Israel, Deutschland, USA
Die Gründung eines Staates Israel ist nicht die Folge der Vertreibung aus Deutschland im 3. Reich. Sie wurde bereits 1917 mit der Balfour-Erklärung eingeleitet, in der Großbritannien damit einverstanden war, mit dem bereits 1897 festgelegten Ziel des Zionismus, in Palästina eine nationale Heimstätte des jüdischen Volkes zu errichten. Hierbei spielten auch strategische Interessen der Briten eine Rolle.
Erste Besonderheit: Es gibt zwar kein muslimisches Volk, kein christliches Volk, kein buddhistisches Volk, kein hinduistisches Volk, aber ein jüdisches Volk. Wie definiert sich das, wer gehört dazu, woher wird eine Zugehörigkeit abgeleitet?
Provokativ interpretiert könnten die Christen auf die Idee kommen, aufgrund der Tatsache, dass Jesus ebenso in diesem Gebiet unterwegs war, hieraus einen Gebietsanspruch abzuleiten, um einen Staat „For Christians only“ zu errichten. Soweit bekannt, ist das nicht der Fall. Soweit überliefert ist Mohammed weder in Bethlehem, noch in Jerusalem geboren. Es haben lediglich lange Zeit Moslems auch in Palästina gelebt, neben anderen Religionen und man kam eine ganze Zeit ganz gut miteinander aus.
Einen Gebietsanspruch aus dem alten Testament abzuleiten, widerspricht den seit Jahrtausenden sich verändernden Landesgrenzen, in der Regel verursacht durch Staatsdeppen, die durch Kriege dafür verantwortlich waren. Daran hat sich bis heute nichts geändert. In der jüngeren Geschichte hat die K+K-Monarchie Ungarn „verloren“ und das seltsame Gebilde Deutschland Gebiete im Osten, die Jahrhunderte Deutsch waren. Auf die Idee, etwas aus dem sicher wichtigsten Buch der Christenheit zu konstruieren, aus dem ein Gebietsanspruch abgeleitet werden könnte, ist bislang noch niemand gekommen.
Damit soll nur gesagt sein, dass die Herleitung der Zionisten für die Errichtung eines Groß-Israels für einen Nicht-Zionisten schon ziemlich befremdlich ist und diesem zeitweilig doch recht bizarr vorkommen kann.
Für die Briten jedoch schien die Idee recht verlockend zu sein, hätten sie doch so einen Außenposten der „westlichen Welt“ in Vorderasien, in einer Region, die überwiegend muslimisch geprägt und kulturell ganz anders aufgebaut war.
Geld hat sicher auch eine Rolle gespielt, die Bank of England gab es bereits seit 1694 und einer der Rothschild-Söhne, Nathan Rothschild gründete 1910 in London die Bank N. M. Rothschild & Sons. Die Dynastie der Rothschilds geht zurück auf Mayer Amschel, geboren 1743 in Frankfurt am Main.
Die vorläufig dunkelste deutsche Geschichte führte dazu, dass sehr viele Menschen jüdischer Zugehörigkeit das Land verlassen mussten. Das ist hier bewusst neutral formuliert und schmälert die damit verbundenen Gräuel nicht, weil diese nicht Inhalt dieses Textes sind.
Darunter viele, die jüdische Feste gar nicht feierten, ansonsten auch nicht besonders religiös waren, und vielleicht sogar im 1. Weltkrieg für das Deutsche Reich gekämpft hatten. Als Dank dafür wurden sie im 3. Reich im „besten Fall“ enteignet, im „schlimmsten Fall“ an Leib und Leben bedroht, oder noch Schlimmeres.
Ein großer Fehler, die Verallgemeinerung, führte dazu, dass jeder, der der jüdischen Lebensweise zugehörig war, unter Generalverdacht gestellt und entrechtet wurde. Sehr wahrscheinlich hat es auch unter den Menschen jüdischer Lebensweise solche gegeben, die gesellschaftliche, religiöse, wirtschaftliche, finanziellen Aktivitäten nachgingen, die der mehrheitlich christlich geprägten Bevölkerung in Deutschland eher schadeten, als dass sie ihr genutzt hätten. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sich unter den Menschen mit jüdischer Lebensweise nicht ausschließlich Heilige befunden haben.
