₿ Bitcoin Daily

Staats-Mining. fallende Kurse, Electrum-Wallet-Bug, Lugano PlanB, Lugano PlanB..
₿ Bitcoin Daily

Staats-Mining und fallende Kurse

Bitcoin ist übers Wochenende unter die psychologisch wichtige $80.000-Marke gerutscht und notiert aktuell bei rund $79.890 – der tiefste Stand seit dem 18. September. Innerhalb von vier Stunden wurden $150 Millionen an Long-Positionen liquidiert.

Der Druck kommt von mehreren Seiten: Der Ölpreis (Brent) ist auf ein 8-Monatshoch von $116 geklettert, die 10-jährigen US-Renditen kratzen an der 5-Prozent-Marke, und die KI-Sorgen an der Wall Street haben den Halbleiterindex SOX seit 6. Oktober um fast 20 % abstürzen lassen. Am Mittwoch visierte BTC noch die $85.000 an – dann drehte der Wind.

Retail vs. Whales: Laut Daten von CryptoQuant haben Kleinanleger ihre BTC-Einzahlungen auf Binance auf ein 6-Monatshoch gesteigert – sie verkaufen in die Korrektur. Die Wale hingegen haben ihre Einzahlungen um 36 % reduziert.

China fordert die Beschlagnahmung von 61.900 BTC aus einem milliardenschweren Betrugsfall – Großbritannien erhebt ebenfalls Anspruch. Die Sparkassen haben den Bitcoin-Handel gestartet. Und die USA planen angeblich staatliches Bitcoin-Mining mit Kernreaktoren auf Militärgelände, um die strategische Reserve haushaltsneutral zu füllen.

Electrum-Wallet-Bug – Geld weg beim Fee-Boost


Die altehrwürdige Bitcoin-Wallet Electrum hat eine kritische Sicherheitslücke geschlossen (Version 4.8.3, gepatcht am 24. Oktober). Der Bug erlaubte es bösartigen Servern, unbestätigte Transaktionen durch gefälschte zu ersetzen. Wenn Nutzer dann die Gebühren erhöhen wollten (Replace-by-Fee), unterschrieben sie ahnungslos eine Transaktion an die Angreifer. Mindestens ein Nutzer hat Geld verloren. Wer Electrum nutzt: sofort updaten! Das Problem ist nicht das Bitcoin-Protokoll selbst, sondern die Server-Abhängigkeit von SPV-Wallets – ein weiterer Punkt fürs Betreiben eines eigenen Nodes.


Auf der Lugano PlanB-Konferenz hat Blockstream-Forschungsdirektor Jonas Nick die Frage beantwortet, die alle umtreibt: Wird KI Bitcoins Kryptografie knacken? Kurze Antwort: Nein. Seine Forschung zu Post-Quantum-Signaturen (SHRINCS: 324-Byte-Signaturen, bereits auf Liquid in Betrieb) zeigt, dass Bitcoin sich längst vorbereitet. Blockstream CMO pwbain ergänzte, dass KI die Entwicklung sogar verbessert – durch bessere Code-Qualität und schnellere Fehlersuche.

Google Quantum-Durchbruch: Q-Day rückt näher


Google-Forscher haben auf dem Willow-Chip eine Technik namens „Magic State Cultivation“ vorgestellt, die Fehler um den Faktor 40 reduziert – bei 99,99 % logischer Genauigkeit. Das ist kein Sofort-Knacken von Bitcoin, aber es bringt den „Q-Day“ näher. Bitcoins Entwickler haben reagiert: BIP-360 und BIP-361 sind im Gespräch, um quantenresistente Signaturen einzuführen. 

🎙️ Podcast der Woche: 

Hard Money Interview – Nico Jilch über Inflation als Kernproblem

Das ist wichtiger als Klimawandel und Geopolitik. Das ist das zentrale Problem unserer Zeit – diese verdammte Inflation. Das Gelddrucken. Der Cantillon-Effekt. Die Umverteilung von unten nach oben.

Jeder geht auf die Straße, weil er wütend ist – aber keiner weiß, wer das eigentliche Problem ist. Das ist auch die Verwirrung in Frankreich.

Jeder, der mehr als 0,1 Bitcoin besitzt, ist einfach nicht bullish genug.

Die Frankreich-Proteste sind dafür das perfekte Symptom: Die Menschen spüren, dass etwas faul ist, aber sie beschuldigen die Falschen.

Seine These: Bitcoin ist der einzige Ausweg aus diesem Teufelskreis. Weil es keine Geldschöpfung von oben gibt. Weil Cantillon bei Bitcoin nicht existiert. Weil die 21 Millionen Obergrenze nicht verhandelbar ist. Und weil jeder – wirklich jeder – auf Augenhöhe teilnehmen kann.

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