₿ Bitcoin Daily
- Kurz in eigenes Sache:
- Nach dem Tech-Crash: Bitcoin hält die 76.000-Dollar-Zone – ETF-Abflüsse, Job-Daten und Russlands Retail-Start
- Technik
- Quantum-Landminen, Payjoin-by-Default und CISA-Entwürfe: Was Bitcoin-Technik bewegt
- Social Media
Kurz in eigenes Sache:
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Nach dem Tech-Crash: Bitcoin hält die 76.000-Dollar-Zone – ETF-Abflüsse, Job-Daten und Russlands Retail-Start
Nach dem Donnerstags-Crash unter 76.000 Dollar hat sich Bitcoin am Freitag und Samstagmorgen leicht stabilisiert. US-Spot-ETFs verloren am 5. November rund 430 Millionen Dollar, starke US-Arbeitsmarktdaten erhöhten die Chance auf eine Dezember-Zinserhöhung. Parallel öffnet Russland ab dem 17. November den Retail-Handel mit Bitcoin, Ether und USDT – gedeckelt und stark reguliert.
Der Kurs: leichte Stabilisierung nach dem Rutsch
Ein Bitcoin kostet am Samstag, 7. November 2026, gegen 06:15 Uhr (MEZ) 75.848 US-Dollar beziehungsweise 68.047 Euro. Das ist ein Plus von rund 0,4 Prozent in Dollar und 0,9 Prozent in Euro gegenüber dem Vortag. Das 24-Stunden-Hoch lag bei etwa 76.266 Dollar, das Tief bei rund 74.921 Dollar. Damit notiert der Kurs knapp über dem Midterm-/Tech-Crash-Niveau vom Donnerstag – ohne den Rebound über 80.000 Dollar zurückzuholen.
Der Nasdaq brach um 5,52 Prozent ein (stärkster Tagesverlust seit 19 Monaten), der S&P 500 verlor 4,36 Prozent. Bitcoin korrigierte von über 80.000 auf bis zu etwa 75.100 Dollar. Binnen 24 Stunden lösten sich gehebelte Positionen im Wert von gut einer Milliarde Dollar auf – überwiegend Longs. Der Fear-and-Greed-Index fiel von 50 auf 28. Bitcoin schloss den Donnerstag oberhalb der 50-Wochen-Linie um etwa 75.500 Dollar – Galaxy-Researcher Alex Thorn sprach von bemerkenswerter Widerstandskraft.
Die Nonfarm Payrolls für Oktober kamen mit +165.000 deutlich über der Erwartung von 65.000; die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 Prozent. Laut CME FedWatch stieg die Wahrscheinlichkeit einer 25-Basispunkte-Erhöhung im Dezember von rund 67 auf etwa 77 Prozent. Einfach erklärt: Starke Jobs-Daten können Zinserhöhungen wahrscheinlicher machen – und damit Liquidität für Risikoassets verknappen.
ETF: der Zufluss-Tag war ein Intermezzo
Am 4. November hatten US-Spot-Bitcoin-ETFs laut Branchendaten rund 74,6 Millionen Dollar Nettozufluss verzeichnet. Am 5. November drehte das Bild: Abflüsse auf 430,2 Millionen Dollar – angeführt von Fidelitys FBTC (rund 199,9 Millionen) und BlackRocks IBIT (rund 105 Millionen). Für die Woche bis Donnerstag summiert sich der Nettoabfluss auf etwa 869,8 Millionen Dollar.
Russland öffnet den Retail-Kanal
Die Bank of Russia hat am 6. November bekannt gegeben: Ab dem 17. November 2026 dürfen nicht-qualifizierte Anleger Bitcoin, Ether und USDT über lizenzierte Intermediäre (Broker, Trust Manager, Crypto Exchange Offices) handeln.
Hoffentlich funktioniert der Schwarzmarkt in Russland gut, weil diese Bank of Russia Scheiße ist nur totalitärer Bullshit.
Fazit
Bitcoin um 76.000 Dollar nach dem Abverkauf zeigt: Risk-off an der Wall Street schlägt Hebel und ETF-Flows härter als jede Midterm-Überschrift.
Technik
Quantum-Landminen, Payjoin-by-Default und CISA-Entwürfe: Was Bitcoin-Technik bewegt
Bitcoin-Core-Entwickler Cory Fields skizziert auf der bitcoin-dev-Liste „Quantum Landmines“, die Diebe zur Hinterlegung von Collateral zwingen könnten. Parallel macht Bull Bitcoin Payjoin zum Standard bei On-Chain-Trades, Blockstream forscht an Lattice-Signaturen, und die CISA-BIPs 458–460 liegen als Entwürfe vor. Dazu: Chainalysis meldet einen Credential-Leak aller Kunden – ein Warnschuss für Analytics-Abhängigkeit.