Es hätte, wenn dem denn so gewesen wäre, völlig gereicht, diese zur Verantwortung zu ziehen. Hierzu hätte möglicherweise das Zivilrecht völlig gereicht, dass auch im 3. Reich, nach heutigen Vorstellungen, durchaus funktionierte. Der große Fehler war, alle Menschen mit jüdischer Zugehörigkeit über einen Kamm zu scheren, wie voran bereits gesagt, eben zu verallgemeinern.
1948 wurde dann der Staat Israel gegründet, ausgerufen, in die Welt gesetzt, wie auch immer man das nennen will, auf einem Gebiet, dass vorher lange als Palästina organisiert war.
Israel versteht sich selbst gemäß seines Nationalstaatsgesetzes als „Nationalstaat des jüdischen Volks“, obwohl es defacto ein multiethnischer Staat ist. Rund ein Viertel der Bewohner pflegen die jüdische Lebensweise nicht. Und unter denen, die zu den Juden zählen, ein beträchtlicher Teil wohl auch nicht.
Die „seltsame“ Staatsgründung, von der man auch behaupten könnte, dass einfach Tatsachen geschaffen wurden, die dazu führten, dass Israel sich selbst als Nationalstaat des jüdischen Volks versteht, die allermeisten drumherum bis heute eher nicht, könnten möglicherweise der Grund dafür sein, dass Israel seit der Gründung nie wirklich zur Ruhe gekommen ist. Vielleicht trifft hier ein Vergleich zu: Die Besetzerszene in Berlin hat seinerzeit Altbauten besetzt, was aber noch lange nicht bedeutete, dass ihnen die Häuser und Grundstücke damit auch gehörten.
Durch die Fruchtbarmachung öden Landes wurde sicher viel geleistet, jedoch am Ende bedeutete das auch nichts anderes, als das weitere Tatsachen geschaffen wurden.
Eine weitere Tatsache und Besonderheit ist, dass Israel bis heute keine festgelegten Grenzen hat, was eigentlich zu den Definitionen, die einen Staat ausmachen, gehört. Diese Tatsache ist der Vorstellung der Zionisten geschuldet, die nach wie vor die Idee von einem Groß-Israel weiter vorantreiben wollen, wobei ihnen Organisationen und Gelder aus den USA, die von dort aus die zionistische Idee vorantreiben, sicher zur Hilfe kommen.
Man könnte sich hier die Frage stellen, wer jetzt von wem abgeschrieben hat: Das 3. Reich, mit seiner Blut-und-Boden-Ideologie und „Deutschland braucht mehr Raum“ von den Zionisten, oder die Nazis von den Zionisten, die heute in der Regierung Israels sitzen und die Gebiete Israels weiter ausbauen und ausdehnen wollen. Auch mit den Siedlungsprojekten werden weitere Tatsachen geschaffen. Nach einem halbwegs gesunden Rechtsverständnis kann ein Schrebergärtner nicht einfach im Tiergarten in Berlin eine Laube errichten und einen Garten anlegen und das zu seinem Schrebergarten erklären, wobei die Konsequenzen sicher anders zu bewerten sind.
Die Zionisten scheinen als treibende Kraft durch und vielleicht würde es schon helfen, diese von einer Regierungsverantwortung auszuschließen und sie zu entmachten.
Wohl gemerkt, es wird hier lediglich versucht, die Vorgänge mit einem westlich geprägten Rechts- und Gerechtigkeitsverständnis zu bewerten. Es geht nicht darum für die eine oder die andere Seite Partei zu ergreifen. In der in Deutschland sich derzeit ständig „erweiternden“ Meinungsfreiheit muss das wohl leider gesagt werden, obwohl die Wahrscheinlichkeit dennoch recht hoch ist, dass das Gesagte als antisemitisch eingestuft wird, weil zu moralisieren leichter ist, als sich mit den Gegebenheiten zu befassen.
Das Gesagte ist nicht der Weisheit letzter Schluss, es mag sich auch Fehlerhaftes darunter befinden, es soll lediglich dazu anregen, sich eigene Gedanken zu machen und sich eine Meinung zu bilden, auch, wenn das nicht gerne gesehen wird, besonders in Bezug auf Israel.
