Methoden der Verhaltenspsychologie in Anwendung von Lenkung der Masse
- Welche Methoden der kognitiven Verhaltenspsychologie finden Anwendung, sodass Menschen eine Lüge glauben?
- Doch… wer hält sich an die Ethik wenn es um Geld und Macht geht?
- Missbräuchliche Anwendung psychologischer Prinzipien
- Abgrenzung zur therapeutischen Praxis
- Wie erkennt man Gaslightning?
- Der entscheidende Unterschied liegt in der Systematik
- Typische Warnsignale und Sätze
- Fazit
Welche Methoden der kognitiven Verhaltenspsychologie finden Anwendung, sodass Menschen eine Lüge glauben?
Um es gleich von Beginn weg klar zu stellen. Es gibt keine legitimen Methoden der kognitiven Verhaltenspsychologie, die entwickelt wurden, um Menschen eine Lüge glauben zu machen.
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und die Verhaltenspsychologie haben das ethische Ziel, Menschen zu helfen, realistischere und funktionalere Gedanken zu entwickeln und psychische Leiden zu lindern – nicht, sie zu manipulieren oder zu täuschen.
Doch… wer hält sich an die Ethik wenn es um Geld und Macht geht?
Allerdings können Prinzipien der Lernpsychologie und kognitiven Verzerrungen, die in der Verhaltensforschung beschrieben werden, missbraucht werden, um falsche Überzeugungen zu festigen. Dies fällt jedoch in den Bereich der Manipulation, Propaganda oder des Missbrauchs, nicht der therapeutischen oder wissenschaftlichen Anwendung.
Missbräuchliche Anwendung psychologischer Prinzipien
Die Zahl der subtilen psychologischen Massnahmen sind vielfältig und die Auflistung aller Möglichkeiten würde diesen Artikel sprengen. Daher werden hier nur die am meisten verwendeten Aktionen erklärt.
Wiederholungseffekt (Illusory Truth Effect): Die blosse wiederholte Darbietung einer Aussage (auch einer Lüge) führt dazu, dass sie als wahr empfunden wird.
Dies nutzt das Gehirn als Heuristik:
„Was mir bekannt vorkommt, ist wahrscheinlich wahr.“
Als Praxisbeispiel achte man einmal darauf, wieviele Wiederholungen es gegeben hat zum Begriff Pandemie in 2020.
Leider gibt es keine exakte Gesamtzahl für die Nutzung des Wortes „Pandemie“ global gesehen. Jedoch haben die USA Zahlen vorliegen, welche als Indiz für Wiederholungen des Wortes „Pandemie“ herangezogen werden können. Wiederholungen in allen US-Medien im Jahr 2020, jedoch keine zentrale Instanz aller Medienkanäle (Print, Online, TV, Radio), welche lückenlos zählt.
Es liegen jedoch fundierte Hochrechnungen und Teildaten vor, die das massive Ausmass belegen:
- Anteil an der Berichterstattung: Studien zeigen, dass Themen im Zusammenhang mit COVID-19 im Jahr 2020 etwa 25,3 % aller Artikel auf den Titelseiten englischsprachiger Online-Nachrichtenquellen ausmachten. Eine grosse Zahl also von Wiederholungen – täglich! In den USA entfielen im Durchschnitt 25,91 % der Medienerwähnungen auf COVID-19 (zum Vergleich: Der damalige Präsident Donald Trump kam auf 15,29 %). 1, 2
- Begriffsspezifische Dominanz: Nach der offiziellen Ausrufung durch die WHO am 11. März 2020 verdrängte der Begriff „Pandemie“ schnell andere Bezeichnungen. Was folglich zu einer Besetzung der Position Eins in den Köpfen der Menschen verursachte. Damit wurde auch die Deutungshoheit zum Thema Covid-19 definiert. Analysen von Millionen von Artikeln deuten darauf hin, dass das Wort in hunderttausenden, wenn nicht Millionen von Überschriften und Texten verwendet wurde, allein um den quartalsweisen Anteil von ca. 25 % an der gesamten Nachrichtenlage zu füllen. Also eine massive Zahl von Wiederholungen täglich – das führt konsequenterweise zu einer Art Gehirnwäsche der Massen. 3, 4
- Vergleichswerte: Bereits im Januar 2020 (noch vor der offiziellen Pandemie-Erklärung) verzeichnete das Magazin Time 41.000 englischsprachige Artikel, die den Begriff „Coronavirus“ enthielten. Die Frequenz des spezifischen Wortes „Pandemie“ stieg ab März exponentiell an und dominierte den Nachrichtenzyklus durchgehend bis Jahresende. 5
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Begriff zwar nicht exakt gezählt wurde, aber rechnerisch in jedem vierten bis fünften relevanten Nachrichtenbeitrag des Jahres 2020 in den USA vorkam.
Bestätigungsverzerrung (Confirmation Bias) ausnutzen: Menschen neigen dazu, Informationen zu suchen und zu glauben, die ihre bestehenden Überzeugungen stützen. Manipulatoren präsentieren Lügen so, dass sie an vorhandene Ängste oder Weltbilder andocken, wodurch die kritische Prüfung umgangen wird. Darum ist Selbstreflexion dermassen wichtig. Hinterfrage deine eigenen Gedanken.
