Israel, Deutschland, USA
Die Zeit des 3. Reichs ist unauslöschbarer Teil der deutschen Geschichte. Er kann nicht-geschehen gemacht werden. Das will auch keiner. Nach so vielen Jahren täte es den Deutschen jedoch gut, diese Zeit mit einem gewissen Abstand im Gedächtnis auf immer zu bewahren, diese Zeit darf jedoch nicht das Denken und Handeln der heutigen Zeit so beeinflussen, dass es dem Fortkommen Deutschlands, auch von Seiten des Volkes, schadet. Die Dauerbeschallung im Fernsehen, wie schlimm das 3. Reich gewesen ist, hat jedenfalls nicht bewirkt, dass rund 20 Millionen, wieder eine Minderheit, in der Corona-Zeit erneut aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden, wenngleich auch die Folgen andere waren.
Es gibt durchaus Möglichkeiten gegenüberzustellen, wie in Deutschland zu verschiedenen Zeiten mit Minderheiten umgegangen wurde. Die Würde des Menschen war nie eine andere, und angeblich unveräußerliche Grundrechte konnten außer Kraft gesetzt werden. Das erinnert in der Vorgehensweise an die Ermächtigungsgesetze im 3. Reich.
Das ist der heutigen Mehrheit, die wieder dem Staat gefolgt ist, die sich nicht selbst informiert hat, obwohl es dazu in der Gegenwart weitaus bessere Möglichkeiten gegeben hätte, so lange anzukreiden, bis von deren Seite die Einsicht laut wird, dass sie auf ganzer Linie menschlich versagt hat. Ein Verzeihen ohne deren Einsicht ist für viele schier unmöglich.
Dieses erneute Versagen hat sich genau so unauslöschlich in die deutsche Geschichte eingebrannt. Da können noch so viele Videos und Informationen im Internet gelöscht werden. Es gibt reichlich Bücher, die die nächsten Generationen irgendwann, wie schon die Generationen vor ihnen, auf dem Dachboden finden werden, und dann werden sie Fragen stellen, unangenehme Fragen: Auf welcher Seite standet ihr damals, habt ihr auch mitgemacht?
Niemand will die Geschehnisse des 3. Reichs mit einer Gegenüberstellung zu den heutigen Zeiten entkräften, herabsetzen oder beschönigen. Es ist eine Tatsache, dass auf ein nicht aufgearbeitetes Trauma der Deutschen im 3. Reich, dass oft erst in der übernächsten Generation wieder zu Tage getreten ist, ein weiteres Trauma aufgesetzt wurde, dass bislang ebenfalls statt aufzuarbeiten, von den Verantwortlichen mit allen Mitteln versucht wird, unter den Teppich zu kehren. Bestes Beispiel dafür die Enquete-Kommission, die nichts anderes beabsichtigt, als zu zementieren, dass man im Großen und Ganzen doch gut durch die „Pandemie“ gekommen ist.
Vor der Machtergreifung befand sich Deutschland in einer tiefen Rezession. Arbeitslosigkeit, Armut, wirtschaftliche Probleme etc.. Dann kam einer, der versprach, sie aus diesem Elend herauszuholen. Nur die wenigsten rochen den Braten und verließen rechtzeitig das Land.
Folge war die vorläufig dunkelste Zeit Deutschlands. Mit anderen Vorzeichen wird derzeit von Universal-Dilettanten fleißig daran gearbeitet, dem eine weitere dunkle Zeit, wenn auch aus anderen Gründen, folgen zu lassen. Letzter Ausweg aus einer fehlgeleiteten Politik: Krieg. Warum merkt die träge Masse das nicht? Stattdessen hoffen viele auf einen neuen „Heilsbringer“ die Opposition, die selbst mit guten Absichten wohl kaum gegen das System, dass das eigentliche Problem ist, ankommen wird.
Das 3. Reich wurde im Bewusstsein der Deutschen nie wirklich aufgearbeitet. Es gab Tribunale, die Nürnberger Prozesse, Entnazifizierungs-Programme, aber was war mit den Deutschen, die sich dafür entschieden hatten, am besten unter dem Radar zu bleiben, um nicht aufzufallen und in die Fänge des Regimes zu gelangen, denen, die wussten, was vor sich geht, aber schwiegen, mit denen, die wirklich keine Ahnung hatten und die Bomben, Toten, die Angst um das eigene Leben erlebt haben, die Traumata nie aufgearbeitet haben, es vielleicht gar nicht konnten, weil das Bewusstsein für die Notwendigkeit gar nicht da war?
