Psychologische Erkenntnisse seit 2020

Vor 2020 schien die Welt noch in Ordnung. Die Gesellschaft hatte so ihre Macken, einzelne Individuen auch grössere und deren Leben stark beeinflussende Verhaltensweisen.
Psychologische Erkenntnisse seit 2020

Im Grossen und Ganzen schien jedoch das soziale Zusammenleben global relativ gut geregelt zu sein. Menschen gingen ihren Arbeiten nach, vergnügten sich nach Feierabend auf den Sozialen Medien, trieben Sport, fanden sich zusammen um Spass zu haben und zu diskutieren.

Gewisse Themen haben vor 2020 bereits einen Keil in die Gesellschaft getrieben. Eine Spaltung nach Interessen oder bestimmten Themen war ersichtlich. In den Vereinigten Staaten war der politische Kampf zwischen Rot (Republikaner) und Blau (Demokraten) seit Jahrzehnten bereits in Gange. In der Schweiz kennt man den «Röstigraben» seit Jahrzehnten, ebenso führt ein zürcherischer Dialekt in manchen Kantonen zu verbalen Seitenhieben oder es wurde sich über den St. Gallischen Dialekt lustig gemacht.

Im Grunde haben sich die sozialen «Streit-Verhältnisse» in übersichtlichem Masse gehalten. Diese «Streit-Verhältnisse» wurden mit einem gewissen Respekt und Anstand geführt – sicher nicht überall gleichermassen respektvoll – doch allgemein gesehen doch vernünftig.

Dann kam das Jahr 2020 und veränderte alles. Nach und nach vielen Hemmnisse und Respekt. Beginnend mit der Spaltung von Maskenträgern und Maskenverweigerern, später zu Massnahmenbefürworter und Massnahmengegner. Der Höhepunkt wurde erreicht, als sowohl politisch wie auch medial die Impfbefürworter hier und drüben die Impfverweigerer standen.

Und die Spaltung der Gesellschaft stoppte danach nicht. Sie ging weiter über die Themen Ukraine, Migranten, Religionen, Gender etc. Wir alle wissen die Themen die zu einer Spaltung nach der anderen geführt hat bis am Ende – falls es überhaupt ein Ende gibt – eine maximal starke gesellschaftliche Fragmentierung anzutreffen ist.

Aus diesem ganzen Spaltprozess sind Verhaltensweisen zu beobachten. Gemeinsamkeiten welche die wenigsten Menschen überhaupt erkennen und wahrhaben.

Ich habe mir Gedanken zu diesen Verhaltensweisen gemacht und liste nachfolgend 25 Beobachtungen auf. Diese Liste ist nicht abschliessend denn die Fragmentierung läuft immer noch.

25 Verhaltensweisen der Gesellschaft im ersten Quartal des 21. Jahrhunderts

  1. Der Grossteil der Menschen ist lieber bei der Mehrheit als bei der Wahrheit.
  2. Die Angst vor sozialer Ausgrenzung ist stärker als Todesangst.
  3. Autoritätsgläubige Verhaltensweisen treten unter geeigneten Bedingungen zu Tage.
  4. Propaganda ist in der heutigen modernen, technologisierten Zeit genauso wirksam wie vor 100 Jahren, obwohl die Menschen heute Zugang zu unbegrenzten Informationen haben.
  5. Medien, Regierungen, Lobbyisten ideologisieren jedwedes Narrativ.
  6. Viele Politiker und Konzerne opfern Menschenleben oder die Gesundheit, wenn das politischen Zielen oder Gewinn dient.
  7. Die meisten glauben, Regierungen handelten im Interesse der Menschen. Sogar viele politische Kritiker glauben das.
  8. Es ist sehr einfach (z.Bsp. Eine Bratwurst als Belohnung), Menschen auf andere Verhaltensweisen zu trainieren oder zu konditionieren. Zum Guten wie zum Schlechten.
  9. Sogenannte “Verschwörungstheoretiker” sind oft gut informiert, besser als die meisten, und lediglich dem aktuellen Narrativ voraus. Dem gegenüber stehen Verschwörungsleugner, welche dem gegenwärtigen Narrativ folgen.
  10. Die meisten schätzen Sicherheit höher als Freiheit, auch wenn ihre Sicherheit nur eine Illusion ist.
  11. Ein erstaunlich grosser Anteil Menschen scheint es geradezu zu lieben, unterdrückt zu werden.
  12. Die altgediente, ausgezeichnete Wissenschaft hat sich allmählich zu einer Pseudo-Religion entwickelt.
  13. Politik, Medien, Wissenschaft und Gesundheitsbehörden sind in unterschiedlichen Grad käuflich und schwer korrupt.
  14. Solange man Menschen Brot und Spiele gibt, revoltieren sie nicht gegen die Wegnahme ihrer Rechte.
  15. Es ist leichter Menschen zu täuschen als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden.
  16. Eltern stellen sich nicht vor ihre Kinder um sie zu schützen, sondern benutzen sie sogar als Schutzschild.
  17. Menschen informieren sich auch nicht nach mehreren Jahren diffuser Informationen über alternative Kanäle sondern halten am bisherigen fest.
  18. Die meisten halten lieber an überlieferten Glauben fest, als sich selbst Wissen anzueignen.
  19. Sehr viele Menschen verharren in ihrer Angst, anstatt sich zu fragen, ob die Gefahr wirklich real ist.
  20. Mitglieder einer Peer-Gruppe stützen sich gegenseitig und sind damit nicht in der Lage, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Kritiker werden diffamiert.
  21. Soziale Bündnisse, wie Familien oder Freundschaften, sind im 21. Jahrhundert nicht mehr stark vorhanden wie noch vor 50 Jahren.
  22. Die hohe Fragmentierung der sozialen Gruppen macht es schwer, einen Konsens zu finden.
  23. Eine Diskussion in der Bevölkerung was vorgefallen ist, findet nicht statt.
  24. Verdrängung und nicht Aufarbeiten wollen bzw. Fehler und Falschentscheide einzugestehen, scheint in einer Gesellschaft, wo keine Fehler gemacht werden dürfen, als sozialen Abstieg eingestuft zu werden.
  25. Viele Menschen übernehmen keine Eigenverantwortung sondern überlassen alles dem Staat.

