Lügen mit Körperwerten

Wer nicht krank ist, wird halt als krank definiert. Die Medizin von heute ist als Heilsbringer in Schieflage geraten.
Lügen mit Körperwerten

Normale Werte

Wenn wir zum Arzt gehen und nach einem Körpercheck fragen, wird die Armmanschette angebracht und der Blutdruck gemessen. Ferner wird eine Blutprobe genommen und diese in einem Labor nach den Werten zu Eiweissen, roten Blutkörperchen, weissen Blutkörperchen, Entzündungswerten und weiteren Werten analysiert.

https://odysee.com/@Philosophie:6/Ko%CC%88rperwerte:c?r=Dw5QuQtcJ3kAPYRHZnE8te4c6LNhb81i

Mit diesen Analysen wird der allgemeine Zustand des Körpers und seinen Flüssigkeiten und den sogenannten Normwerten gegenüber gestellt. Damit ist es möglich, auf einen Blick zu sehen, ob die Werte über oder unter dem Normwert liegen. Über- oder unterschiessende Werte werden meist optisch hervorgehoben, sodass abnorme Werte sogleich erkannt werden können.

Auf Basis dieser Laboranalyse werden dann die Therapien erstellt. Sind die Werte für Cholesterin, Blutzucker und/oder Blutdruck, oder bezüglich der Mineralien, werden entsprechende Behandlungen vorgeschlagen. Da die Schulmedizin ein eher mechanistisches Bild unserer Körpers hat, werden Therapien auch nach dieser Sichtweise umgesetzt. Doch darum geht es in diesem Artikel nicht.

Was sind Normwerte des Körpers

Für das bessere Verständnis was Normwerte des Körpers sind, hilft uns auch hierbei wieder die Definition des Normwertes. Dieser wird wie folgt beschrieben:

Als Normwerte oder Referenzwerte bezeichnet man in der Medizin Vergleichsangaben zur Beurteilung von Messgrössen, vor allem Laborwerten. Es kann sich aber auch um andere Messergebnisse handeln, z.B. das Körpergewicht oder den Blutdruck (1).

Der Hintergrund dabei ist jedoch, dass diese Normwerte Durchschnittswerte sind, die einmal erhoben worden sind aus einer Vielzahl von „gesunden“ Menschen. Normwerte werden meist als Grenzwertbereiche (Norm- oder Referenzbereiche) angegeben, innerhalb derer sich die jeweiligen Messwerte von 95% einer repräsentativen Bevölkerungsgruppe (Population) befinden.

Folglich basieren also die Norm- bzw. Referenzwerte auf einer repräsentativen Bevölkerungsgruppe. Doch genau diese „repräsentative Population“ stösst bezüglich der statistischen Definition an ihre Grenzen, wenn pathologische Werte in einer Population häufig vorkommen.

Dieser Tatsache sind sich die Ärzteverbände und Gesundheitsministerien von Ländern sowie die Pharmaindustrie ebenfalls bewusst. Zwei dieser Gruppen profitieren von über- oder unterschiessenden Werten. Es sind ganz sicher nicht die Gesundheitsministerien.

Normwerte Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin

Betrachten wir drei Werte besonders. Der Blutdruck, der Blutzucker und das Cholesterin. Warum genau diese drei Werte? Diese Werte wurden in den vergangenen Jahren mehrmals angepasst.

Der „Normaler Blutdruck“ wurde von der Pharmaindustrie wie folgt verschoben.

1940: Normalwert 100+ plus Ihr Alter/95 (2)

1970: Normalwert 160/90

2000: Normalwert 140/90

2017 & heute: Normalwert muss unter 120/80 liegen

Diese Webseiten zeigen historisch die Veränderung der Blutdruckwerte auf (3).

Legen wir dabei ein Auge auch auf die blutdrucksenkenden Medikamente. Der erwartete Umsatz dieser Mittel werden für das Jahr 2025 auf rund 20.42 Milliarden Euro global prognostiziert (4). Tendenz steigend.