Soziale Bewährtheit (Social Proof): Die Aussage „Alle glauben das“ oder der Einsatz von Schein-Konsensen (z. B. durch Bots oder bezahlte Gruppen) nutzt den menschlichen Drang zur Konformität, um Zweifel zu unterdrücken. Der Leitspruch „Wenn die Masse es sagt, wird es wohl stimmen“ muss sehr kritisch hinterfragt werden.
Emotionale Konditionierung: Durch das Koppeln einer Lüge mit starken Emotionen (Angst, Wut, aber auch Hoffnung) kann die rationale Prüfung des Inhalts umgangen werden. Angst blockiert beispielsweise das kritische Denken und macht anfälliger für einfache (falsche) Lösungen. Wer Angst hat sucht nach Schutz. Wer Schutz anbietet, beherrscht die Masse welche nicht frei von Angst ist.
Gaslighting: Dies ist eine Form psychologischer Manipulation, bei der das Opfer systematisch daran zweifeln gelassen wird, ob seine eigene Wahrnehmung oder Erinnerung real ist. Hierbei werden Fakten geleugnet, Informationen zurückgehalten oder gegenteilige „Beweise“ konstruiert, um die Realitätswahrnehmung des Opfers zu untergraben.
Abgrenzung zur therapeutischen Praxis
In der echten kognitiven Verhaltenspsychologie ist das Ziel genau das Gegenteil:
Realitätsprüfung: Patienten lernen, Gedanken auf ihre Wahrheit und Nützlichkeit zu überprüfen („Stimmt das wirklich?“, „Welche Beweise gibt es?“).
Aufdecken von Verzerrungen: Kognitive Verzerrungen (wie Schwarz-Weiss-Denken oder Katastrophisieren) werden bewusst gemacht und korrigiert.
Autonomie stärken: Das oberste Gebot ist die Förderung der Selbstbestimmung und der kritischen Urteilsfähigkeit des Patienten.
Der bewusste Einsatz psychologischer Methoden zur Indoktrination oder Täuschung verstösst fundamental gegen die ethischen Kodizes der Psychologie (z. B. der Berufsordnungen der Psychotherapeutenkammern und der APA). Leider kennen die Propaganda-Anwender weder Ethik noch Moral.
Wie erkennt man Gaslightning?
Gaslighting im Alltag zu erkennen, ist schwierig, da es sich schleichend entwickelt und oft als normale Meinungsverschiedenheit getarnt ist. Darum wird diese Methode hier detaillierter erklärt.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Systematik
Während bei einem normalen Streit zwei unterschiedliche Wahrnehmungen nebeneinander stehen dürfen, zielt Gaslighting darauf ab, deine Version der Realität komplett auszulöschen und dich an deinem eigenen Verstand zweifeln zu lassen.
Typische Warnsignale und Sätze
Achte auf wiederkehrende Muster, bei denen deine Wahrnehmung konsequent infrage gestellt wird. Manipulatoren nutzen oft spezifische Phrasen, um Zweifel zu säen.
Zum Beispiel:
Leugnen von Fakten: „Das habe ich nie gesagt“ oder „Das ist so nie passiert“, obwohl Sie sich genau daran erinnern.
Pathologisierung Ihrer Gefühle: Sätze wie „Du bist viel zu emotional“, „Du reagierst über“ oder „Du bildest dir das nur ein“ lenken vom eigentlichen Problem ab und machen dich zum „Problem“.
Verwirrung stiften: Dinge werden heimlich umgeräumt, Passwörter geändert oder Vereinbarungen geleugnet, gefolgt von Vorwürfen, du seist vergesslich oder verwirrt.
Isolation: Der Manipulator suggeriert: „Wenn du wüsstest, was die anderen über dich sagen“ oder versucht, Sie von Freunden und Familie zu entfremden, damit Sie keine externe Bestätigung Ihrer Realität mehr erhalten.
Fazit
Es ist in der heutigen Zeit nicht einfach, den Unterschied von manipulierten Nachrichten und echten auszumachen. Selbst Kommunikationsprofis oder Psychologen unterliegen den subtilen Methoden und fallen auf eine Meldung herein. Der Unterschied zur breiten Masse macht jedoch die Fähigkeit der Kenntnisse über die Vielzahl der Manipulationsmethoden aus.
Wir können uns nicht sicher sein vor böswilliger Manipulation. Doch wir können uns kognitiv „Bewaffnen“, sodass wir uns stärken können und nicht von massiver Angst- und Panikmache überrannt werden.
Sich bewusst sein, dass böswillige Manipulation existiert und Nachrichten kritisch hinterfragen, sind wohl der beste erste Schutzschild davor. Selbstreflexion und Achtsamkeit sind der zweite Schutzschild gegen die Angst schürenden Machenschaften einiger weniger Machthungriger und/oder politischen extremer Richtungen.
Als Dreingabe noch eine grafische Übersicht über gängige Manipulationsmethoden.
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https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.12.24.20248813v1.full
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8174556/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8174556/
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.12.24.20248813v1.full
https://en.wikipedia.org/wiki/Media_coverage_of_the_COVID-19_pandemic
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