Zurück auf Los?

Warum es in den Enquete-Kommissionen und Untersuchungsausschüssen wenig vorwärts geht
Zurück auf Los?

Ausgangspunkt: Es gab ein Virus, das von Menschenfreunden und Institutionen mit verschiedenen Interessen gehypt , und so von vorn herein nicht angemessen in seiner Gefährlichkeit eingestuft wurde. Das Corona-Virus als solches gibt es allerdings schon länger.

Das löste bei den Politikern den Impuls aus, sie müssten die Bevölkerung vor einer herannahenden, tödlichen Bedrohung schützen. Eine redliche, ehrliche und verantwortungsvolle Absicht kann bei den Politikern, zu diesem Zeitpunkt, noch nicht einmal in Frage gestellt werden, berücksichtigt man, dass vor allem die Berufspolitiker unter ihnen, heute weitgehend bildungsfrei, oft ohne abgeschlossene Ausbildung, über wenig Alltagserfahrung und charakterliche Eignung verfügen. Letzteres bezieht sich allerding auf die Allermeisten jeglichen Alters.

Dieser Impuls löste Überlegungen zu Vorgehensweisen aus, die ganz individuell, je nach persönlichem Charakter, Wissenshintergrund, Angstpegel und Sachzwängen unterschiedlich ausfielen. Das alles geschah innerhalb einer Hierarchie, in der Zuständigkeiten und bürokratische Vorgänge recht klar geregelt sind. Inklusive der Möglichkeit, eine einmal gefällte Entscheidung auf die nächsthöhere, vorgesetzte Ebene schieben zu können, bis sie schließlich irgendwann im Nirvana verschwindet, mit dem Ergebnis, dass es am Ende niemand gewesen ist.

An der Spitze der Hierarchie einige wenige Unantastbare, die nach Außen den Kopf hinhalten, Verantwortung übernehmen, wohlweißlich, dass ihnen aufgrund ihrer Immunität so gut wie nichts rechtlich passieren kann. In diesem Punkt wird Regieren leicht gemacht, wenn man sich nicht vor den Konsequenzen zu fürchten hat.

Diejenigen an der Spitze der Heereskriegsleitung im Kampf gegen das Virus, die die Zügel in der Hand hielten, sahen es als ihre Aufgabe an, aus der Summe der Vorschläge und Möglichkeiten etwas zu zaubern, und dem Volk zu verkünden, was als das Maß aller Dinge auserkoren wurde. Um die Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, berief man sich auf wissenschaftliche Studien und Modell-Hochrechnungen, vor allem auf die, die nach eigenem Ermessen getroffenen Entscheidungen besonders gut unterstützten.

Kritische Stimmen wurden schon zu Anfang von der einmal beschlossenen, offiziellen Version der Vorgehensweise ferngehalten bis unterdrückt, um dem Volk das Gefühl einer eindeutigen, staatlich geprüften Methode zu vermitteln. Warner hätten den Prozess nur verlangsamt, schließlich war höchste Eile geboten, da war keine Zeit für Debatten und Für und Wider, es musste schnell gehandelt werden, schließlich stand der Bestand des gesamten deutschen Volkes vor der Ausrottung durch ein Virus.

Es saß die Angst im Nacken. Wenn man nicht umgehend etwas unternehme, könnte es aufgrund der Unkenntnis über das Virus zu einer Katastrophe kommen. Panik und Aktionismus ersetzten hier den gesunden Menschenverstand und ein bedachtes Vorgehen. Einmal mehr zeigte sich, das Angst kein guter Ratgeber ist.

Die Panik bei den Entscheidern übertrug sich auf die willfährige Berichterstattung, die so ins ganze Land hinausgetragen wurde. Der Panik-Modus war aktiviert. Statt beruhigend auf die Menschen einzuwirken, das Gefühl zu vermitteln, man habe die Lage im Griff, überschlug man sich im Senden von Panikbildern, wie beispielsweise die von „Bergamo“. Die sind bis heute bei vielen noch als das Synonym für die bevorstehende Apokalypse, auf Lebenszeit in die Gehirne eingebrannt, obwohl die vermittelte Aussage, „Das große Sterben geht los!“, mittlerweile widerlegt ist.

Unterstützt auch von Personen, die in der Öffentlichkeit bekannt sind, die endlich die Gelegenheit hatten, ihre sadistische Ader auszuleben, zu zeigen, was für miese Seelen in ihnen wohnen und wessen Geisteskind sie sind.