Und ist abzustreiten, dass es damals und heute einen unglaublichen Druck gab, der von Seiten des Staates ausgeübt wurde? Entweder du bist für uns, oder gegen uns?
Nach dem Krieg folgte man einem kindlichen Prinzip: Wenn ich mich besonders anstrenge, dann haben mich Mama und Papa wieder lieb. Der Marshall-Plan und das sogenannte Wirtschaftswunder boten da die beste Gelegenheit, bis an die Grenzen der Erschöpfung zu arbeiten, um ja nicht nachdenken zu müssen und endlich wieder mit vollem Bauch ins Bett fallen zu können, um selig einzuschlafen. Wie viele wurden dennoch von Albdrücken in der Nacht aus dem Schlaf gerissen, und redeten nicht darüber, besonders diejenigen Männer, die in den Krieg ziehen mussten?
Nur, wenn wir recht fleißig sind, das Land wiederaufbauen, gute Autos bauen, zeigen, was wir können, dann wird uns Deutsche die Welt mit der Zeit schon wieder liebhaben. Trotzdem, dass die Amerikaner Deutschland ein erhebliches Potenzial an Intelligenz mit der Operation Paperclip abgezogen haben, hat es Deutschland mit seiner Ingenieurkunst, seinem Fleiß und seinen Tugenden, um die die Deutschen die ganze Welt beneidet hat, wieder zu etwas gebracht. Darauf hätten die Deutschen allen Grund gehabt, anders, aber dennoch stolz darauf sein zu können, aber da gab es ja noch die USA, die peinlichst darauf achtete, dass Deutschland, nicht unberechtigt, wieder in den nächsten Höhenflug gerät. Daher wurden die USA drinnen, die Deutschen unten und Russland draußen gehalten. Und dass das Großmannstum immer mal erneut durchkommt, sieht man derzeit daran, dass Deutschland wieder stärkste konventionelle Kraft in Europa werden soll und man sogar, gemeinsam mit Frankreich und den Briten, über einen atomaren Schutzschirm nachdenkt. Wie irre ist das?
Immerhin durfte man noch vor einigen Jahren mit schwarz-rot-goldenen Fähnchen bei den Fußballspielen fürs Volk wedeln, lächerlich, aber selbst das ist heute schon ein klares Indiz für die neuen Nazis. Ebenso lächerlich!
Das Land funktionierte recht gut, bis Corona kam. Eine ohnehin schon traumatisierte Nation ist sehr leicht erneut in Angst und Schrecken zu versetzen. Und wieder gab es einen Retter: Die sogenannte Impfung. Und wieder steht Deutschland heute da und sagt: Das konnten wir zum damaligen Zeitpunkt doch alles nicht wissen. Doch, liebe Deutsche, ihr hättet es wissen können, wenn ihr gewollt hättet. Wenn da nicht die alten, vorangegangenen Traumata eure Selbstsicherheit, euer Selbstbewusstsein so lange so erfolgreich niedergedrückt hätten, dass die Angst um das eigene Leben sofort aktiviert werden konnte.
Es ist tragisch und auch ein Dilemma: Wenn man sich hierüber Gedanken macht, empfindet man Wut, Zorn und Mitleid gleichzeitig.
Weil es nie eine wirkliche Aufarbeitung der beiden Weltkriege in der Bevölkerung gegeben hat, hat sich die Täterrolle festzementiert. Selbst die Serie „Holocaust“ hat nicht dazu geführt, dass ein Umdenken erfolgt ist. Empörung und Entsetzen ja, ein gewisses Gefühl dafür, dass wohl offensichtlich Unrecht geschehen ist, auch. Aber am Ende war es ja das Regime, die bösen Nazis, was hätte man selbst denn tun können? Bloß selbst keine Verantwortung übernehmen. Oder es kamen so Sprüche wie: „Wir haben immer schon vermutet, dass da was nicht stimmen kann, dass der Hitler nicht koscher ist.“ Ja hinterher ist es leicht, den Mund aufzumachen. Zu dieser Zeit haben viele noch gelebt, die das 3. Reich live erlebt hatten.
Und auch heute, nach Corona, reißen bestimmte Leute das Maul auf, nachdem sie zuvor in der sicheren Deckung geblieben sind und sich erst jetzt zu Wort melden, nachdem die unmittelbare Gefahr vorüber ist.
Das ist die eine Seite, die deutsche Seite der Medaille.
