Summ, summ, summ, Bienchen summ herum

Drohnen für Deutschland (darf man das sagen?)
Summ, summ, summ, Bienchen summ herum

Die ehemaligen Reichswerke Hermann Göring, heute Rheinmetall, basteln an einer Drohne, die noch Schwierigkeiten bereitet, weil Ihre Programmierung in kyrillischer Schrift erfolgen soll, um optimal auf den bevorstehenden Angriff der bösen Russen, so um 2029 oder 2030, vorbereitet zu sein.

Laut der Berliner Zeitung ist die FV-104, die Faschisten-Vergeltungswaffe Nr. 104, bereits schon zwei Mal für mehrere Sekunden vom Boden abgehoben. Für ihre endgültige Flugtauglichkeit hat sie aber noch bis Ende April 2027 Zeit, bis dahin klappt das ganz bestimmt.

Weiter berichtet die Zeitung, dass sie derzeit leider noch nicht einmal für einen Aufblaspanzer gefährlich ist, der in sagenhaften 2 Kilometer Entfernung als Testziel mit Druckluft aufgeplustert wurde. Ob es sich bei dem Panzer um ein iranisches Exemplar handelt, wurde nicht berichtet.

Der Schaden an dem Schreckenspanzer scheint sich in Grenzen gehalten zu haben. Patrioten, die Deutschland kriegstüchtig machen wollen, haben sich nächtelang den Kopf zerbrochen und sind auf die Idee gekommen, man könne doch vorne an der Spitze eine handelsübliche Stricknadel anbringen, dann ginge dem Aufblaspanzer sicher die Luft aus und der Feind wäre in dem Fall jedenfalls schon mal besiegt. Bliebe jedoch noch das ungelöste Problem der Entfernung, aber da wird sich sicher auch noch eine Lösung finden.

Was den ballistischen Flug des lilienthalschen Flugapparats betrifft, so könnte vielleicht Goethes „Der Fischer“ helfen: „Halb zog sie ihn, halb sank er hin.“

Dann soll die fast schon fliegende Vergeltungswaffe auch noch zu laut sein. Auch hier gibt es Abhilfe. Die niedergehende Autoindustrie hat doch sicher schon bereits Sound-Designer freigesetzt. Die könnten daran tüfteln, dass die FV-104 tatsächlich wie eine Drohne klingt. Sssssssssss….., oder so ähnlich.

Vielleicht sollte man auch einen neuen Ingenieur engagieren, denn Willi ist ja eher dafür bekannt, die Geschwindigkeit drosseln zu wollen. Wer kennt nicht seine Bitte: “Maja, flieg nicht so schnell!“

Auch die geringe Leistung der Batterien könnte man schnell beheben, wenn man nur die richtigen einbauen würde, also die vom Duracell-Männchen.

Da es sich derzeit noch um die Geburt eines Albinos handelt, der dann doch beim Herumsummen in Wald und Flur zu auffällig wäre, streitet man sich laut interner Quellen derzeit darüber, ob man den Vergeltungsflieger nun des Umfangs nach mit gelb-braunen Streifen oder in schwarz-rot-gold anmalen will. Erstere Verfechter sind für einen der Natur angepassten, natürlichen Anstrich mit abbaubaren Farben aus pflanzlichen Rohstoffen und zweitere argumentieren damit, dass ein eindeutiges Zeichen gesetzt werden muss, damit alle Welt erkennt, dass Deutschland wieder wer ist und sich schließlich auf die Fahne geschrieben hat, wieder stärkste konventionelle Kraft in Europa werden zu wollen.

Aber auf dem Power-Point-Bildschirm fliegt sie schon recht gut, was Hoffnung macht, wo sich Deutschland ja besonders gut in der Wissenschaft mit Modellrechnungen und gesicherten Annahmen auskennt, sei es in der Corona-Inszenierung oder beim klimagemachten Menschenwandel.

Fast vergessen, die Wunderwaffe heißt übrigens „Raider“, was nichts mit dem später in „Twixx“ umbenannten Schokoriegel zu tun hat. „Raider“, mit rollendem Errrrrr, ist fränkisch und heißt nichts weiter als auf hochdeutsch Reiter.

Und wo ein Reiter ist, ist auch ein Ritter nicht weit und eine Kokosnuss schon gar nicht.

Die bisherige Erfolgsstory reiht sich ein in die erfolgreiche Deindustrialisierung Deutschlands, mit dem Ziel Wand. In dem Fall sogar sehr positiv, denn die Mehrheit der Deutschen will gar keinen Krieg, obwohl doch so fleißig darauf hingearbeitet wird.

Es gibt auch noch Mitbewerber, die Firma Helsing, die großzügig vom Spotify-Gründer Ek unterstützt wird und die Firma Stark, die den Palantir-Milliardär Peter Thiel als Kassenwart hinter sich wissen darf. Die beiden Startups haben allerdings nur Zeit bis Ende September 2026. Obwohl deren Entwicklungen preiswerter wären, hat man sich entschlossen Rheinmetall einen zeitlichen Vorsprung von fünf Monaten zu geben, weil Geld ja bekanntlich in Deutschland aufgrund der sprudelnden Steuereinnahmen keine Rolle spielt.

Vorteil des Hermann-Göring-Werk-Modells zum Stückpreis von etwa 120.000 Euro wäre, dass man einzelne Komponenten während eines Energie-Lockdowns im Home-Office herstellen könnte. Der Vorstand in Düsseldorf-Rheinmetall hat bereits Kontakt zu einem bekannten Schoko-Hasen- und -Nikolaus-Hersteller aufgenommen, um zu Christi Himmelfahrt kleine, süße, glitzernde, in Stanniol-Papier eingewickelte Schoko-Drohnen herzustellen, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu steigern.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk dreht derzeit einen staatlichen Werbespot mit einer in der ganzen Welt bekannten und hochgeschätzten Waffenlobbyistin, die mit ihrer sympathischen Art viele junge Männer für den Besuch eines Karrierecenters der Bundeswehrmacht motivieren möchte, wo sie sich in einem Drohnen-Simulator unter realen Bedingungen an neuen Ballerspielen erfreuen können.

Glorius Pistorius, widewidewitt, juchheirassa!

 

 

 

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild von pixabay)


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