Planspiele, Pandemie, Profite

Eine Analyse von Rechtsanwalt Tobias Ulbrich auf X.
Planspiele, Pandemie, Profite

Eine Analyse von Rechtsanwalt Tobias Ulbrich auf X.

„… und ewig grüßt das Murmeltier“

![](httpe Geldgeber, gleiche Netzwerke, gleiches Drehbuch? Was Pandemie-Planspiele wirklich zeigen — und was später Realität wurde (Einige fragten nach einer Kommentierung, die ich nun hiermit liefere)

Erst wird geübt. Dann kommt der Ernstfall. Und jedes Mal heißt es: Zufall, Vorsorge, wissenschaftliche Routine.

Aber wer die Pandemie-Planspiele der vergangenen Jahre nebeneinanderlegt, erkennt zumindest eines:

Es sind nicht irgendwelche Hinterzimmerfiguren, die dort am Tisch sitzen. Es sind die großen Knotenpunkte globaler Gesundheitspolitik - Johns Hopkins, WHO, Gates Foundation, Weltwirtschaftsforum, nationale Gesundheitsbehörden, internationale Notfallnetzwerke, Logistikriesen, Pharmaakteure, Medienkonzerne und zunehmend philanthropische Großgeldgeber, die zugleich das Investmentgeschäft in die Pharmaindustrie und deren Zulieferindustrie zu Kernanliegen ihres Treibens machten.

Die sog. “Planspiele” Clade X, Event 201, und Polaris II führen genau entlang dieser Kategorien und sollen deshalb als Vorfeldanalyse gegenüber gestellt werden.

Der erste Probelauf in dieser Linie war Clade X, 15. Mai 2018, Washington D.C., Johns Hopkins Center for Health Security. Offiziell war es eine eintägige Tabletop-Übung mit einem fiktiven, parainfluenzaähnlichen Erreger. Zehn Personen spielten US-Regierungsfunktionen in einer simulierten Sitzung des National Security Council. Das Ziel lag damals darin politische Spitzenentscheider mit den Zumutungen einer schweren Pandemie zu konfrontieren. Finanziell gestützt wurde Clade X laut aktueller Johns-Hopkins-Seite durch Coefficient Giving, Open Philanthropy Project sowie Johns-Hopkins-Eigenmittel auf. Coefficient Giving selbst schreibt, dass Open Philanthropy 2025 zu Coefficient Giving wurde.

Dann kam Event 201, 18. Oktober 2019, Hotel The Pierre, New York. Wieder Johns Hopkins. Diesmal aber nicht allein, sondern in Partnerschaft mit dem Weltwirtschaftsforum und der Bill & Melinda Gates Foundation. Das Szenario war ein fiktives Coronavirus namens CAPS, zoonotisch, Atemwegsübertragung, globale Verbreitung, massive wirtschaftliche Schäden, kein sofort verfügbarer Impfstoff. Johns Hopkins beschreibt Event 201 ausdrücklich als Übung für Public-Private-Kooperationen in einer schweren Pandemie. Finanziell wurde Event 201 laut aktueller Johns-Hopkins-Seite ebenfalls durch Coefficient Giving unterstützt; Gates Foundation und WEF waren Co-Veranstalter beziehungsweise Partner.

Das Brisante an Event 201 ist nicht, dass dort „COVID vorhergesagt“ wurde. Johns Hopkins hat am 24. Januar 2020 ausdrücklich erklärt, Event 201 sei keine Vorhersage des damaligen neuartigen Coronavirus-Ausbruchs gewesen; das Szenario sei fiktiv gewesen. Brisant ist etwas anderes: Die Übung formulierte sieben Empfehlungen, die später im realen COVID-19-Management nahezu wie eine Blaupause der Governance-Debatte wirkten:

  1. Public-Private-Kooperation,

  2. medizinische Gegenmaßnahmen,

  3. internationale Vorräte,

  4. Reise- und Handelskoordination,

  5. Impfstoffe,

  6. Therapeutika, Diagnostika und

  7. der Kampf gegen Fehl- und Desinformation.

Und dann SARS-CoV-2. Kein Planspiel, sondern Realität. Am 30. Januar 2020 erklärte die WHO den Ausbruch zur gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite; am 11. März 2020 charakterisierte sie COVID-19 als Pandemie. Die reale Pandemie brachte genau jene Akteursgruppen in den Vordergrund, die Event 201 vorher als entscheidend markiert hatten:

Regierungen,

WHO,

nationale Gesundheitsbehörden,

Pharmaindustrie,

globale Beschaffung,

Plattformbetreiber,

Logistik,

Medien,

Risikokommunikation und Desinformationsbekämpfung.

Die hochgeladene Synopse hebt genau diese strukturelle Nähe hervor, ohne daraus eine direkte Vorhersage oder Planung abzuleiten.

2026 folgt Polaris II. Diesmal ist nicht Johns Hopkins der Veranstalter, sondern die WHO selbst (die Finanzierer weisen große Überlappungen auf). Am 22. und 23. April 2026 simuliert sie den Ausbruch eines fiktiven neuen Bakteriums. 26 Länder und Territorien, rund 600 Gesundheitsexperten und mehr als 25 Partnerorganisationen nehmen teil. Die WHO schreibt, jedes teilnehmende Land habe seine Notfall-Koordinationsstrukturen aktiviert und unter realitätsnahen Bedingungen Informationsflüsse, Politikabstimmung und Personalaufwuchs geübt.