Die Bundesrepublik Deutschland wurde von den Alliierten auf einem Teil des ehemaligen Deutschen Reiches, als Folge der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, nicht des Deutschen Reiches, ein Jahr später, im Mai 1949 gegründet. Im Oktober desselben Jahres folgte die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik. Der verbleibende Rest fiel an Polen. Ob dem polnischen Staat einverleibt oder unter polnischer Dauerverwaltung mögen andere klären, die sich mit diesen Gegebenheiten besser auskennen. Jedenfalls wurde später die Oder-Neiße-Linie als Grenze zu Polen anerkannt, schmerzlich für die aus den ehemaligen Ostgebieten Vertriebenen, doch dafür, dass daraufhin eine gewisse Ruhe und Befriedung eintrat, war es wohl sehr dienlich. Und wer als Verlierer eines Weltkriegs hervorgeht, kann nicht wie ein Sieger behandelt werden. Reparationen durch den Sieger hat es bislang nicht gegeben, und so wird es wohl auch in dem Ukraine-Krieg sein, das hat allerdings der sogenannte heutige, sich auflösende Wertewesten noch nicht verinnerlicht. Welche Rolle die Briten möglicherweise zum Ausbruch des 2. Weltkriegs beigetragen haben, wäre wieder ein anderes Kapitel.
Genau so wenig wie Israel, ist Deutschland auf natürlichem Wege entstanden, hat sich zu einer föderalen Republik weiterentwickelt, wenn auch die Gründe dafür andere waren. Für die Bundesrepublik Deutschland wurde ein Grundgesetz von den Alliierten geschrieben, die DDR gab sich eine Verfassung, bei der die Sowjetunion sicher auch nicht nur die Zeichensetzung kontrolliert hat.
In der BRD wurden die Deutschen durch die Amerikaner mit dem Education-Programm zu Demokraten umerzogen. Das war nach deren Ansicht nötig, obwohl doch im 3. Reich eigentlich niemand ein Nazi gewesen ist. Verdrängung scheint eine Eigenschaft zu sein, die die Menschen nie verlernen. Bestes Beispiel dafür jüngst die Corona-Inszenierung, in der man ebenfalls von gar nichts eine Ahnung gehabt haben konnte.
Das vorherige wäre doch jetzt eine gute Gelegenheit für eine neue Wortschöpfung, den Antideutschismus, für den es sich vielleicht auch lohnen könnte, auf die Barrikaden zu gehen, mit herzlichem Gruß an die politischen Gleichmacherkräfte.
Israel und Deutschland als Staatsgebilde leben irgendwie in einer Symbiose, in einer Schicksalsgemeinschaft, sie stehen nach dieser Betrachtungsweise beide auf rechtlich, vielleicht sogar völkerrechtlich wackeligen Beinen. Das Deutsche Reich ist nicht untergegangen, sondern mangels geeigneter Organe derzeit handlungsunfähig, so das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (BRD-Recht!) aus den 70-er Jahren. Ja, ja, jetzt kommt sofort „Reichsbürger“ und „reeeechts“, hatten wir schon alles, laaangweilig!
In diese Symbiose teilen sich Deutschland und Israel eine Aufgabe. Deutschland ist und bleibt der Täter, Israel ist und bleibt das Opfer. So entsteht eine Co-Abhängigkeit. Für Deutschland gilt die ewige Schuld, ein Schuld-Komplex, der geeignet ist, dass das Opfer, Israel, die Tendenz entwickeln kann, diese Rolle auszunutzen und den Täter klein zu halten, kleiner zu machen, als er eigentlich ist. Und kommt aus Deutschland Kritik, schreit Israel gleich „Nazi“ und schon ist die jeweilige Regierung wieder still und erklärt die Sicherheit Israels zu Staatsräson. Besser kann es doch eigentlich gar nicht für Israel laufen.