Blutzuckerwerte werden als Indikator angesehen, wenn der Körper Glukose im Körper aufweist. Noch vor 1997 war der allgemein gültige Werte des Nüchterblutzuckerwertes bei 140 mg/dl. Doch im Jahre 1997 definierte ein Expertengremium der amerikanischen Diabetesgesellschaft (Expert Committee on the Diagnosis and Classification of Diabetes Mellitus) den Wert neu (Report unten). Gemäss diesem Report ist der Normwert neu bei 126 mg/dl. Diese Anpassung der „Normwerte“ generierte über Nacht 1,7 Millionen Amerikaner zu Diabeteskranken (5).

20 7 1183 Report Of Diabetes 1997

2.4MB ∙ PDF file Download

Werfen wir dabei wiederum ein Auge auf den global Umsatz von Insulinmedikamenten so stellen wir fest, dass für das Jahr 2025 rund 77 Milliarden Euro prognostiziert werden (6).

Wie ist es mit dem Cholesterin? Dasselbe Muster wiederholte sich auch hier. Was ein „abnormer Cholesterinwert“ ist, wurde unzählige male neu definiert. Dabei ist die einzige Konstante in der Änderung, dass der Grenzwert immer tiefer gesunken ist.

Die „Bibel“ der Inneren Medizin „Harrison’s Principles of internal medicine“ nannte in der 8. Auflage im Jahre 1977 den Normwert mit 300 mg/dl. Heute ist der Grenzwert bei Cholesterin zwischen 140 bis 200 mg/dl. Auch damit wurden über Nacht mehrere Millionen Menschen zu Kranken umdefiniert.

Wir werfen auch hierbei wieder einen Blick auf die Umsatzwerte. Für das Jahr 2025 werden weltweit Umsätze von rund 7.37 Milliarden Euro erwartet (7).

Bekämpfen der Ursache oder des Symptoms

Blutdruck-, Blutzucker- oder Cholesterinsenkermedikamente behandeln nicht die Ursache und verursachen schwerwiegende Nebenwirkungen, was dazu führt, dass noch mehr Medikamente verschrieben werden, um die negativen Nebenwirkungen zu lindern. Die Pharmaindustrie erzielt mit jedem zusätzlichen Medikament, das zur Linderung der Nebenwirkungen der ursprünglichen Bluthochdruck-, Blutzucker und Cholesterinsenkermedikamente verschrieben wird, noch mehr Profit. Sehr niedriger Blutdruck ist ungesund und führt zu mehr chronischen Erkrankungen und höherer Sterblichkeit. Sehr hoher Blutzucker führt zu Amputationen, Blindheit und unbehandelt auch zum Tod. Ist der Gehalt an Cholesterin im Blut höher als normal, spricht man von einer Hypercholesterinämie. Im umgekehrten Fall, bei zu niedrigem Cholesterin, liegt eine Hypocholesterinämie vor. Unbehandelt könne auch hierbei gefährliche Krankheiten entstehen. Der optimale Wert für den Blutdruck, den Blutzucker und/oder das Cholesterin lässt sich durch Ernährung und Lebensstil erreichen. Nur sinken dann die Milliardenumsätze der Pharmaindustrie – was von denen nicht gewollt ist.

Merke: Niemand leidet unter einem Mangel an Blutdruck-, Blutzucker- oder Cholesterinsenkermedikamenten.

Eine vollwertige Ernährung, die Bevorzugung nährstoffreicher Lebensmittel und der Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel und Zucker normalisieren Ihre Werte individuell.

Für jede Nebenwirkung eines Bluthochdruckmedikamentes ist bereits ein anderes Mittel auf dem Markt. Die Profite sind unglaublich.

