₿ Bitcoin Daily
Bitcoin unter 76.000 Dollar: Tech-Ausverkauf löscht Midterm-Rebound
Der Rebound über 80.000 Dollar hielt kaum einen Tag. Ein Ausverkauf bei Tech- und KI-Aktien an der Wall Street zog Bitcoin unter die 76.000-Dollar-Marke, Liquidationen summierten sich auf rund eine Milliarde Dollar – überwiegend Longs. Parallel verdauen Anleger Data-Center-Moratorien, ETF-Zuflüsse bei Fidelity, den Mercado-Bitcoin-Hack und Trump Medias BTC-Transfer zu Crypto.com.
Der Kurs: Rebound verpufft
Bitcoin kostet am Freitag, 6. November 2026, gegen 06:08 Uhr (MEZ) 75.543 US-Dollar beziehungsweise 67.456 Euro. Das ist ein Minus von rund 6,0 Prozent in Dollar und 5,5 Prozent in Euro gegenüber dem Vortag. Nur einen Tag zuvor hatte der Kurs die 80.000-Dollar-Marke zurückerobert – jetzt notiert er wieder nahe dem Midterm-Tief um 75.100 bis 75.500 Dollar.
Bitcoin verliert binnen 24 Stunden gut fünf Prozent auf rund 75.500 Dollar, Ether um etwa 6,5 Prozent. Der Nasdaq 100 verlor 6,3 Prozent, der Halbleiterindex SOX sogar 8,4 Prozent.
Warum Tech Bitcoin mitzieht
Auslöser ist laut Marktexperten die Sorge vor Data-Center-Moratorien: Nach dem Demokraten-Sieg in beiden Kammern könnten geplante Rechenzentren – etwa in Texas – vorübergehend auf Eis gelegt werden. Was sicherlich auch nicht positiv ist, für Dezember preist der Markt laut FedWatch derzeit mit rund 75 Prozent eine Zinserhöhung ein.
ETF: leichte Zuflüsse trotz Abverkauf
Am 4. November verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs laut Branchendaten rund 74,6 Millionen Dollar Nettozufluss. Fidelitys FBTC zog allein etwa 236,7 Millionen Dollar an und kompensierte damit Abflüsse bei BlackRocks IBIT von rund 201 Millionen Dollar.
Trump Media und Mercado Bitcoin
Wallets, die mit Trump Media in Verbindung gebracht werden, transferierten rund 4.259 BTC (etwa 340 Millionen Dollar) zu Crypto.com. Die Beträge passen zu zuvor als Collateral für Wandelanleihen ausgewiesenen Beständen; ein Verkauf ist nicht bestätigt – frühere Moves gingen in Custody. Parallel belastet der Cyberangriff auf Brasiliens Mercado Bitcoin die Stimmung.
Fazit
Bitcoin unter 76.000 Dollar nach einem 80k-Strohfeuer zeigt erneut die enge Kopplung an Tech-Risiko und Hebel. Gleichzeitig erinnert uns das alle daran, dass der eigentliche Vorteil von Bitcoin nicht der Tageschart ist, sondern Eigentum ohne Börsen-Hot-Wallet – und die Disziplin, Hebel und Gerüchte zu meiden.
Technik
Core Lightning Security-Patch: Was Bitcoin-Technik bewegt
Core Lightning veröffentlicht v26.06.10 als Security-Release gegen Channel-Drain-Risiken und Bull Bitcoin macht Payjoin zum Standard.
Core Lightning v26.06.10: Patchen, bevor es teuer wird
Ungepatchte Core-Lightning-Nodes stehen vor Channel-Draining-Risiken. Maintainer drängen auf den Upgrade auf v26.06.10. Laut Changelog und Freedom.Tech schließt der Release Lücken bei Dual Funding, Splicing, HTLC-Auflösung und Remote-Zugriff über Commando-Runes.
Konkret prüft die neue Version Peer-Signaturen bei Dual-Funded-Channel-Opens und Splicing nach BOLT 2. Ein HTLC, das gerade entfernt wurde, konnte zuvor mit einem noch aktiven HTLC derselben Payment Hash, Amount und Expiry verwechselt werden – der Node konnte die Live-Zahlung upstream failen, während der Peer sie noch claimen konnte.
Einfach erklärt: Wer einen Lightning-Node betreibt, lädt Software nach – und räumt Zugangs-Tokens auf.
Bull Bitcoin: Payjoin als Standard
@btcinsider__ meldet: Bull Bitcoin werde die erste Börse, die das Payjoin-Protokoll standardmäßig für On-Chain-Ein- und Auszahlungen unterstützt. Payjoin (BIP78) lässt Sender und Empfänger Inputs in derselben Transaktion kombinieren – von außen schwerer als klassische „eine Adresse, ein Betrag“-Muster zu lesen. Einfach erklärt: Die Börse hilft mit, dass eure Auszahlung on-chain weniger wie ein typischer Exchange-Withdrawal aussieht. Praktischer Vorteil: Mehr Privatsphäre ohne Extra-Tooling für den Endnutzer – ein Schritt, den Self-Custody-Wallets schon länger anbieten, der jetzt in den Börsen-Alltag wandert.
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