RdGA ARCv1

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Route des Grandes Alpes – ARC Version 1

Die Route des Grandes Alpes ist eine der schönsten, abwechslungsreichsten und forderndsten Alpenüberquerungen, die man fahren kann. In drei Tagen führt sie von den Seealpen bis ins Wallis und wechselt ständig zwischen dichten Wäldern, engen Schluchten, kahlen Hochgebirgsplateaus und Gletscherblicken.

Wir haben die Strecke in drei Tagen gefahren. AlpenRiderChain gibt euch bewusst etwas mehr Zeit, falls ihr unterwegs etwas ansehen, unternehmen oder einfach nur entspannen wollt.

Tag 1: Cuneo – Col de Turini – Col de la Bonette – Barcelonnette

Früh am Morgen starteten wir in Cuneo. Der erste Pass des Tages war der Col de Turini (1607 m). Die Auffahrt schlängelt sich durch dichte Wälder; oben öffnet sich der Blick auf sattgrüne, scheinbar endlose Täler. Der Turini ist vor allem aus der Rallye Monte-Carlo bekannt – enge Kehren, viel Schatten, viel Rhythmus.

Das Highlight des Tages war der Col de la Bonette. Der eigentliche Pass liegt auf 2715 m; die berühmte Militärschlaufe um die Cime de la Bonette führt auf 2802 m – einer der höchsten asphaltierten Punkte Europas. Von dort ist der Gipfel der Cime (2860 m) in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Oben erinnert die Landschaft an den Mond: Geröll, karge Hänge, alte Militärreste. Der Blick reicht weit über den Parc National du Mercantour.

Danach folgte die lange Abfahrt von knapp 2800 m hinunter nach Barcelonnette (rund 1135 m). Die Stadt wurde 1231 gegründet, hat eine charmante Altstadt und reicht für Verpflegung und Unterkunft völlig aus. Besonders prägend sind die sogenannten villas mexicaines: Prachtvillen zurückgekehrter Auswanderer, die im 19. Jahrhundert in Mexiko zu Wohlstand gekommen waren.

Tag 2: Barcelonnette – Col d’Izoard – Col de l’Iseran – Val-d’Isère

Der zweite Tag führte uns nach Norden über mehrere grosse Pässe, unter anderem den Col d’Izoard (2360 m) und den Col de l’Iseran (2764 m), bis nach Val-d’Isère.

Der Izoard gehört zu den ikonischsten Übergängen der französischen Alpen. Auf der Südseite durchquert man die Casse Déserte: eine karge, ockerfarbene Geröllwüste mit bizarr erodierten Felsen – wieder so ein Stück Mond, nur ganz anders als auf der Bonette. Danach öffnet sich der Blick ins Queyras und weiter Richtung Briançonnais.

Später folgte der Col de l’Iseran, der höchste asphaltierte Alpenpass. Die Strasse liegt lange oberhalb der Baumgrenze, die Luft wird dünn, die Landschaft weit und kahl. Die Abfahrt nach Val-d’Isère ist ein grandioser Schlussakkord: erst Hochgebirge, dann das belebte Tal der Tarentaise. Val-d’Isère war unser zweiter und letzter Zwischenstopp auf der eigentlichen Route.

Tag 3: Val-d’Isère – Cormet de Roselend – Mont Blanc – Col de la Forclaz – Martigny

Der dritte Tag führte uns von Val-d’Isère nach Martigny, dem Ende der Route des Grandes Alpes in der ARC-Version 1.

Zuerst ging es das Tarentaise-Tal hinunter nach Bourg-Saint-Maurice. Von dort folgte der erste Highlight-Pass: der Cormet de Roselend (1968 m). Die Auffahrt ist lang und gleichmässig, oben öffnet sich das Beaufortain mit dem türkisfarbenen Lac de Roselend. An klaren Tagen steht der Mont Blanc schon hier am Horizont.

Weiter führte uns die Route am Mont Blanc vorbei, durch die Gegend von Chamonix, direkt unter der Nordwand des höchsten Alpengipfels. Nach den kahlen Hochpässen der Vortage wirkt dieses Tal fast schon übermächtig: Eis, Fels und die bekannten Nadeln des Massivs ganz nah an der Strasse.

Den Abschluss vor der Schweizer Grenze bildeten der Col des Montets (1461 m) und vor allem der Col de la Forclaz (1527 m). Vom Forclaz fällt die Strasse in Kehren nach Martigny hinunter – aus dem Schatten des Mont Blanc hinaus ins Rhonetal. Damit war die Route des Grandes Alpes in der ARC-Version 1 zu Ende.

Ab Martigny lag noch der Heimweg vor uns: das Wallis hinauf Richtung Grimsel und Susten, die wir aus Spass einfach noch angehängt haben.

Fazit

Ich empfehle jedem, der gerne in den Bergen unterwegs ist, diese Tour einmal zu fahren. Sie bietet unglaubliche Ausblicke auf grüne Täler, felsige Schluchten, an Mondlandschaften erinnernde Berge und die Gletscher der umliegenden Massive. Drei Tage, viele Höhenmeter, ständig wechselndes Licht – und das Gefühl, wirklich von Süd nach Nord durch die Alpen gereist zu sein.


Fahrt-Daten (App-verifiziert)
▸ Typ: Alpen-Überquerung
▸ Schwierigkeit: expert
▸ Checkpoints: 14 Pässe & POIs
▸ Zeitfenster: 4 Tage
▸ Start / Ziel: Col de Turini → Col de la Forclaz

https://alpenriderchain.ch/cards/preview/crossing/7d287a12-8c56-4a10-8977-9e6cab869cea?level=gps&visit=1&rc=2051&size=hires

✅ Verifizieren: https://alpenriderchain.ch/verify/7d287a12-8c56-4a10-8977-9e6cab869cea?did=did:arc:GDJKWMSKRLQ663GDLWYSCFBGPGYZIUAR6SL7PQBKMQWHAVQQZKFRJEAO

@2jtz…hnsq

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