Bitcoin-Bärenmarkt vorbei?

Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen erreichte gestern mit 5,337 % ein 19-Jahres-Hoch, bevor sie auf 5,189 % fiel. Die USA zahlen also bald 3,5% ihres gesamten GDPs für Zinsen.
Das US-Finanzministerium hat angekündigt, die Rückkäufe für 10- bis 30-jährige Staatsanleihen zwischen September und November von 2 auf 4 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln. Obwohl dies offiziell nur der Marktliquidität dienen soll, reagierten die Märkte sofort: Durch das verknappte Angebot stiegen die Anleihekurse, und die Rendite der 30-jährigen Papiere fiel von einem 19-Jahres-Hoch (5,337 %) deutlich unter die Marke von 5,20 %.
Dieser Rückkauf kommt zu einem spannenden Zeitpunkt: Bitcoin scheint aktuell einen Boden zu bilden und zeigte sich gegenüber schlechten Nachrichten zuletzt äußerst resistent. Auf diesen positiven Katalysator hatte der Kurs offenbar nur gewartet.
Dieser Chart zeigt wie überfällig diese Gegenreaktion war:\

Ist der Bärenmarkt jetzt vorbei?
Auf lange Sicht sind die Aussichten äußerst vielversprechend. Wer zu den derzeitigen Kursen kauft, wird diese Entscheidung in ein bis zwei Jahren höchstwahrscheinlich als absoluten Glücksgriff betrachten.
US-Staatsschulden steigen über 40 Billionen US-Dollar
Die US-Staatsverschuldung hat die historische Marke von 40 Billionen US-Dollar durchbrochen – eine Verdopplung innerhalb von nur neun Jahren.
Die Illusion des billigen Geldes scheint erstmal vorbei zu sein. Jahrelang gingen Regierungen davon aus, dass sie ihre Schulden problemlos an den Kapitalmärkten finanzieren könnten. Ultraniedrige Zinsen sorgten dafür, dass die Staaten eine sorglose Ausgabenpolitik betrieben – schliesslich kostete es kaum etwas, sich das Geld mittels Anleihen zu besorgen.
Werden die Finanzmärkte der amerikanischen Schuldenspirale künftig wieder mehr Beachtung schenken?
Eine nackte Schuldensumme allein sagt wenig aus. Viel aussagekräftiger ist es, den Schuldenberg an der jährlichen Wirtschaftsleistung (BIP) des Landes zu messen. Die schlechte Nachricht dabei: Auch diese entscheidende Kennzahl kennt seit Längerem nur eine Richtung – steil nach oben. Derzeit weisen die USA eine Schuldenquote von 125 Prozent auf. Wenn man bedenkt, dass sich dieser Wert seit dem Ende des Goldstandards in den 1970er-Jahren mehr als verdreifacht hat, wird die Dimension der Entwicklung deutlich.
Den staatlichen Einnahmen durch Raub in Höhe von etwa 5 Billionen US-Dollar stehen immense Ausgaben von 7 Billionen gegenüber, wodurch ein gewaltiges Haushaltsdefizit von 2 Billionen US-Dollar entsteht, das rund 6 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts ausmacht.
Eine baldige Trendwende bei diesen Zahlen ist nicht in Sicht. Dabei sind es längst nicht mehr nur die USA, die in eine regelrechte Schuldensucht verfallen sind – auch viele andere Nationen weltweit machen sich zunehmend abhängig von immer neuen Krediten, die sie wie eine Droge in sich aufsaugen.
Länder mit Haushaltsüberschuss?
Diese Liste ist erschreckend kurz. Abgesehen von der Schweiz, Singapur, Irland und wenigen Ausnahmen ist es derzeit vor allem Argentinien unter Milei, das gegen den Strom schwimmt. Die restliche Welt – allen voran die großen Volkswirtschaften – pumpt sich weiterhin geradezu besinnungslos mit Schulden voll.
Man könnte diese globale Schuldenspirale nun rein pessimistisch betrachten – oder die Dinge nüchtern sehen und sich sagen: Was soll’s, das makroökonomische Umfeld spielt Bitcoin ohnehin in die Karten. Aufhalten lässt sich dieser Trend auf politischer Ebene nicht. Die einzige Handlungsoption, die uns bleibt, ist die Eigenverantwortung: das eigene Portfolio und Leben so zu strukturieren, dass man gegen die Folgen dieses Schuldenrausches bestmöglich gewappnet ist.
Ein 100-Prozent-Bitcoin-Portfolio ergab noch nie so viel Sinn wie jetzt.
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