Mein Freund, der Baum – Berlin, wie es grünt und blüht

So lang noch Untern Linden…
Mein Freund, der Baum – Berlin, wie es grünt und blüht

Die Grün Berlin GmbH, ein Töchterinnenunternehmen der Stadt Balin, hat bereits 3500 baumologische Waldarbeiter.

Hinzu kommen jetzt noch 480 Baumaktivisten in dem neu gegründeten Baumamt, schon richtig, nicht Bauamt, sondern Baumamt, die dabei helfen sollen, dass es dem Senat gelingt, aufgrund der akuten Baummangellage, bis 2040, laut Baumgesetz, 240.000 neue Bäume zu pflanzen, weil alle 15 Meter ein gesunder Baum stehen soll.

Laut der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt gab es Ende 2025 439.348 sexy Straßenbäume in der Stadtzentrale für Unseredemokratie.

https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/stadtgruen/daten-und-fakten/stadtbaeume/

Für eine individuelle Betreuung der bereits vorhandenen Bäume fehlen jetzt nur noch 435.368 Staatsdiener, die je nach Standort, Bodenbeschaffenheit, Windflucht, Bewässerungsbedarf, Schnitt und Gestaltung des Blätterdaches für eine Wohlfühlatmosphäre unter den Linden und anderen Baumarten engagiert werden müssen.

Die nötige Einstellungswelle wird die Arbeitslosenzahl in Berlin auf einen ungeahnten Tiefststand bringen, und den Macheten-Fachkräften eine dauerhafte Dableibegenehmigung verschaffen, je nach Lebensdauer und Grünschnitt des Baumes, für den sie dann staatlich verordnet zuständig zu sein haben. Bei Verweigerung werden die Bezüge dann bis zu 3,00 Euro pro Monat reduziert.

Im Herbst werden erstmalig neue Laubbläser zum Einsatz kommen, deren bislang Ohrenkrebs erzeugende Motorgeräusche von einem Sound-Designer aus der Autoindustrie neugestaltet wurden. Fortan wird man nur noch das Vorbeifahren eines Ferraris hören.

Die zusätzlichen wenigen Tonnen von Laub werden vor den Toren der Stadt kompostiert, verstromt und in das Berliner Netz der U-Bahn eingespeist. „Untern Linden“ bekommt so eine ganz neue Bedeutung.

Die Regierenden begrüßen diese Aktion. Ist doch dann schon sehr bald für jeden ein Baum da, hinter den man sich verstecken könnte, falls es einmal einen Grund dazu geben sollte.

Auch das Abstellen von Sperrmüll wird viel bequemer werden, hat man doch nun alle 15 Meter etwas, woran man den alten Lattenrost mit dazugehöriger Matratze inklusive Nutzungsbeweis anlehnen kann.

Vielleicht sollte man auch an jedem Baum eine Steckdose anbringen, um zu überprüfen, ob der Hinweis auch stimmt, wenn da an einem Kühlschrank ein Zettel klebt, auf dem steht: „Funktioniert noch“.

Für die Hunde allerdings wird das ein Problem werden. Können Sie sich fortan gar nicht mehr entscheiden, an welchem Baum sie nun ihr Hinterbeinchen heben sollen. Aber es gibt doch sicher auch Hundepsychologen in Berlin. Die hätten dann auch noch mehr zu tun.

Je mehr man darüber nachdenkt, desto klarer wird, dass Berlin in kürzester Zeit allein dafür sorgt, dass es mit der gesamtdeutschen Wirtschaft wieder kräftig aufwärts geht.

Wegen der Überkapazitäten an Umwandlungsmöglichkeiten von CO2 in Sauerstoff durch den grünen Blätterwald, können weniger bewaldete Regionen mit den dann aus einigen Städten herausgerissenen Gasleitungen deren CO2-Ausstoß nach Berlin leiten, wo es ohne Rechnung in gesunden Sauerstoff umgewandelt wird. Und die Berliner Luft war ja immer schon etwas ganz Besonderes.

In den hippen Stadtteilen Berlins machen sich bereits kreative Architekten daran, urbane Baumhäuser zu entwerfen, was die Wohnungsknappheit in Berlin wesentlich verringern wird.

In verkehrsberuhigten Zonen werden lange, zertifizierte Seile an den Bäumen angebracht, mit denen sich die jüngeren Hippen, die sonst eher mit dem Lastenfahrrad unterwegs sind, auch mal auf kurzen Strecken schadstofffrei anders fortbewegen können.

Das macht dann Berlin noch sexyer, als es ohnehin schon ist. Mittelfristig soll das Seilsystem so ausgebaut werden, dass alle Geschäfte und Einrichtungen, Arztpraxen usw. innerhalb 15 Minuten erreichbar sein werden. Damit wären die einzelnen Seilschaften weitgehend autark.

Vom Sitz des regierenden Bürgermeisters aus, soll es eine eigens für ihn gepflanzte Baumreihe mit Seilen geben, die ihn direkt mit seinem Tennisplatz verbindet. Der muss ja ab und zu mal den Kopf frei kriegen, damit er nicht den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

Der Unserkanzler wird seine Hauptstadt nicht wiedererkennen, wie grün sie doch geworden ist, wenn er denn mal im eigenen Land zu Besuch ist.

Man befürchtet allerdings auch Gegenwind, denn die Opponative würde wahrscheinlich versuchen, mithilfe des Amts für Verhassungsschutz Berlin als gesichert extrem-grün einstufen lassen zu wollen.

In der Gesamtschau bietet ein Baum jedoch mehr Vorteile als Nachteile. Ganz nebenbei wäre auch der Beweis erbracht, dass eine Ansammlung von Bäumen noch lange kein Wald sein muss.

https://www.youtube.com/watch?v=ZkQk6a5sDsg

 

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

* (Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*

(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild von pixabay)


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