Auf der anderen Seite sind die Menschen mit mehr oder weniger jüdischer Lebensweise. Es gab immer wieder Länder, die sie eingeladen haben, sich dort niederzulassen. Das Zusammenleben ging auch eine Zeit lang gut. Schon lange vor dem 3. Reich gab es eine, nennen wir es mal, nicht besonders freundliche Stimmung gegenüber den Menschen mit jüdischer Lebensweise. Was war der Grund dafür? Ist der einmal genau untersucht worden? Wie ist es dazu gekommen, dass diese Antipathie immer mehr zunahm und im 3. Reich derartig eskalieren konnte? Ist es nicht völlig legitim, auch die Frage zu stellen, welchen Anteil bestimmte Kräfte innerhalb des jüdischen Lebens daran hatten, dass eine derartige Eskalation, ein derartiger Hass auf gleich alle Juden entstehen konnte, obwohl es auch unter ihnen ganz sicher viele gab, die sich ihr Leben lang nichts haben zu Schulden kommen lassen? Sind diese einmal auf die Idee gekommen, aufzuklären, welchen Kräften, auch in den eigenen Reihen, sie möglicherweise „zu verdanken“ haben, dass ihre Situation lebensgefährlich wurde? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die eine Seite nur die Guten und die andere Seite nur die Bösen waren?
Gibt es ein von einem nicht der jüdischen Lebensweise angehörigen Autoren, der die jüdische Lebensweise als erstrebenswert beschreibt? Wenn nicht, warum ist das so? Gibt es möglicherweise Ansichten der Menschen im jüdischen Leben, die dem Rest der Welt vielleicht nicht so attraktiv erscheinen, dass sie als positiv beschrieben werden können? Welche Rolle spielen die Zionisten, die wohlmöglich das Ansehen aller Menschen jüdischer Lebensweise vergiften?
„Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden“, absolut richtig, das ist Toleranz. Was aber, wenn zwei Teile einfach nicht zusammenpassen, weil bestimmte Kräfte das gar nicht wollen? Wer sollte sich dann wem anpassen, um in Freiheit seine Lebensweise zu pflegen. Die Mehrheit der Minderheit, oder umgekehrt?
Offensichtlich ist die „künstliche Schaffung“ eines Landes auch nicht dazu geeignet, dass es den Menschen jüdischer Lebensweise möglich ist, in Ruhe und Frieden zu leben. Viele sind derartig, nicht ohne Grund, hysterisiert, dass sie schon Verdacht schöpfen, wenn jemand die Hand in der Manteltasche hat. Was hat er da drin? Was läuft da schief, dass viele Menschen in Israel ständig in Hab-Acht-Stellung sind? Was macht das mit den Menschen? Sind die dauerhysterisiert? Wo sind die Ursachen zu finden, die möglicherweise schon sehr weit zurückliegen? Auch das müsste offen und ehrlich aufgearbeitet werden. Vielleicht liegt bei den Menschen jüdischer Lebensweise ein noch viel tiefer liegendes, uraltes Trauma vor, dass bis heute nicht aufgearbeitet wurde und daher immer wieder durchzudringen versucht?
Bewusst wird hier die Benutzung der Bezeichnung „die Juden“ vermieden, stattdessen wird die Umschreibung „Menschen jüdischer Lebensweise“ benutzt. Die Juden wäre auch schon wieder eine Verallgemeinerung. Unter ihnen gibt es so viele Strömungen. Unter anderem auch die Zionisten, die nicht zwangsläufig der jüdischen Lebensweise angehören müssen, dann die orthodoxen und ultra-orthodoxen Juden. Und da taucht dann die Frage auf, ob es nun eine Religion oder eine Weltanschauung ist, jüdisch zu sein?
Die Verallgemeinerung im 3. Reich war einer der vielen Fehler, die begangen wurden. Es war ein Fehler, alle Menschen, die der jüdischen Lebensweise angehörten, unter eine Generalverantwortlichkeit zu stellen, für etwas, das wohlmöglich von nur einigen, dafür aber massiven, treibenden Kräften, die dafür sorgten, dass bestimmte Handlungen und Vorgehensweisen, die aus diesen Kreisen stammten, dafür verantwortlich waren, dass alle in Misskredit geraten sind. Wenn es diese Kräfte gegeben hat, wäre es Aufgabe eines Staates gewesen, der als solcher anerkannt werden wollte, diese ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Es sei denn, er hätte gar kein Interesse daran, weil er in maßgeblichen Positionen genau aus solchen Kräften besteht. Keine Behauptung, sondern nur ein In-Erwägung-ziehen auch dieser Möglichkeit.
