dass wenn wir uns täglich die nötige Portion Nachrichten konsumieren, sind wir informiert. Analysieren wir die Nachrichten einmal auf deren Inhalt, sind alle Meldungen immer negativ behaftet. Gute Nachrichten verkaufen sich halt schlecht. Durch die tägliche Dosis negativer Nachrichten, verbleiben wir in einem Zustand der Angst.

Aus dem Mix von Krieg, Gewalt, Negativschlagzeilen werden unsere Hirnzellen auf schlechtes getrimmt. Der Körper sendet die entsprechenden Hormone aus – wir sind in einem Zustand der Dauerangst.

Paradox ist, dass die Mehrheit der Menschen sich jeden Tag Negativmeldungen einverleiben und so im Schockzustand verbleiben. Was für eine masochistische Art seinen Alltag zu verleben.

Hin zu positiven Vorurteilen

Vorurteile verbinden Menschen mit gleichen Ansichten. Vorurteile geben ein Stück Orientierung in der Welt. Wenn Menschen den ganzen Tag negativen Vorurteilen ausgesetzt sind, bilden sich deren Neurone entsprechend aus und suchen immer nach Negativmuster.

Im Umkehrschluss ist es also nur logisch, dass wenn wir uns den positiven Aspekten des Lebens zuwenden, sich auch an kleinen Dingen erfreuen, so bilden die Neuronen im Hirn ein Netzwerk das die Muster positiver Perspektiven suchen und zeigen. Die Natur bietet unermessliche positive Muster. Farben, Klänge, Düfte – sie bieten alles was wir an positiven und erfreulichen Momenten brauchen. Es macht in der Folge also mehr als nur Sinn, sich diesen Dingen im Leben zuzuwenden. Das heisst nicht automatisch, dass es keine negativen Momente geben wird. Wer aber den Fernseher ausschaltet und sich aktiv in der Natur bewegt, die Natur den Menschen näher bringt statt über Negativschlagzeilen zu sprechen, der wird sehr viel mehr Freude im Leben haben.

Folgen wir dem Ruf der Natur. Seien wir dem Wesen der Natur auch in uns Menschen zugewandt und bilden wir im Kopf ein Muster von positiven Vorurteilen.


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