Warum sich nichts ändert
- Die Systemtheorie in der Praxis.
- Das Muster ist nicht neu
- Warum die Empörung nichts verändert?
- Was sich wirklich verändert und was nicht.
- Die eigentliche Frage!
- Was wirklich nötig wäre!
Eine Erklärung liefert die Systemtheorie. Systemtheorie ist eine interdisziplinäre Betrachtungsweise, die grundlegende Aspekte, Prinzipien und Strukturen von Systemen zur Beschreibung und Erklärung komplexer Phänomene heranzieht. 1
Sie untersucht die Interaktionen und Beziehungen zwischen den Komponenten eines Systems, um dessen Verhalten, Dynamik und Selbstorganisation zu verstehen.
Der Ansatz findet Anwendung in zahlreichen Bereichen wie der Biologie, Soziologie, Psychologie und den Ingenieurwissenschaften, um ganzheitliche Lösungen für Probleme zu entwickeln. Wichtige Vertreter sind Ludwig von Bertalanffy (Allgemeine Systemtheorie), Niklas Luhmann (soziologische Systemtheorie) und die Begründer der Kybernetik.
Ziel: Entwicklung einer formalen Theorie, die für biologische, soziale und mechanische Systeme gilt, um realistischere Vorhersagen über das Systemverhalten zu ermöglichen.
Kernkonzepte: Autopoiesis (Selbsterzeugung), Selbstorganisation, Rückkopplungsschleifen und die Unterscheidung zwischen System und Umwelt.
Anwendungsbeispiele: Analyse von Familien, Organisationen, Computernetzwerken, Ökosystemen oder politischen Systemen.
Die Systemtheorie in der Praxis.
Die Epstein-Enthüllungen, Iran-Krieg, die Flut illegaler Immigranten, erzwungene E-ID, Aufdeckung und weitere Verschleierungen der Covid-Lügen-Pandemie usw. erschüttern die Welt.
Namen werden genannt - Menschen sind empört - Medien berichten rund um die Uhr - Handlungen werden erwartet - nur wenige treffen ein.
Irgendetwas stimmt dabei nicht. Was fällt auf?
Das Muster ist nicht neu
Wenn wir auf die Geschichte blicken, auch auf die jüngere, findet sich ein immer gleiches Muster. Schauen wir nüchtern auf ein paar Eckdaten der Geschichte:
- Panama Papers (2016): Milliarden an Steuerhinterziehung enthüllt → weltweite Empörung → strukturelle Konsequenzen? Minimal.
- MeToo (2017): Systemisches Versagen enthüllt → weltweite Empörung → strukturelle Veränderungen? Punktuell, nicht systemisch.
- Wirecard (2020): Staatsversagen enthüllt → Empörung → strukturelle Reformen? Kaum spürbar.
- Covid Pandemie (2020): geplante Pandemie, Milliarden an Steuergeldern verschwendet, Wirtschaft ruiniert → Empörung → Aufarbeitung, Juristische Verfahren gegen Verantwortliche? Praktisch nichts merkbar.
Das Muster ist immer dasselbe:
Enthüllung → Empörung → Einzelne werden geopfert → Struktur bleibt unverändert.
Historisch betrachtet nennt sich das Bauernopfer: Einzelne werden geopfert, um das System zu schützen. Nicht als Verschwörung → sondern als strukturelle Logik.
Warum die Empörung nichts verändert?
Es gibt einen Grund dafür. Und der Grund liegt da wo ihn viele nicht vermuten.
Empörung verbraucht Energie. Enorm viel Energie.
Menschen lesen, teilen, diskutieren, sind wütend, stundenlang, tagelang, wochenlang.
Jedoch fliesst diese Energie in einen geschlossenen Kreislauf:
Nachricht → Empörung → Diskussion → nächste Nachricht → Empörung → Diskussion…
Dazu braucht es kein Studium um dies zu erkennen. Schauen wir uns nur um in der Welt - sagen wir die letzten 6 Jahre. Oder betrachten wir einen grösseren Zeitraum - die vergangenen 60 Jahre etwa.
Die Energie dreht sich im Kreis. Sie erzeugt Wärme, aber keine Bewegung. Folglich auch keine Handlung.
In der Systemtheorie nennt man das fixierte Erregung: Das System ist aktiv, aber es verändert sich nicht. Es verbraucht sich selbst.
Was sich wirklich verändert und was nicht.
Was sich verändert:
- Einzelne Personen (Bauernopfer)
- Narrative (neue Erklärungen für alte Strukturen)
- Stimmungen (kurzfristige Empörung, dann Erschöpfung)
Was sich nicht verändert:
- Die strukturelle Entkopplung von Macht und Haftung
- Die institutionellen Rückkopplungsschleifen
- Die Latenz zwischen Entscheidung und Konsequenz
Solange diese drei Dinge unverändert bleiben → ändert sich nichts.
Egal, wie viele Namen genannt werden.
Egal, wie gross die Empörung ist.
Egal, wie viele Bauernopfer fallen.
Die eigentliche Frage!
Die Frage ist nicht: „Wer war dabei?“
Die Frage ist: „Warum ist ein System möglich, in dem das über Jahrzehnte funktioniert?”
Und die Antwort darauf ist unbequem: Weil die Struktur des Systems es erlaubt.
Nicht weil einzelne Menschen böse sind. Sondern weil Macht, Haftung und Konsequenz systematisch entkoppelt wurden von Verantwortung und Haftung.
Was wirklich nötig wäre!
Keine weitere Empörung.
Keine weiteren Namen.
Keine weiteren Bauernopfer.
Sondern: Strukturelle Rückkopplung wiederherstellen.
Das bedeutet:
- Wer entscheidet, trägt Konsequenzen → unmittelbar, nicht nach Jahren
- Institutionen müssen Varianz zulassen → nicht nur eine gültige Erzählung
- Macht braucht ein echtes Gegenfeld → nicht simulierte Kontrolle
Solange das nicht passiert:
Wird sich dieser Zyklus wiederholen.
Mit anderen Namen.
Mit derselben Empörung.
Mit demselben Ergebnis.
Die Struktur verändert sich nicht durch Empörung. Sie verändert sich durch Ehrlichkeit, über die Mechanik, die sie am Leben hält.
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/systemtheorie-49100
Write a comment