Master of Desaster
Auf den Februar 2025, in dem auch Wahlen abgehalten wurden, folgte der Merz in zweitem Anlauf. Das hätte schon zu denken geben können.
Man dachte, nach Merkel und, wie hieß er gleich noch mal, könnte es gar nicht schlimmer kommen. Doch, wir haben gelernt: Schlimmer geht immer.
Man hat das Gefühl, der Bundeskan-nesnicht-zler schreitet jeden Tag einen riesengroßen Park ab, um auch noch das kleinste Pflänzchen einer Hoffnung auf Besserung persönlich zu zertrampeln.
Denkt man, jetzt könnte tatsächlich mal was Gescheites kommen, kommt nix, außer der Botschaft: Ich kann dazu kein Wörtchen sagen, da muss ich erst den Klingbeil fragen.
Zu den allermeisten Worthülskombinationen vor der Wahl, gibt es inzwischen eine gegenteilige Aussage, der wenige Rest wird sicher noch sehr bald vervollständig werden.
Man kennt solche Typen noch aus der Schule: Die reden super-schlau daher und instinktiv weiß man, dass sie nicht die geringste Ahnung haben von dem, was sie da von sich geben.
Ein Nachdenken über einen Rücktritt - unmöglich, das würde Selbstreflexion voraussetzen, die hat man ihm vermutlich bei Blackrock gehörig ausgetrieben. Wenn einer „Rücktritt“ sagt, hört der Unserbundeskanzler immer Fortschritt und lächelt zustimmend.
Reformen nimmt er wörtlich, in Reform steckt re für zurück und formare für bilden, also zurückbilden, und nicht nur rückwärts, sondern auch abwärts geht es ja mit Deutschland ganz tüchtig.
Mit dem bereits abgewählten Dings, das auch nicht besser war, hat er sich noch schnell eine Sondergelddruckmaschine ins Büro gestellt, bei der Lieferung kam statt einer Tasse mit Bonbons auch noch die Gratis-Anleitung für eine Sonderinterpretation der Realität.
Es ist fast unmöglich, alle seine Aussagen zu sammeln, die mittlerweile gefühlt täglich in einer Unzahl aus seinem Inselhaar gekrönten Haupt hervorsprudeln, weil man vor lauter Kopfschütteln gar nicht mehr richtig beim Schreiben auf den Bildschirm schauen kann.
Kontinuierlich arbeitet er an einer Deeskalation irgendwelcher Friedensaussichten und sitzt fest im Sattel auf dem Ochsen, der den von den USA gestellten Karren zieht. Deutschland und Russland dürfen nicht zusammenkommen, sonst sind wir nämlich wirtschaftlich endgültig erledigt, und wir werden alles tun, um das zu verhindern. Und so eine Rohrsprengung ist schnell gemacht, wie man sieht. Wenn er den Inhalt des Schwurs, in dem auch „…seinen Nutzen mehren…“ vorkommt, verstehen würde, dann müsste er anders handeln, tut er aber nicht. Er bringt das Land nicht voran und geht auch nicht, damit es andere für ihn tun könnten. Er hat sich wie eine Zecke im Fell festgesogen, und da kriegt ihn keiner weg.
Der Möchtegernkanzler denkt groß. Deutschland muss sich opfern und stärkste konventionelle Kraft in Europa werden, wenn man sich diesbezüglich schon nicht mehr auf die USA verlassen kann. Er könnte ja auch sagen: Fein, dann bitte der Rest auch noch ab nach Hause und wir werden neutral. Ist viel billiger, als Panzer, die gar nicht mehr zeitgemäß sind, und Laserkanonen, für die es noch gar keine Schiffe gibt, und Flugzeuge, die wegen Interessenkonflikten gar nicht gebaut werden können, und jungen Deutschen, die gar keinen Bock haben und keinen Grund sehen, für ein verrückt gewordenes Land ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Aber nein, vorwärts immer, rückwärts nimmer. Wir werden Russland, nötigenfalls auch alleine, niederringen, beim dritten Mal wird es sicher klappen, denn jetzt bin ich der Kanzler, und meine Worte sind die schlimmste Waffe, die je gegen Russland eingesetzt wurde. Niemand sagt ihm, dass es sich dabei um Platzpatronen handelt. Mein Gott, was für ein Schaumschläger. Dass das Volk in Frieden leben will, wen interessiert’s? Das Sauerland muss unter allen Umständen gehalten werden, es darf niemals russisch werden!!! Зауэрланд geht gar nicht.
Im Gegenteil, er setzt alles daran, Deutschland militärisch zur Zielscheibe zu machen, und rechtfertigt damit seine Aufrüstungsphantasien. Gleiches Muster, wie in der Pharmaindustrie: Ich schaffe ein Problem und habe auch gleich die Lösung parat.
Und dieser dämliche Russe denkt gar nicht daran, Deutschland und oder die NATO angreifen zu wollen. Was machen wir denn da? Stattdessen wiederholt er, dass er den Gashahn jederzeit wieder aufdrehen würde, wenn Deutschland ihn darum bäte, dann hätte es schon am nächsten Tag wieder bezahlbare Energie. Aber nein, passt nicht ins Konzept. Noch so ein Spruch vom Großvater: Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.
Seine Beliebtheitswerte sind inzwischen tiefer, als die jemals tiefste im Ozean gemessene Stelle, doch was kümmert es ihn. Regieren könnte so schön sein, wenn das blöde Volk nicht wäre, dem man ohnehin alles zehn Mal erklären muss. Aber was soll‘s, ich mache einfach stoisch weiter, denn ich bin die Wahrheit, ich habe das Wahrheitsministerium obendrein auf meiner Seite, der Weg, auch wenn es eine Sackgasse ist und das Teelicht am Ende des Gotthard-Basis-Tunnels.
Es fühlt sich so an, wie wenn Tante Helga zu Besuch kommt, und man mit ihrem Eintritt schon die Sekunden zählt, wann sie endlich wieder zum Bahnhof gebracht werden will.
Verkriech Dich doch endlich in den noch nicht erforschten Teil der Atta-Höhle und lass mal welche ran, die es können. Die Wahrheit kann manchmal sehr weh tun, aber es kann nicht oft genug gesagt werden: Du kannst es nicht, konntest es nie und wirst es auch nie können.
Also bitte, wenn Dir auch nur noch der kleinste Funke an Anstand und Verantwortung für das deutsche Volk etwas wert ist, dann verschwinde bitte umgehend aus unserem Gesichtsfeld. Wir können Dich einfach nicht mehr sehen, weil Du einen Bockmist nach dem anderen verzapfst, und das kann beim besten Willen so nicht weitergehen.
Geh mit Gott (Du bist ja in der CDU), aber geh! Zwack Dir ruhig auch noch was von den Sonderschulden ab, wenn nötig, darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an, Hauptsache, wir sind Dich endlich los. Deutschland hat Dich über, wie sechs Wochen ununterbrochen dichhäutige Sau-Bohnen, weißt Du die, bei denen Hülsenfetzen zwischen den Zähnen hängen bleiben, mit fettigem Speck, morgens, mittags und abends. Ist das deutlich genug?
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