Quantum Landmines: Diebe sollen Collateral riskieren
Die Idee: Wer verwundbare Coins (etwa mit freiliegendem Public Key) nach einem hypothetischen Q-Day ausgeben will, müsste Matching-Collateral aus einer quantum-sicheren Wallet stellen. Beide Beträge liegen für ein Zeitfenster – etwa 30 Tage – im Limbo. Der vorbereitete Eigentümer kann in dieser Zeit einen zuvor versteckten Besitzbeweis offenlegen, seine Coins retten und das Collateral des Angreifers einziehen.
Fields nennt das Thought Experiments: Es braucht erst quantum-sichere Wallets und neue Validierungsregeln. Landminen helfen nur Besitzern mit aktiven Keys – nicht verlorenen Coins oder Satoshi-Beständen. Für ehrliche Nutzer, die eigene Alt-UTXOs bewegen, entstünde ebenfalls Collateral-Aufwand.
Die Debatte steht in einer längeren Linie: Ob verwundbare Outputs eingefroren, migriert oder dem Markt überlassen werden sollen, ist seit Jahren umstritten. Fields’ Ansatz verschiebt den Fokus von „alles sperren“ zu „Stehlen muss wehtun“. Einfach erklärt: Statt alles einzufrieren, soll Stehlen teuer und riskant werden.
Ob daraus jemals Konsensregeln werden, ist offen.
Bull Bitcoin: Payjoin als Handelsstandard
Die kanadische Bitcoin-only-Börse macht Payjoin zur Standardeinstellung für On-Chain-Käufe und -Verkäufe über die BULL Wallet. Einzahlungen und Auszahlungen können Payjoin nutzen; Lightning- und Liquid-Orders bleiben außen vor.
Vorteile für Nutzer: automatische Konsolidierung, schwächere Chain-Analysis, Default statt Opt-in.
Praktisch: Wer On-Chain über Bull handelt, baut Privacy und UTXO-Hygiene ein, ohne Extra-Ritual – solange die App bis „Payjoin completed“ offen bleibt. Der erste Kauf in eine leere Wallet bleibt eine Normaltransaktion, weil noch kein UTXO für die Kollaboration vorliegt.
Je mehr Börsen und Wallets Payjoin defaulten, desto unzuverlässiger werden die Standard-Heuristiken für alle – nicht nur für Bull-Kunden. Das ist Privacy als Infrastruktur, nicht als Spezialwerkzeug für Experten.
CISA-Entwürfe und Privacy-Hackathon
Laut @btcinsider__ und den Entwürfen auf bips.dev liegen BIP 458 (Half-Aggregation von BIP-340-Signaturen), BIP 459 (DahLIAS Full Aggregation) und BIP 460 (CISA für Taproot Key-Path) als Drafts vor – maßgeblich von Fabian Jahr. Cross-Input Signature Aggregation würde Zeugen-Daten verkleinern und Gebühren senken, erfordert aber Konsensarbeit und sorgfältige Opt-out-Pfade. Optech dokumentiert CISA seit Jahren als Forschungsthema; die Draft-BIPs machen daraus greifbare Specs zum Review.
Beim bitcoin++ Privacy Edition in Seoul gewann das Team BlackIce: FROST plus Silent Payments für Multisig-Empfang – ein konkreter Hackathon-Output für Privacy-Wallets, der genau die Lücke schließt, die Silent Payments bei Multisig und Hardware-Wallets bisher hatten.
Chainalysis: Credential-Leak aller Kunden
Chainalysis hat einen Security-Vorfall bestätigt: Credentials und Live-Tokens für alle Kunden seien betroffen; Dienste wie Reactor und KYT wurden zeitweise abgeschaltet. Es gibt auch gute Nachrichten im Zusammenhang mit Hacks :-).
White Noise im App Store
White Noise, ein Nostr-basierter E2E-Messenger ohne Telefonnummer, ist laut btcinsider__ im Apple App Store gelandet – nach etwa zwei Monaten Review.
Social Media
Worüber die Bitcoin-Timelines sprechen
Nach dem Tech-Crash dominieren Chart und ETF-Abflüsse die Feeds, aber es gibt noch mehr: Bitcoin Amsterdam geht zu Ende, während Fear & Greed in der Angstzone bleibt.
Der Chart bleibt der Lautsprecher
Auf X drehen sich die meistgelesenen Bitcoin-Stories um die Zone 74.800 bis 76.500 Dollar: Stabilisierung nach dem Donnerstags-Rutsch, ETF-Abflüsse von rund 430 Millionen Dollar, Jobs-Daten und die Frage, ob 75.000 Dollar hält oder 73.000/69.000 Dollar drohen. X-News fasst die Trader-Debatte zusammen: Fear & Greed um 25–28, Shorts vs. Akkumulation, dünne Supports darunter. Manche sehen die Zone als gesunden Reset, andere als Start einer tieferen Korrektur Richtung Wintermute-Levels um 68.000 Dollar.
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