„Wer regiert Deutschland wirklich?“
Vielleicht sind es gar nicht die Politiker, die Institutionen, der Soundso-Komplex, die Macht, das Geld, die Medien, sondern der Zeitgeist, der vielen, die in einem der vorgenannten System-Bereiche tätig ist, das Denken vergiftet hat. Ein Fisch ist sich nicht bewusst, dass er von Wasser umgeben ist. Genau so verhält es sich mit einem Dogma. Wenn man selber darin gefangen ist, erkennt man nicht, dass man sich in ihm bewegt.
Anlass zu diesem Text ist das hier verlinkte Interview auf dem Youtube-Kanal von Marc Friedrich, denn in diesem Panel sind hochinteressante Beobachtungen zu machen. https://www.youtube.com/watch?v=fnJKu-0c12A
Zunächst von den Inhalten abgesehen, wurde hier ein respektvoller Austausch gelebt, gelegentlich auch etwas hitzig, was dazu gehört, aber immer auf einem gegenseitig respektvollen Niveau. Das war kein Grillfest, sondern ein Dialog zwischen zivilisierten, kultivierten Menschen, die wissen, wie man sich benimmt. Sozusagen ein Anti-Lanz-Format, mit dem Unterschied, dass dieser System-Moderator für seine oft asozialen Moderationen, mit dem Verhältnis 3 gegen 1, einen Haufen Zwangsgebühren erhält, hingegen die Moderatorin Kosubek für diese propagandaferne Leitung der Gespräche sicher keine Schubkarren voll Geld nach Hause fahren muss.
Was die Argumente von Frau Guérot, Frau Petry, Frau Cotar und Herrn Mannhart betreffen, so kann man bei jedem Teilnehmer an diesem Panel Aussagen finden, die man unterschreiben könnte, und auch solche, die man durchaus als jenseits von Gut und Böse einordnen kann.
Problematisch, das gilt für alle, dass sie sich weiterhin innerhalb der Möglichkeiten des bestehenden Systems bewegen und die Argumente aus ihm selbst heraus vorbringen. Die grundsätzliche Systemfrage wird von keinem von ihnen auch nur ansatzweise gestellt.
Niemand verlangt derzeit den Vorschlag für eine umsetzbare, praktikable Lösung, da herrscht überall noch weitgehende Ratlosigkeit. Ein Anfang wäre es jedoch gewesen, überhaupt erst einmal nur die Frage zu stellen, ob es sich noch lohnt, das bestehende System retten zu wollen, auch die Frage zu stellen, ob es denn überhaupt noch zu retten ist, ohne, das gleich schon ein Retter oder etwas Rettendes konkret vorgeschlagen werden kann.
Falls die Erkenntnis entsteht, da ist nichts mehr zu retten, könnte man das Herunterfahren auf Null, das möglicherweise ja schon in vollem Gange ist, bewusst wahrnehmen und dabei zusehen, wie es geschieht. Vielleicht ist ja ein Ground Zero nötig, damit endlich etwas Neues entstehen kann, vielleicht sollte man wirklich besser vom Gaul absteigen, wenn er tot ist?
Ja, da entstünde ein Vakuum, eine Leere, die gefüllt werden müsste, das kann Angst machen, aber vielleicht ist ja ein Ende mit Schrecken tatsächlich besser, als ein Schrecken ohne Ende?
Und der Schrecken muss sich noch nicht einmal in einem Krieg ausdrücken müssen.
Zurück zu den Beteiligten: Vielleicht wäre es gut, sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass es wohl niemanden gibt, der alle dort geäußerten „gescheiten“ Aussagen, in einer Person vereint.
Interessant wäre es gewesen, den Austausch ein anderes übergeordnetes Thema zu geben. Nämlich die Überlegung, ob und wie Deutschland die treibende Kraft werden könnte, eine militärisch neutrale Union des deutschsprachigen Kulturraums zu schaffen, bestehend aus der Schweiz, Österreich und Deutschland.
Allein die Vorstellung, wie das gestaltet werden könnte, welches Signal davon in die Welt ausging, wie man dadurch in vielen Bereichen die Luft herauslassen würde, wie bestimmte Bereiche plötzlich obsolet werden würden, würde einen Zeitgeist entfalten, der den jetzigen tatsächlich von einer Dystopie in eine Utopie verwandeln würde, dem sicher viele Menschen aufatmend folgen würden. Endlich würde Frieden wieder das Streben bestimmen, und eine positive Zukunft wieder erreichbar erscheinen.
Vielleicht ist das eine Anregung für ein nächstes Panel?
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
(Wem meine Artikel gefallen, bitte teilen. Und ich wehre mich nicht gegen eine Satoshi-Unterstützung nach eigenem Ermessen. Danke!)
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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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(Bild von pixabay)
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