Nebenwirkungen von Bluthochdruckmedikamenten:

  • Chronischer Husten
  • Natrium- und Kaliummangel
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Dehydration
  • Muskelkrämpfe
  • Gicht
  • Schlaflosigkeit, Schlafstörungen und Albträume
  • Verstopfung
  • Müdigkeit oder Depression
  • Langsamer Herzschlag
  • Asthmasymptome
  • Sexuelle und/oder erektile Dysfunktion
  • Herzklopfen
  • Ohnmacht
  • Nierenfunktionsstörung
  • Angioödem (Schwellung von Gesicht/Zunge)
  • Gelenkschmerzen

Nebenwirkungen von Blutzuckermedikamenten:

  • Hypoglykämie
  • Lokalreaktionen an der Injektionsstelle
  • systemische Allergien und Ödeme
  • Sehstörungen
  • Dysgeusie
  • Myalgie
  • Nierenschäden
  • Schilddrüsenkrebs (bei Glukagon ähnlichen Peptitmedikamenten)

Nebenwirkungen von Cholesterinsenkermedikamenten:

  • neurologische- und neurokognitive Störungen
  • Demenz
  • Leber- und Nierenschäden
  • Verdauungsbeschwerden
  • Rücken-, Nacken-, Brust und Gelenkschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Fieber
  • Haarausfall
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • allgemeine Schwäche
  • Wassereinlagerungen
  • Tinnitus
  • Kopfschmerzen
  • …und vieles mehr. Die Liste ist so lang, dass Sie diese am besten selbst lesen, z. B. hier von Atorvastatin Basics 20 mg (8).

Was lernen wir daraus

Werte sind nur Zahlen die beliebig verändert werden können. Die Pharmaindustrie steht seit der Übernahme der medizinischen Ausbildung (Rockefeller Institute of Medical Research und General Education Board) von Ärzten in den USA durch J. D. Rockefeller 1901 und 1903(9) an der Quelle für Vorgaben und Ausbildung. Die Umsatzzahlen zeigen ebenfalls eindeutig, dass das Interesse der Pharmaindustrie nicht im Heilen der Patienten liegt.

Würde die Heilung der Patienten der gesamten Gesundheitsindustrie (Anm. Des Redakteurs: Gesundheitsindustrie ist irreführend) das zentrale Anliegen sein, würde immer zuerst nach der eigentlichen Ursache von Krankheiten wie Bluthochdruck, hohe Blutzuckerwerte und Cholesterin gesucht werden. Jedoch werden immer nur Symptome behandelt was die Anzahl der Medikamente gegen Nebenwirkungen stützt.

Viele Menschen denken, dass Früherkennung gut ist. Im Grunde ist das auch korrekt. Nur ist es mittlerweile so, dass frühe Diagnosen zum Synonym für Vorbeugung geworden ist. Doch ist es für jeden Einzelnen wichtig eine kritische Haltung einzunehmen, wenn ein Arzt nach Sichtung von Laborwerten sagt, dass der Blutdruck oder der Cholesterinwert zu hoch sei und als Therapiemassnahme nur Medikamente verteilen will.


Buchempfehlung:

„Die Diagnose Falle. Wie Gesunde zu Kranken erklärt werden.“ von H. Gilbert Welch / ISBN 978-3-86883-331-7


1 https://flexikon.doccheck.com/de/Normwert

2 https://evidence.nihr.ac.uk/alert/new-research-supports-the-move-to-raise-the-blood-pressure-target-for-frail-older-people/

3 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1524-6175.2006.05836.x https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/CIRCULATIONAHA.120.048063

4 https://de.statista.com/outlook/hmo/pharmazeutika/blutdrucksenker/weltweit

5 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10538480/

6 https://de.statista.com/outlook/hmo/pharmazeutika/diabetesmedikamente/weltweit

7 https://de.statista.com/outlook/hmo/pharmazeutika/lipidsenker/weltweit

8 https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/beipackzettel/atorvastatin-basics-20-mg-filmtabletten-524246.html

9 https://de.wikipedia.org/wiki/John_D._Rockefeller


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