Hat die Gesellschaft ein Problem
- Herleitung zur einer Diskussion
- Entwicklung der Diskussion
- Mauer und Abwehr in Diskussionen
- Psychologische Entgleisungen
- Zurück auf den gemeinsamen Nenner
Herleitung zur einer Diskussion
Ich hatte kürzlich auf “X” (vormals Twitter) eine Diskussion zum Thema Klimawandel. Wir waren zu Dritt. Die zwei Diskussionsteilnehmer waren beide überzeugt davon, dass der Klimawandel von Menschen gemacht ist.
Der eine Teilnehmer führt in seinem Profil die Beschreibung, dass er sich seit über 30 Jahren mit dem Wetter, Klima und deren Veränderung auseinander setzt. Dieses Wissen - er selbst bezeichnet sich als Hobby-Meteorologe - will niemand bestreiten. 30 Jahre ist eine lange Zeit und wenn die Motivation sehr hoch ist, sich mit einem Thema zu beschäftigen, dann wird gesucht nach Artikeln, Berichten welche einmal eine Befürchtung - heute eine Angst - bestätigen. Wenn ich als Segler oder Pilot eine Vorhersage zu meiner Route, die ich segle oder fliege, wissen möchte, wäre eine solche Person mit 30-jährigem Befassen des Themas Wetter sicher meine Anlaufstelle.
Der andere Teilnehmer, aktiv in der Lokalpolitik der Sozialen Partei in der Schweiz, unterstützte die Theorie eines menschengemachten Klimawandels.
Entwicklung der Diskussion
Ziemlich früh in der Diskussion bestritt ich, dass der Klimawandel von Menschen verursacht sei. In der Folge wurde ich aufgefordert, Argumente zu liefern, welche diese Behauptung stützen. Ich habe diese Argumente nicht geliefert – bewusst nicht – da ich bereits wusste, worauf diese Diskussion hinauslaufen würde. Nämlich in eine Argumentenschlacht für und wider des vom Menschen gemachten Klimawandels. Eine solche Basis mit Argumenten und Gegenargumenten führt zu keiner Lösung sondern dient alleine dazu, dass sich ein allfälliger Sieger durch bessere Argumente bestätigt sieht und sich besser fühlt.
Ich habe versucht, die Diskussion auf eine andere Ebene zu leiten. Meine Absicht war, eine Brücke zu bauen, um eine gemeinsame Diskussionsbasis zu haben wo wir auf gleicher Ebene sprechen konnte. Auch stellte ich die Frage, ob es denn überhaupt denkbar wäre, dass durch massive Flut von Medienberichten welche den menschengemachten Klimawandel stützen, eher manipulativ seien. Darauf wurde nicht eingegangen sondern es wurde mir Manipulation unterstellt da ich vom eigentlichen Thema ablenken will. Der Hobby-Meteorologe mühte sich sichtlich ab, ein paar Fragen zu beantworten, beharrte immer auf Gegenargumente. Der politisch aktive Diskussionsteilnehmer war zuerst eher offen, legte jedoch dauernd Worte in meinen Mund, um eine Antwort zu provozieren und wies mich mehrfach daraufhin, dass ich ja derjenige sei der manipuliert.
Es muss an dieser Stelle gesagt werden, dass eine Diskussion über eine Soziale Plattform sehr schwierig ist – besonders auf Twitter – da hier ohne Abonnement nur 160 Zeichen auf einmal zu schreiben sind. Somit wird eine Nachricht auf ein Minimum von Informationen zusammengepresst.
Der Fortschritt der Diskussion war dann so, dass der Hobby-Meteorologe immer mehr auf Gegenargumente pochte und der Lokalpolitiker ebenfalls wenig Anstalten machte, auf eine gemeinsame Basis zu gelangen. Mein Vorschlag um auf eine gemeinsame Basis zu kommen war nicht über menschengemachten Klimawandel zu sprechen sondern – unbestritten und alltäglich sichtbar – über menschengemachten Umweltschmutz. Dies ist mir nicht gelungen da – wie mir schien – alleine durch meine Haltung, dass der Klimawandel nicht von Menschen gemacht ist, zu einer Abwehrhaltung und einer Mauer führte.
Mauer und Abwehr in Diskussionen
Als 2020 die Pandemie-Lüge voll im Gange war, zeigte sich ebenfalls in Gesprächen eine solche Mauer und Abwehrhaltung bei vielen Mitmenschen. Wer nicht der allgemeinen Meinung zu Gefährlichkeit des Virus, Masken, Impfung entsprach, wurde diffamiert und niedergemacht.