Es darf auch nicht vergessen werden, dass Hitler in den USA auf der Titelseite des Times-Magazins abgebildet war und anfänglich gefeiert wurde. Aus Unwissenheit, oder aus Bewunderung dafür, was er in kurzer Zeit bewerkstelligt hatte? Geschah das wirklich aus Verblendung oder aus Überzeugung? Das soll keinesfalls der Verherrlichung Hitlers dienen, aber die Kirche sollte man dennoch im Dorf lassen. Auch die USA sind nicht unfehlbar.
Wem ist bekannt, dass Hitler zu Anfang sogar von den Rothschilds finanziert wurde? Geschah auch das aus einer perfekten Täuschung heraus, oder eher aus der Überzeugung, in Hitler zu investieren, um dann mit ihm Geld verdienen zu können? Besonders dann, wenn es zu einem Krieg kommt?
Wer hat die Aufrüstung finanziert? Warum haben die Ford-Werke während des gesamten 2. Weltkriegs weiterproduzieren können? Welche Rolle haben die USA wirklich gespielt? Auch diese Frage währe doch interessant, einmal zu beantworten.
Das sind alles Fragen, die nichts beschönigen sollen, die aber gestellt werden müssen, weil bekanntlich die Geschichte immer von den Siegern geschrieben wird, in dem Fall maßgeblich von den USA, und die muss daher nicht zwangsläufig in allen Teilen stimmen. Es können auch durchaus Kräfte an der Geschichtsschreibung beteiligt gewesen sein, deren Spuren zu verwischen für das weitere Fortkommen des eigenen Landes von Vorteil sein könnten.
Im Ukraine-Krieg machen sich derzeit die USA wieder einmal einen schlanken Fuß und versuchen, den Schwarzen Peter Europa zuzuschieben und die europäischen Deppen fallen darauf herein. Wir ziehen uns zurück, aber unsere Waffen könnt ihr gerne kaufen. Wenn Elon Musk Starlink abschalten würde, wäre die Ukraine blind und es käme sehr schnell dazu, dass das Sterben in der Ukraine aufhört, was Trump ja immer so gerne fordert.
Alles hängt mit allem zusammen.
Ja, auch die USA müssen hier ihr Fett abbekommen. Die Epstein-Files zeigen, dass es enge Verbindungen zum Mossad gab, der Vater seiner Mitsatanistin Maxwell war Mitglied des israelischen Geheimdienstes und kam auf seltsame Weise ums Leben.
Das ist der Versuch darzustellen, wie eng Deutsche und Menschen mit jüdischer Lebensweise miteinander verbunden sind. Und dass auch die Menschen jüdischer Lebensweise in den USA maßgeblich an den Schrauben drehen. Die Traumata, die beide Menschengruppen erlitten haben, sind nie wirklich so aufgearbeitet haben, dass beide Gruppen sich von ihnen befreien konnten, weil auf keiner der beiden Seiten nie wirklich hingeschaut wurde, welchen Schaden die „gewöhnlichen“ Menschen davongetragen haben. Und weil die Menschen auf beiden Seiten etwas mit sich herumtragen, für das nur einige Wenige verantwortlich sind, auf der Seite der Deutschen sind einige zur Rechenschaft gezogen worden, auf der Seite der Menschen mit jüdischer Lebensweise gibt es keine bekannte Reflektion dessen, was man vielleicht selber dazu beigetragen hat, dass es so weit kommen konnte, wird diese Täter-Opfer-Rolle bis heute von denjenigen missbraucht, die die Geschicke der Menschen auf beiden Seiten glauben lenken zu können. Moral wird oft zur Meinungsmanipulation eingesetzt. Und mit ihr wird möglicherweise auch verhindert, dass man einmal die Fakten genauer unter die Lupe nimmt und sich traut, einmal wirklich richtig hinzuschauen.
Was ist es auf israelischer Seite anderes, als ein Ghetto, in dem die Menschen in Gaza mit hohen Mauern und der best bewachtesten Grenze eingemauert wurden? Ist es zu christlich gedacht: Was Du nicht willst das man Dir tu‘, das füg‘ auch keinem And‘ren zu? Wie können die Nachfahren der Menschen, die durch das damalige Deutschland ghettoisiert wurden, es fertigbringen, andere in einen Streifen Land einzupferchen?
Ist das auch antisemitisch? Es kann doch nicht sein, dass sich Israel alles erlauben kann und Deutschland erklärt Israels Sicherheit zur Staatsräson. Man muss doch differenzieren. Warum ist das bis heute nicht möglich?
Es wäre deshalb so wichtig, gerade hier zu differenzieren. Zwischen dem Staat, der Regierung, den wirkenden Kräften in der Regierung, den Kräften im Ausland, den Interessenvertretern, und innerhalb der Menschen zwischen denen, die das alles gutheißen und die, die dagegen sind, was in Israel „aufgeführt“ wird.