Mit möglicherweise sogar gut gemeinten, aber nicht gut genügenden Absichten begonnen, wurde der Karren so tiefer und tiefer in die Grütze gefahren.

Wenn man sich nur ein Mal schon zu Anfang beim Zuknöpfen vertan hat, setzt sich der Fehler bis zum Ende durch.

Die weitaus stärkste Fähigkeit von Politikern, die geradezu Voraussetzung für eine erfolgreiche politische Karriere ist, ist das Lügen. Statt charakterlich in der Lage zu sein, einen begangenen Fehler dem Volk einzugestehen, und in dem Fall wirklich einmal zu erklären, wie es zu all den Absurditäten während der Corona-Finsternis kommen konnte, führt dieses Unvermögen heute dazu, dass sich die Entscheider selbst so tief in die Lüge begeben haben, dass es für sie nur noch eine einzige Möglichkeit gibt, und die ist weiter zu lügen, wenn nötig abzustreiten, oder sich gar nicht mehr erinnern zu können. Hinzu kommt, dass es einigen durchaus bewusst sein könnte, wie groß die Lüge ist, und welche Konsequenzen es hätte, wenn sie zugegeben würde. Diese Personen scheinen sich am Ende doch nicht ganz so sicher zu sein, wie weit das System in der Lage ist, sie vor dem Übernehmen von Verantwortung zu schützen. Vielleicht haben sie auch nur ganz triviale Gründe, zum Beispiel den, dass sie sich doch recht wohl an dem Ort fühlen, an dem sie leben, und diesen samt Familie gar nicht gerne in ein Land verlegen würden, an dem man sie nicht kennt.

Die totale Lüge hat jedoch insofern nicht vollständig funktioniert, als dass ein Anteil von vielleicht 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung ziemlich von Anfang an die tagesaktuellen, neuen Erkenntnisse bis zum heutigen Tag verfolgen. Viele an ihrer Gesundheit Interessierte sind hierdurch selbst zu „kleinen Medizinern“ geworden. Sie benutzen seitdem medizinische Fachbegriffe, wie z. B. Endothelzellen oder Furinspaltstelle innerhalb ihres alltäglichen Sprachgebrauchs wie selbstverständlich. Ob die Mehrheit der Politiker wissen, wovon das Volk redet, wird hier besonders gut deutlich.

Hierdurch ist ein Wissensunterschied von inzwischen rund 6 Jahren entstanden, von dem die Entscheider entweder nicht die Absicht haben, diesen aufzuholen oder dazu gar keine Notwendigkeit sehen, weil ihr Weltbild ja, felsenfest davon überzeugt, so stimmt, wie es ist.

Nur ein aktuelles Beispiel: Herr Dünow in der Enquete Brandenburg hält es nicht für nötig, die veröffentlichten RKI-Protokolle, als Vorbereitung auf die Sitzung, aufmerksam zu lesen.

So entsteht die Situation, dass die von Anfang an kritische Seite, an dieser Stelle sei sie beispielhaft die Hochleistungsmathematiker genannt, sich mit Anfängern in den Grundrechenarten austauschen muss, die keine Ahnung hat, wovon überhaupt die Rede ist.

Man könnte auch sagen, einer spricht Kiswahili, der andere das nur noch selten gesprochene Niederpreußisch.

Es herrschen also die denkbar ungünstigsten Bedingungen für eine gegenseitige Verständigung, die noch zusätzlich dadurch verstärkt wird, dass die Gesprächspartner unterschiedliche Interessen vertreten:

Die einen wollen, dass die Wahrheit auf den Tisch kommt, die anderen wollen, dass die Wahrheit so weit als möglich unter den Teppich gekehrt wird.

Diejenigen, die sich der Wahrheit verpflichtet haben, machen den Fehler, dass sie mit komplizierten Formeln mit mehreren Klammern rechnen, während die andere Seite noch nicht einmal in der Lage ist, untereinander zu dividieren.

Sie haben nicht erkannt, dass ihre Gegenüber ihnen eigentlich abverlangen, bei den Maikäfern anzufangen, das wiederum weder wollen, noch zugeben können. Das wäre jedoch die geeignete Methode, ganz langsam und allmählich Wissen aufzubauen.