Nachdem sich die Pandemie als eine globale und inszenierte Lüge herausgestellt hat, ist diese Mauer, diese Abwehrhaltung weiterhin bestehend. Die Gesellschaft hat sich global gespalten.
Mehr noch – jedes Thema das politisch, und in der Folge medial, publiziert wurde, spaltete die Gesellschaft noch mehr.
- Tödliches Virus – Spaltung in Tod bringend und Grippe
- Krankheitsfälle – Spaltung in positiv Getestete und negativ Getestete
- Masken – Spaltung in Maskenträger und Maskenverweigerer
- Impfen – Spaltung in Impfbefürworter und Impfgegner
- Klimawandel – Spaltung in menschlichen Ursprung und natürlich Ursprung
- Krieg in der Ukraine – Spaltung in Ukrainefans und Russenfans
- Migration – Spaltung in Migrationsverteidiger und Ausschaffungsbefürworter
- etc. etc. etc.
Was die Gesellschaft nicht erkennt, ist die steigende Fragmentierung und somit Spaltung der Gesellschaft. Aus einer grossen Gesellschaft wurden kleinere Gesellschaften geschaffen. Aus diesen kleineren Gesellschaften wiederum kleinere und mehrere. Und so weiter. Immer mehr gegensätzliche Meinungen, immer mehr gegensätzliche Gruppierungen – von Gesellschaft kann hier nicht mehr die Rede sein. Es sind nur noch zig Gruppierungen die einander nicht mehr verstehen.
Psychologische Entgleisungen
Durch die hohe Fragmentierung der Gesellschaft in immer kleinere unzählige Gruppen geht ein übergeordnetes Verständnis verloren. Was ist darunter zu verstehen? Aufgrund der massiven Berichterstattung zu den unterschiedlichen Themen und der ewigen Angstmache durch Politiker und Medien können sich Neurosen und Phobien entwickeln. Durch das Fehlen von übergeordneten Werten, Tugenden und richtigen Vorbildern fehlt der Gesellschaft die gemeinsame Orientierung.
Selbstreflektion ist den meisten Menschen abhanden gekommen da sie non stop in der Angstspirale gehalten werden. Der tägliche Konsum in den Sozialen Medien - aber auch am Fernseher und das Verfolgen der Nachrichtensendungen - führen zu einer Irrleitung in der Bildung von eigener Meinung.
Der Blick auf ein übergeordnetes, zusammenhängendes Verständnis ist aufgrund des Fokus auf ein angst geladene Thema nicht möglich. Das Auflösen von Neurosen und Phobien wird ebenfalls nicht angegangen, da die nächste Angst geladene Nachricht bereits wieder über den Äther bzw. das Glasfasernetzwerk geschickt wird.
Für eine psychologische Entgleisung ist somit Tür und Tor geöffnet.
Zurück auf den gemeinsamen Nenner
Die Gruppen müssen wieder Brücken schaffen. Einander zuhören und aufeinander zugehen anstatt darauf zu beharren, dass nur sie die einzige Wahrheit kennen und recht haben. Hunderte oder Tausende von kleinen Narzistengruppen führen zu keiner einzigen Lösung jedoch führt dieses Chaos in eine übergeordnete Kontrollinstanz.
Wir müssen Tugenden und allgemein akzeptierte Werte wieder leben. Wir sollten uns mit Philosophie befassen da diese Fragen zum Leben stellt aber auch Antworten dazu liefert.
Bei Themen – nehmen wir als Beispiel den Klimawandel – so ist der gemeinsame Nenner, worauf wir uns sicher einigen können, die globale Umweltverschmutzung. Hier besonders auf Plastikmüll, Massiver Einsatz von Insektiziden, Pestiziden und weiteren toxischen Substanzen.
Beim Thema Gesundheit wäre der gemeinsame Nenner die Erhaltung der Gesundheit und nicht ein Diktat von Pharmaindustrie welche künstlichen Substanzen verabreicht werden sollen.
Es gibt genug gemeinsame Nenner um als Gesellschaft wieder zueinander zu finden und gegen einzig und alleine kommerzieller Nutzung und Machterhaltung und -ausbau weniger kämpfen zu müssen.
Wichtig für die Gesellschaft – und damit ist jeder Einzelne angesprochen – sollte sich sowas wie eine psychische Selbstverteidigung zulegen. Ein Schutz gegen die tägliche Propaganda.
Write a comment