Die neue Quasselstrippe der Nation

Die Älteren werden sich noch an die Quasselstrippe Gisela Schlüter erinnern. Jetzt gibt es eine Nachfolgerin!
Die neue Quasselstrippe der Nation

Ihr Debut gab sie neulich bei ungeskriptet by Ben. Nicht als billige Kopie der der deutschen Sprache mächtigen Kabarettistin und Schauspielerin, nein, sie hat ein neues Format als politische Ulknudel entwickelt, in der sie sich auch selbst karikiert.

Ihre Hörgenüsse würzt die ewig sprudelnde Textbausteingeneratorin mit einem offensichtlich nicht behandelbaren S-Sprachfehler und einem E-Zwang, fast an jedem Ende eines jeden so gehaltvollen Satzes.

Manche sehen ihren Auftritt als mutig an, manche deuten ihn als Beweis für absolute Schmerzfreiheit.

Mutig auch ihr Sommerlook, die Spaghetti-Träger betonen ihre zarten Schultern sehr. Raffiniert auch das Dekolleté, das ein wenig an den Auftritt von Mutti bei den Wagner-Festspielen erinnert, mit dem möglicherweise bewirkt werden sollte, dass die zwei Augen des Moderators auf ein anderes Paar, leider erfolglos, lenken sollte, um vielleicht nicht so genau auf den Inhalt zu hören, von dem es tatsächlich nicht ganz so schlimm gewesen wäre, wenn man ihn nicht gehört hätte. Das lange Haar im Dekolleté-Bereich abgelegt, lockte das Begehren hervor, ein wenig durch die Haarpracht nackte Haut entdecken zu wollen, bei denen, die dafür empfänglich sind. Pragmatische Mütter, immer gerade heraus, würden wahrscheinlich fragen: „Haste nix anständiges zum Anziehen gehabt?“

Doch halten wir uns nicht zu sehr an Äußerlichkeiten fest, niemand hat sich selbst gemacht. Es sind die inneren Werte, die zählen, die inneren Werte und der Gehalt dieser in Weisheit getränkten, lebenserfahrenen Ex-Aushilfspolitikerin, die brav ein paar Narrative auswendig gelernt hat und diese Bausteine blitzschnell zu immer neuem Unsinn zusammenfügen kann. Damit kann man im heutigen Deutschland bis in den Bundestag gelangen. Das nennt man wohl einen positiven Aufstieg bei negativer Qualifikation. Aber bitte kein Neid, das ist ja kein Einzelfall.

Wie der Moderator diese Kaskade an staatlich-geprüften Selbstbeweihräucherungsabsonderungen ohne vorherige Sedierung ausgehalten hat, grenzt an ein Wunder. Aus gut unterrichteten Kreisen wurde bekannt, dass er, nach dem der überquellenden Schwall an, was auch immer, zu Ende war, umgehend in den nahen Wald gerannt ist und gar nicht mehr mit dem Schreien aufhören wollte.

Offen bleibt die Frage, wo man Schadensersatz beantragen kann, wenn ein derartig geballter, gequirlter Mist aus einem einzigen Menschen schier unerschöpflich herausblubbert und es keinen Aus-Schalter gibt.

Vielleicht ist das sogar ein Fall von psychischer Folter, die vor einen Gerichtshof gebracht werden müsste. Doch daran hapert es derzeit wohl auch.

Sich unbeirrt in ein solches Interview zu begeben, hat nichts mit Mut zu tun oder dem Wunsch aus der eigenen Blase in einen Dialog mit der anderen Blase zu kommen, sondern zeugt von einem sehr dicken Fell, das es einem ermöglicht, so sehr von dem überzeugt zu sein, was man da so von sich gibt, dass ein Kontakt mit der Realität auf Jahre hin völlig ausgeschlossen bleibt.

Unvergesslich auch das Video, in dem die Abgenommene, in der ebenfalls dringend kriegstüchtig zu machenden Deutschen Bahn (Wir fahren bald auch im Stundentakt an die Ostfront) sitzt, berichtet, dass sie George Orwells „1984“ gelesen hat, es sogar bedrückend findet, aber nicht versteht, dass es sich hierbei nicht um eine Bedienungsanleitung für die Umgestaltung Deutschlands handelt.

Benseidank für dieses einmalige Zeitdokument, und die Geduld, die er bewiesen hat.

Was bleibt übrig: Es erschreckt einen zu Tode, wenn man sich vorstellt, dass noch mehr von diesen erlesenen Geistesgrößen im Parlament saßen und immer noch sitzen, die der Ansicht sind, die Geschicke Deutschlands leiten zu können.

Aus dem Land der Denker und Dichter ist eben ein Land der Deppen und Doofen geworden. Aber auch das wird sich wieder ändern, in einer anderen Zeit, in einer anderen Dimension, in einem anderen Weltall. Nur Geduld!

 

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

 

(Wem meine Artikel gefallen, bitte teilen. Und ich wehre mich nicht gegen eine Satoshi-Unterstützung nach eigenem Ermessen. Danke!)

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild von pixabay)


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