Man kann mit diesen „Ahnungslosen“ (ob bewusst oder tatsächlich, sei nebenbei auch noch dahingestellt, weil nicht eindeutig zu klären) nicht über falsche Krankenbettenbelegungszahlen reden, wenn nicht vorher erst Einigkeit in der Einsicht besteht, wie diese durch staatliche Anreize zur Vorhaltung von Intensivbetten überhaupt erst zustande kommen konnten. Das nur als ein Beispiel dafür, dass die Basics zuallererst geklärt werden müssten, bevor man sich überhaupt an den großen Zusammenhang heranwagen könnte.

Man kann einigermaßen entsetzt darüber sein, dass diese Notwendigkeit nicht erkannt wird.

Dem RKI-Robert Koch Institut, kann man in weiten Teilen zugestehen, dass es seinen Job ordentlich gemacht hat. Es gibt reichlich Beispiele dafür, dass bei deren Addition von 1 + 1 tatsächlich 2 herauskommt, was der Wahrheit entspricht. Was nutzt das jedoch, wenn von der übergeordneten Behörde, dem Gesundheitsministerium erlassen wurde, das 3 herauszukommen habe, weil man es nun einmal so beschlossen hat.

Weisungsgebunden, wie man nun mal ist, hat man sich als braver Staatsdiener den Anweisungen von oben gefügt „Wenn die das so sagen, dann müssen wir uns unterordnen.“ Als pflichtbewusstes RKI mit staatstreuen Beamten hätte das RKI remonstrieren müssen, hat es aber nicht. Warum? Angst vor Jobverlust? Sachzwänge? Karriereknick? Das RKI hat übrigens auch schon einmal in den noch vorläufig dunkelsten Zeiten Deutschlands unrühmliche Geschichte geschrieben.

Man kann sich sogar vorstellen, dass Herr Wieler Bauchschmerzen gehabt hat, als er die „berühmt“ gewordenen Worte in der Bundespressekonferenz aufsagen musste: „Diese Regeln werden wir noch monatelang einhalten müssen. Die müssen also Standard sein. Die dürfen nie hinterfragt werden.“ Mit letzterem wurde dem dummen Volk quasi vom großen Papa der Mund verboten: Halt dich geschlossen, wenn Erwachsene sich unterhalten, du hast eh keine Ahnung. Noch drastischer ausgedrückt: Friss oder stirb!

Hätte er sich geweigert derartigen Unsinn zu verkünden (vorausgesetzt, er hätte ihn als solchen angesehen), dann hätte er sofort danach zur Agentur für Arbeit (auch so eine Schönrederei wie Sondervermögen) gehen und sich Arbeit suchend melden können.

Das derartige Abhängigkeiten in einer sogenannten Demokratie überhaupt möglich sind, zeigt doch nur all zu deutlich, dass etwas mit dem freiheitlich-demokratischen System nicht stimmen kann. Und weil etwas nicht stimmt, soll es wohl derzeit aktiv in eine Unseredemokratie überführt werden, damit nur die Kutsche, aber nicht die Rösser gewechselt werden müssen.

Insofern haben die Geschehnisse der jüngeren deutschen Geschichte auch etwas Gutes, zeigen sie doch, wie anfällig das derzeitige System ist, das sich immer mehr als eine Demokratie-Simulation oder auch Fassaden-Demokratie herausstellt.

Liegt genau hier der Knackpunkt? Eine ehrlicher, rechtstaatlicher Aufklärungs- und Aufarbeitungswille der im System Befindlichen, in Bezug auf die Corona-Finsternis, würde die Schwachstellen aufzeigen und dringenden Verbesserungsbedarf erzeugen. Den will man jedoch unter allen Umständen vermeiden, weil der auch nicht ohne Konsequenzen für die in ihm verhafteten Profiteure wäre, die das System, so wie es jetzt ist, mit aller Kraft und, durch aus deren Sicht verständlichem Eigennutz, am Leben erhalten wollen.

Und noch ein wichtiger Aspekt kommt hinzu: Der Zeitfaktor.

Die Seite der Systemlinge spielt grundsätzlich auf Zeit. Je länger die Corona-Finsternis her ist, desto schwieriger wird es, einen zeitlichen Zusammenhang mit kommenden Erkrankungen herstellen zu können.