Die ewige Schuld setzt das Selbstbewusstsein der Deutschen herab, sie tragen ihren Kopf gesenkter, als sie müssten. Auch hier wieder Verallgemeinerung. Die Generationen, die nach dem Krieg geboren sind, werden in eine Generalschuld eingebettet, die nur die zu verantworten haben, die in dieser Zeit gelebt haben. Es geht nicht darum, dass niemand schuld war, sondern darum einzugrenzen, wer Schuld auf sich geladen hat, und das sind diejenigen gewesen, die aktiv mitgemacht haben, genau so wie die, die aktiv weggesehen haben und Vogel-Strauß-Politik betrieben haben. Ohne Zweifel, es gibt eine Schuld, aber wem ist sie zuzuordnen? Sippenhaft gab es im 3. Reich, aber doch heute nicht mehr, oder? Und „nur“, weil vielleicht der Urgroßvater ein Mörder war, heißt das noch lange nicht, dass all seine Nachkommen es auch sind. Den Schuh sollte sich nun wirklich niemand anziehen.
Auch hier gibt es einen Bezug zu heute, zur Corona-Inszenierung. Henryk M. Broder, der doch für Israel sehr stark Partei ergreift, ansonsten jedoch auch viel Gescheites von sich gibt, hat einmal treffend auf die Frage, warum sich die Menschen während der Corona-Inszenierung so verhalten haben, wie geschehen, geantwortet: Weil ihr heute so seid, wie die damals waren. Recht hat er damit.
Man sieht, hier kriegt jeder „sein Fett weg“.
Die Education zu einem Volk der Dauerschuldigen hat dazu geführt, dass sich das Potenzial der Deutschen nicht vollständig entfalten konnte. Eine Folge des voll ausgebildeten Selbstbewusstseins könnte sein, dass sich Deutschland nicht von Pfeifen regieren ließe und seinen geistig gemeinten Auftrag wahrnehmen würde, dass am deutschen Wesen die Welt genesen soll. Diese Aussage ist auf materialistisch-kriegerische Weise vom damaligen Regenten, dem Kaiser, missbraucht worden. Gemeint damit ist, nach anderer Auffassung, dass Deutschland einen neutralen Status einnehmen müsste, statt stärkste konventionelle Kraft in Europa zu werden, doch zu solchen Denkvorgängen ist die jetzige Riege, inklusive der Opposition, mangels geistiger Kapazitäten offensichtlich nicht in der Lage.
Es könnte sein, dass ein Zusammenschluss des deutschsprachigen Kulturraums zu einer neutralen Zone in Europa, also hauptsächlich die Schweiz, Österreich und Deutschland einen gewaltigen Eindruck auf den derzeitigen Präsidenten der USA machen und ihm Respekt abverlangen würde. Außerdem würden so Gelder frei werden, die vor allem den jeweiligen Menschen in den Ländern zu Gute kämen. Bedarf gäbe es mehr als genug.
Dieses herabgedämpfte Selbstbewusstsein hat dazu geführt, dass trotz der Corona-Inszenierung und allem, was danach an weiterem, ungeheuerlichen Unsinn kam, bis zum jetzigen Zeitpunkt, wo Deutschland, eine einst mächtige Wirtschaftsmacht, kurz davor steht, in eine Gasmangellage zu geraten, weil ideologisch verbohrte Deppen ihre Angst vor Machtverlust über das Wohl Deutschlands stellen, was durchaus als Landesverrat betrachtet werden kann, Deutschland kontinuierlich den Bach herunter geht.
Und der deutsche Michel erträgt geduldig die langsam ansteigende Temperatur im Glas. Das ist die Folge, wenn ständig mit dem Daumen auf das Selbstbewusstsein gedrückt wird.
Außerdem meiden Investoren inzwischen ein Land mit Flatterstrom und Zittergas. Und die, die es können, die gehen.
Über Deutschland wabert das unbewusste Gefühl: Wir haben es nicht anders verdient, angesichts dessen, was wir im 3. Reich den Juden angetan haben. Wir sind es nicht wert, dass wir uns etwas wert sind.
Kann man bis hierhin herauslesen, dass, im Gegensatz zur EU-Kommissarin in Brüssel, mit diesem Text die Tendenz durchscheint, ein nicht demokratisches, faschistisches, diktatorisches, totalitäres 4. Reich gutzuheißen?
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
* (Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*
(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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(Bild von pixabay)