Die Juni-Hitzewelle: Ein Zirkulationsphänomen und kein «Klimanotstand»
Die große Hitze der letzten Wochen habe nichts mit Klimawandel zu tun. So die klare Aussage des Diplom-Meteorologen Christian Freuer vom Europäischen Institut für Klima und Energie e.V. (EIKE). Vielmehr handele es sich um eine Wetterlage, die mit der Zirkulation von Luftmassen zu erklären und auch früher schon aufgetreten sei.
Derweil haben die Systemmedien wie üblich den Klimawandel als Schuldigen ausgemacht. Die erlebten Höchsttemperaturen seien ohne die menschengemachte Klimaerwärmung undenkbar. Angesichts «überlasteter Notaufnahmen» sei der «Blick in die Zukunft einer aufgeheizten Welt» beängstigend, denn das Problem werde sich noch verschärfen. Auch die WHO warnt, die gerade überstandene Phase sei nur ein Vorgeschmack gewesen.
Freuer stellt die Hitzewelle in einen allgemeinen Kontext. Zunächst weist er darauf hin, dass sich das aktuelle Phänomen vornehmlich auf ein relativ kleines Gebiet über Europa begrenzt. Er zeigt dies anhand von Karten mit der Abweichung der Temperatur vom 30-Jahres-Mittel 1991 bis 2020. Somit repräsentiere dies nicht die ganze Erde, auch wenn Mitteleuropa oft als Nabel der Welt dargestellt werde.
Die Ursache der erhöhten Temperaturen sei der Vorstoß tropischer Luft aus Nordafrika nach Norden. Eine solche Wetterlage habe es zum Beispiel auch bei der Hitzewelle 2010 in Ost- und Nordosteuropa gegeben, als tropische Luft bis nach Russland und hinauf nach Nordskandinavien gelangte.
Hitzerekorde seien dabei erwartbar, egal wo ein solcher Vorgang stattfinde. Zudem sei unstrittig, dass eine so heiße Luftmasse so weit nördlich unmöglich von selbst – also durch die reine Erwärmung des Bodens aufgrund der Sonneneinstrahlung – entstehen könne.
Dass ein Zweig der tropischen Festlandsluft über der Sahara im Zuge bestimmter Wetterlagen auch mal nach Norden vorstoße, sei normal, erklärt der Meteorologe. Dieser Vorgang des horizontalen Luftaustauschs werde Advektion genannt. Auf dem Weg nach Norden und über das Mittelmeer verändere sich diese Luftmasse dann und werde in der Regel zu subtropischer Festlandsluft.
Das einzig Ungewöhnliche an der Juni-Wetterlage sei der Umstand gewesen, dass die tropische Luft kaum modifiziert worden sei und ihre Eigenschaften beibehalten habe. Als Ursache dafür nennt Freuer ein starkes Absinken der Luft im Bereich eines ausgeprägten «Omega»-Hochdruckgebietes über Mitteleuropa – so genannt, weil seine Form diesem griechischen Buchstaben ähnelt.

Da die Modifizierung einer Luftmasse schließlich immer von unten erfolge, habe sich die zwischen Tiefdruckgebieten «eingeklemmte» Luft durch das Absinken immer wieder mit ihrem tropischen Charakter regeneriert. Das Fazit des Meteorologen: Das Ganze sei ein Zirkulationsphänomen – und kein «Klimanotstand».
[Titelbild: Pixabay]
[Grafik «Omega»-Hochdrucklage über Europa Ende Juni 2026: EIKE]
Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben und ist zuerst auf Transition News** erschienen.
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