Der Zeitfaktor spielte aber von Anfang an eine wichtige Rolle. Während zu Beginn der Finsternis von offizieller Seite zu sehr auf die Tube gedrückt wurde, wodurch wichtige Dinge übergangen oder gar nicht erst gesehen wurden, gesehen werden wollten, was bei einem besonnenen Vorgehen nicht der Fall gewesen wäre, weil man in eine ungewisse Zukunft hineinplanen und entscheiden musste, wird von Seiten der nach Wahrheit Strebenden jetzt zu sehr auf die Tube gedrückt, um in dem von tatsächlich vorhandenem besseren Wissen derartig unter Druck stehenden, rappelvollen Kessel schnellst möglich Dampf abzulassen, was verständlich ist, so aber auch nicht in die Vergangenheit hinein funktioniert. (Was für ein ellenlanger Satz, sorry).

Und Druck erzeugt immer Gegendruck. (schon besser)

Vielleicht wäre es besser, erst darum bemüht zu sein, ein Umfeld zu schaffen, in dem zunächst die Bereitschaft erzeugt wird, überhaupt erst einmal Grundbegriffe zu klären und sich darüber zu unterhalten, damit man wenigstens schon einmal eine gemeinsame Sprache spricht. Man sollte sich darauf einigen, dass man mit demselben Alphabet arbeitet. Erst dann könnten die ersten Wörter gebildet werden und daraus dann später ganze Sätze.

Wie man jemandem, der sich absolut sicher ist, das Abitur ohne Vorkenntnisse problemlos zu schaffen, davon überzeugen kann, dass er tatsächlich erst im 1. Schuljahr ist, löst allerdings große Ratlosigkeit aus.

Wenn eine politische Klasse, die teilweise heute noch in Entscheidungsverantwortung ist, mit Corona einmal falsch, aber dafür richtig falsch abgebogen ist, dann ist es kein Wunder, dass alles daraus resultierende nur ein unendlich zu sein scheinendes Ausmaß an weiteren Absurditäten erzeugen kann, die inzwischen alle Bereiche, die einen funktionierenden Staat ausmachen, vergiftet haben, bis zu der Tatsache, dass aus einer Lieferung von 5000 Helmen, mit entsprechender herbeigeredeter Kriegshysterie, Deutschland heute zur Kriegspartei geworden ist. Nur mit Worten haben es Kompetenznullen geschafft, ein Phantom-Feindbild, den Russen, zu erzeugen, obwohl es von dieser Seite keinerlei Anlass gibt, ihn als Feind betrachten zu müssen. Das muss man auch erst einmal hinbekommen, mit dem Stock in einem Wespennest herumzustochern, und sich dann wohlmöglich auch noch darüber wundern, dass man gestochen wird, und dann noch zu sagen: „Siehst du, ich hab doch immer gesagt, das Wespen stechen!“ Derartige Provokationen haben den „Charme“ von Landesverrat, denn es ist erklärtes Ziel von Deutschland, dass von ihm nur noch Frieden ausgehen soll. Es ist gar nichts dagegen einzuwenden, wenn sich ein Land verteidigen will, doch dazu sollte es vielleicht zunächst erst einmal einen Grund geben. Den gibt es so nicht! Aus den Lehren der deutschen Geschichte, die verantwortungslose Eskalations-Experten schlichtweg ignorieren, kann eine kriegerische Aktion auf deutschem Boden entstehen, und die kann ganz Europa mit in den Abgrund ziehen. Dass auch das nichts Neues ist, prallt jedoch an den in Teflon-Lack gebadeten Kriegsheraufbeschwörenden wirkungslos ab.

Das ist genau das Gegenteil von dem, der in die Hände geklatscht hat, und als er gefragt wurde, warum, sagte, dass er die Elefanten vom Platz vertreibe. Worauf der Fragende antwortete: Aber hier sind doch gar keine Elefanten! Worauf der Klatschende antwortete: Siehste!

Vielleicht ist es tatsächlich an der Zeit, dass an Deutschland erneut ein Exempel statuiert werden muss, damit wenigstens die umliegenden Staaten zur Vernunft kommen und erkennen, dass es auch offiziell an der Zeit ist zu sagen, dass Russland nicht unser Feind ist. Wenn Deutschland schon zu doof dazu ist, dann redet doch wenigstens ihr mit dem Russen und nähert euch wieder an.

(Auch, wenn es hier überwiegend um ein ganz anderes Thema geht, ein Zusammenhang ist schon gegeben, und es kann gar nicht oft genug bei jeder möglichen Gelegenheit davor gewarnt werden, wie weit die deutsche Großmannssucht schon wieder vorangeschritten ist.)

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(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

 

(Wem meine Artikel gefallen, bitte teilen. Und ich wehre mich nicht gegen eine Satoshi-Unterstützung nach eigenem Ermessen. Danke!)

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild von pixabay)


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