Die Akteursliste bei Polaris II liest sich wie das Telefonbuch der globalen Gesundheitsnotfall-Architektur, die nun endlich komplett von den Geldgebern eingekauft worden war, um nicht mehr selbst auf der Liste unmittelbar zu stehen:

WHO,

Global Health Emergency Corps, n

ationale Emergency-Operations-Strukturen,

Africa CDC,

IFRC,

Médecins Sans Frontières,

Robert Koch-Institut,

UK-Med,

UNICEF,

GOARN,

Emergency Medical Teams,

Standby Partners und IANPHI.

Die WHO nennt außerdem den Einsatz KI-gestützter Werkzeuge zur Organisation und Planung von Einsatzpersonal.

Auch hier lohnt der Blick aufs Geld. Polaris II selbst ist eine WHO-geführte Übung. Aber der Rahmen, in dem Polaris II operiert — insbesondere das Global Health Emergency Corps — wird nach Angaben der WHO-Westpazifikregion durch Unterstützung

der Gates Foundation und des

Institute of Philanthropy

ermöglicht. Das ist kein Geheimbeleg für Steuerung, aber ein harter Befund. Es ist erneut das sog. philanthropisches Kapital das keine Randnotiz darstellt, sondern entscheidender Teil der Infrastruktur globaler Pandemievorsorge darstellt. Wer die Gewinnflüsse in der letzten sog. “Pandemie” verfolgte konnte feststellen, dass es in exorbitanter Weise genau jene Taschen füllte, die sich zuvor breit in der Infrastruktur der Zulieferer und der Pharmaindustrie selbst eingekauft hatten.

Und dann fährt die MV Hondius in die Realität. Kein fiktives Bakterium, sondern Andes-Hantavirus. Kein globaler Pandemieausbruch, sondern ein begrenzter, aber schwerer Cluster auf einem Kreuzfahrtschiff. Die WHO meldete am 7. Mai 2026 acht Fälle, davon fünf bestätigt, drei Todesfälle. Sie stufte das Risiko für die breite Öffentlichkeit als niedrig ein, betonte aber, dass beim Andes-Virus begrenzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung bei engem und längerem Kontakt möglich sei.

Und wieder springt die Maschine wie bei SarsCoV2 an. WHO-Koordination unter den Internationalen Gesundheitsvorschriften, nationale IHR-Kontaktstellen, medizinische Evakuierung, Isolation, Labordiagnostik, Kontaktverfolgung, Risikobewertung, internationale Informationsweitergabe. Die WHO entsandte einen Experten an Bord und organisierte 2.500 Diagnostik-Kits für Labore in fünf Ländern. Das hochgeladene Hantavirus-Quellenverzeichnis dokumentiert zusätzlich die beteiligten Behörden, Labore und offenen Fragen:

WHO,

ECDC,

RIVM,

UKHSA,

NICD Südafrika,

HUG Genf,

Pasteur Dakar,

Africa CDC,

nationale Ministerien,

Hafen- und Überseegebietsbehörden.

Hier liegt der eigentliche Punkt, weil das Ereignis auf der MV Hondius keine Pandemie ist. Polaris II war keine reale Pandemie. Event 201 soll keine Vorhersage gewesen sein. Clade X war dann auch kein Operationsplan.

Aber alle diese Fälle zeigen dieselbe Grundbewegung: Krankheit wird nicht mehr nur medizinisch behandelt, sondern in eine globale Krisenarchitektur geplant — mit Behörden, Stiftungen, internationalen Organisationen, Plattformen, Laboren, Logistik, Risikokommunikation und politischer Steuerung und mit unfassbar viel Geld von den Akteuren flankiert.

Der Satz „gleiches Drehbuch“ ist deshalb nur dann sauber, wenn man ihn präzise versteht. Nicht als Beweis für Inszenierung, sondern als Beschreibung eines wiederkehrenden Governance-Skripts - so jedenfalls ist die Verkaufsstrategie des Geldadels.

Ausbruch melden. Risiko bewerten. Notfallstrukturen aktivieren. Daten zentralisieren. Partner koordinieren. Gegenmaßnahmen priorisieren. Bevölkerung führen. Abweichende Informationen bekämpfen. Ressourcen verteilen. Internationale Regeln anwenden und vor allem Impfstoffe und Medikamente, wie geplant absetzen.

Die Frage lautet:

Warum sitzen bei fast jedem Pandemie-Szenario dieselben Machtformen am Tisch — öffentliche Institutionen, private Stiftungen, globale Foren, Pharma, Logistik, Medien, Plattformen — und warum werden genau diese Strukturen im Ernstfall zur Schaltzentrale und stets die dortigen Schatzmeister der Phamaindustrie zu vermeintlichen Sachwaltern der betroffenen Bevölkerung erkoren, die das Krisenmanagement auf ihren geplanten Absatz von Produkten zielgerichtet steuern.

Denn genau dort sitzt die politische Sprengkraft. Nicht im billigen Verdacht, sondern in der nüchternen Machtanalyse, dass die Finanzierer auch stets die Hauptnutznießer in unvorstellbarer globaler Größenordnung waren. Jede neue Runde dient der Verfestigung der Strukturen und der Zentralisierung der Macht auf eine Institution, die von keinem Wähler in Deutschland gewählt wurde aber dessen Interessenvertreter von CDU und SPD sofort gewillt sind demütigst ihren Kniefall darzubieten und Souveränitätsrechte Deutschlands an diese NGO abzutreten, die von privaten Geldgebern dominiert wird und die seit Jahren das Agendasetting betrieb. Der Ausstieg der USA und damit der Entzug des US - Geldes beschleunigte den Einfluss der privaten Geldgeber enorm, weshalb der in den USA gefeierte Austritt aus der WHO im Kern der Stärkung der Macht der Melinda & Bille Gates Stiftung diente sowie der GAVI deren zentrale Geldgeber wieder identisch sind.


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