Man muss sich doch dagegen wehren, dass es Leute gibt, die eine Juden-Psychose entwickelt haben und ihnen verallgemeinernd die Schuld an allem geben. Es muss aber auch möglich sein, diejenigen zu kritisieren, die der Meinung nach, einen Weg eingeschlagen haben, der so nicht geht.
Seitens des deutschen Staates wird auf jeden Fall weiterhin verallgemeinert. Jegliche Kritik an Israel gilt als antisemitisch, was so einfach nicht stimmt.
Wenn von bestimmten Kräften auf der Seite der Menschen der jüdischen Lebensweise, teilweise hysterisch auf Sicherheit gepocht wird, dann gilt es zu differenzieren, worin wirklich eine Gefahr besteht und was ausgenutzt wird, wenn man sich davon einen Vorteil verspricht. Persönlichkeiten des jüdischen Lebens können nämlich nicht ausnahmslos heilige Unschuldslämmer sein, um einen christlichen Vergleich zu bemühen. Das anzunehmen verbietet schon die Logik. Und es muss möglich sein, dass offen sagen zu können.
Mann könnte sogar soweit gehen, dass wenn man diejenigen herausschälen würde, die für bestimmte Handlungen, eine heraufbeschworene Stimmung, verantwortlich sind, wäre eine Annäherung und wirkliche Versöhnung von Mensch zu Mensch möglich. Das schafft keine Regierung auf beiden Seiten durch „vertrauensbildende Maßnahmen“.
Es muss auch erlaubt sein, die Legitimation des Staates Israel in Frage zu stellen, wenn seit seiner Gründung, und schon davor, Kräfte in ihm wirken, die Gründe liefern, diese Legitimation immer wieder anzweifeln zu müssen. Sich als “auserkorenes Volk” über andere Ethnien glauben stellen zu können, erinnert leider auch an eine Ideologie aus den bisher dunkelsten deutschen Zeiten.
Wenn auf Seiten Israels gewollt wäre, dass es zu einer Zwei-Staaten-Lösung kommt, hätte es Jahrzehnte lang die Möglichkeit gegeben, diese Idee umzusetzen. Dass das bis heute nicht der Fall ist, lässt nur darauf schließen, dass dies nicht gewollt ist und nie gewollt war und in Zukunft auch den Plänen der Zionisten im Wege steht.
Stattdessen wäre es vielleicht an der Zeit, über eine Ein-Staaten-Lösung Palästina nachzudenken, in der Israel, in seinem heutigen Zustand aufgeht und eine paritätische Lösung gefunden würde, in der alle dort lebenden Ethnien nach ihrer Anzahl einen Verteilungsschlüssel für ihre Stimmen hätten, der verunmöglicht, dass die größte Ethnie stets mit ihren Forderungen durchkommt.
Der über Jahrzehnte geschürte gegenseitige Hass muss aufgelöst werden. Keiner der beteiligten Parteien hat sich während dieser Zeit mit Ruhm bekleckert, im Gegenteil. Und Deutschland könnte in der Tat etwas dazu beitragen: Es könnte eine vermittelnde Rolle einnehmen und immer wieder darauf hinweisen, dass sich das, was die eigene Geschichte aus macht, wenn auch in anderer Form, nie mehr wiederholen darf. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Es gibt Stimmen, die sprechen von einem Genozid. Das hieße ja, der Staat Israel, in dem die Nachfahren derer leben, die einen Genozid erlebt haben, führt gegen die Menschen, die in Gaza leben genau dasselbe aus. Das wäre doch irre, oder?
In Palästina war ein friedliches Miteinander möglich. Warum können nicht Verhältnisse geschaffen werden, damit das wieder möglich ist. Nötigenfalls eben auch mit der Auflösung eines vielleicht tatsächlich künstlich geschaffenen Staates, der immer nur wie ein Dorn im Fleisch wirken konnte, weil das das Wesen eines Dorns ist.
Zum Abschluss noch einmal in aller Deutlichkeit: Es geht hier weder um einen Generalverdacht, noch um eine Generalamnestie oder das Parteiergreifen für die eine oder andere Seite, nicht um Diffamieren oder Beschönigen, sondern um den Versuch zu differenzieren, innerhalb der Suche nach der Wahrheit in dieser ziemlich verzwickten Angelegenheit.
Es gibt viele Menschen, für die lange nicht alles so klar ist, wie man es ihnen versucht weiß zu machen. Daher muss ein Hinterfragen auch in dieser heiklen Angelegenheit möglich sein.
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
* (Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*
(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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(Bild von pixabay)