Was ist den Verhaltenweisen gemeinsam?

Es herrscht ein grosser Mangel an Gemeinsinn. Gemeinsinn ist hier gedacht über ein gesamtes Land. Denn die Fragmentierung in den Ländern führt zu keinem übergeordneten Gemeinsinn. Das Fehlen von einem Gemeinsinn in der Gesellschaft führt zu einer Apathie bei wichtigen Ereignissen. Durch sinnlosen Konsum und Verherrlichung von Dingen, von ideologischen Narrativen, wird das Ausbilden eines Sinnes, einer Basis für gemeinschaftliches Leben und Zusammensein, unterdrückt.

Mentalvergiftung

Wir erleben seit Jahren bereits eine starke mentale Vergiftung. Das Ziel ist, unser natürliches geistiges “Immunsystem” gegen Manipulation weitgehend lahmzulegen durch. Wieso benenne ich dabei, dass es ein Ziel ist? Es ist so offensichtlich und dadurch auch leicht zu übersehen. Die Medien sind voll davon.

Affektive Mentalvergiftung: erzeugen von Hass (Sozialschmarotzer, Asylanten, Putin…) also Angst vor Verschlechterung der eigenen sozialen Situation (Konsumismus, Infantilisierung, Ausbildung von Falsch-Identitäten, Ablenkung, Zerstreuung, Trash).

Kognitiv Mentalvergiftung: Falschwörter wie Freihandel, Lohnnebenkosten, Protestwähler, Rettungsschirm, Terrorismus, humanitäre Intervention, Kollateralschäden, Globalisierungskritiker etc.
Denzunziationsbegriffe werden verwendet wie: Querdenker, Verschwörungstheoretiker, Schwurbler, Populismus etc.

Krise eines Menschenbildes

Die Jahre seit 2020 haben gezeigt, dass die Gesellschaft eine grosse Krise hat - die Krise eines falschen Menschenbildes. Wir verstehen die Gesellschaft nicht mehr. Wir verstehen uns selbst nicht mehr. Wir verleugnen Tatsachen nur damit wir uns auf die Seite der Masse schlagen können um nicht sozial geächtet zu werden.

Eine Erkenntnis bezüglich des Menschbildes dabei ist, die Dynamik bzw. das Verhalten der Masse zu erkennen. Die Masse hat noch nie nach der Wahrheit gesucht. Sie wenden sich von Beweisen ab, welche ihnen missfallen und bevorzugen es Irrtümer zu vergöttern, wenn sie sie verführen. Wer auch immer sie mit Illusionen versorgen kann, ist ihr Meister, wer auch immer versucht ihre Illusionen zu zerstören, ist ihr Feind.

Die wirksamste Manipulation unseres Geistes zielt nicht darauf, bestimmte ideologische Überzeugungen in uns zu verankern, sondern darauf, uns der Befähigung zu berauben, überhaupt Überzeugungen auszubilden.

Weg zurück zum Mensch sein

Besonnenheit ist die Fähigkeit, ruhig abzuwägen und nicht vorschnell Schlüsse zu ziehen und zu handeln. Besonnenheit verhindert Handlungen, die man anschliessend bereut. Idealerweise gibt es in einer menschlichen Gemeinschaft besonnenere und spontanere Menschen.

Besonnenheit (altgriechisch σωφροσύνη sophrosýne, Sophrosyne) bezeichnet, im Unterschied zur Impulsivität, die überlegte, selbstbeherrschte Gelassenheit, die besonders auch in schwierigen oder heiklen Situationen den Verstand die Oberhand behalten lässt, um vorschnelle und unüberlegte Entscheidungen oder Taten zu vermeiden.

Während Besonnenheit auf den rationalen Aspekt hinweist, betont Gelassenheit die emotionalen Anteile innerer Ruhe.

Lebe gelassen.


Write a comment