Die Schwingung passt nicht mehr

Heart Words #48 | Bitcoin und das neue Bewusstsein
Die Schwingung passt nicht mehr

Bitcoin hat mehr mit Sprache zu tun als mit Aktien.

Moment… Was? 👀

Wer Bitcoin zur „Diversifikation“ des eigenen Vermögensportfolios nutzt, wird jetzt möglicherweise irritiert auf den Bildschirm starren.

Ich hingegen bin jedes Mal aufs Neue irritiert, wenn mir jemand einen Finanzkurs schmackhaft machen möchte.

„Geld steht Frauen gut. Aktien noch besser.“ – „Finanzgespräche auf Augenhöhe.“ Bei solchen Slogans hebt sich mein Brustkorb, der Seufzer bahnt sich lautstark seinen Weg und das leise Gefühl der Enttäuschung folgt…

Versteh mich nicht falsch – ich finde es nicht verkehrt, sich mit Finanzen auseinanderzusetzen. Aktien, Immobilien, Gold, ETFs – ein Grundverständnis aufzubauen, ist – richtig „eingeordnet“ – wahrscheinlich immer nützlich.

Dass Menschen glauben, ich hätte Interesse an Aktien und „Finanzgesprächen“, weil ich über Bitcoin spreche, zeigt mir vor allem eines: Bitcoiner werden immer noch missverstanden.

Ich möchte dir nicht bei deinen „Finanzen“ helfen, dir nicht zeigen, wie man ein Depot eröffnet, und auch nicht erklären, wie wichtig es ist, dass du dich um dein Geld und deine Altersvorsorge kümmerst. Und ja – Letzteres ist wichtig!

Mir geht es um etwas anderes: um Bewusstsein.

Um Menschlichkeit. Um Wahrheit. Um Weisheit.

Bitcoin öffnet ein Bewusstseinsfeld. Ein Feld, in dem Angst und Kontrolle langsam an Macht verlieren – und Wahrheit, Freiheit und Verbundenheit wieder wahrnehmbar werden.

Wer sich dafür öffnet, begegnet nicht nur einem anderen Geld, sondern auch den eigenen Ängsten und Abhängigkeiten. Wer weit genug geht, entdeckt vielleicht sogar eine Schwingung, die unter all den alten Mustern schon lange in uns lebt:

Mut. Liebe. Frieden.

Es gibt viele Gründe, wieso ich nicht in Aktien und ETFs investiere, und einige davon würde ich als rational bezeichnen – darüber habe ich vor ein paar Monaten in einem meiner Videos ausführlich gesprochen.

Und es gibt einen weiteren Grund, den ich heute klar benennen kann: Die Schwingung passt nicht mehr…


Die Schwingung passt nicht mehr | Hintergrund mit KI generiert ✨ | 📸 Alina Eiberle


MEINE HEART WORDS DES MONATS

1. Eine Sprache

Ich habe dich mit dem ersten Satz dieser Ausgabe bisher alleine gelassen. Hier kommt die Auflösung:

Bitcoin und Sprache teilen etwas, das auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist. Beide beziehen ihren Wert nicht aus einer Eigenschaft, die sie selbst mitbringen, sondern daraus, dass Menschen ihnen gemeinsam Bedeutung geben.

Ein Wort trägt keine natürliche Verbindung zu dem, was es bezeichnet. Dass das Wort „Baum“ einen Baum meint, ist reine Konvention. Die Bedeutung entsteht nicht aus dem Wort selbst, sondern daraus, dass eine „Sprachgemeinschaft“ es so verwendet und so versteht.


Mein Lieblings-Baum auf meiner Lieblings-Route


Darin liegt die Parallele zu Bitcoin: Es gibt keine „Substanz“, die den Wert von außen stützt, keinen Ertrag, keinen Besitzanspruch auf etwas „Greifbares“. Der Wert entsteht allein dadurch, dass genügend Menschen ihn als wertvoll anerkennen und entsprechend mit ihm umgehen.

Bei beiden – bei Sprache wie bei Bitcoin – ist diese gemeinsame Anerkennung keine nebensächliche Begleiterscheinung, sondern die Voraussetzung dafür, dass sie funktionieren.

Sprache funktioniert, weil alle daran glauben, dass sie funktioniert, und dieser geteilte Glaube hält sie am Leben. Es ist meist nicht notwendig, ein Wort neu zu erfinden oder zu rechtfertigen. Es reicht, dass es im Gebrauch ist.

Bitcoin funktioniert nach demselben Prinzip: Es braucht keine Instanz, die seinen Wert garantiert. Sein Wert entsteht und bleibt bestehen, solange genug Menschen es als Tauschmittel oder Wertspeicher akzeptieren.

Beide Systeme sind zudem dezentral organisiert. Sprache entwickelt sich ohne zentrale Kontrolle, durch Nutzung, Anpassung und stillen Konsens vieler Sprecher. Neue Ausdrücke setzen sich durch, wenn genug Menschen sie übernehmen, nicht weil eine zentrale Autorität sie verordnet.

Man denke nur an die Jugendwörter der vergangenen Jahre. Manche verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind, andere finden irgendwann den Weg in unseren Wortschatz. „Cringe“ benutze ich inzwischen fast täglich. Wie weit sprachliche Freiheit gehen kann, zeigt eine junge Sängerin, die sich „Vita ohne Li“ nennt. Mit voller Inbrunst singt sie: MERZ LECK EIER!

Bitcoin funktioniert nach demselben Muster: kein Emittent, keine Zentralbank, keine Drittpartei, sondern ein Netzwerk, das durch die Beteiligung seiner Nutzer am Laufen gehalten wird.

Und in beiden Fällen ist es der Netzwerkeffekt, der den Wert überhaupt erst erzeugt. Eine Sprache wird nützlicher, je mehr Menschen sie sprechen, weil erst die gemeinsame Nutzung sie zu einem funktionierenden Kommunikationsmittel macht.

Bitcoin wird in ähnlicher Weise wertvoller, je mehr Menschen es akzeptieren, weil seine Funktion als Tauschmittel direkt von der Zahl der Teilnehmer abhängt, die bereit sind, mitzuspielen. In beiden Fällen ist der Glaube an das System kein bloßer Ausdruck seines Wertes, sondern die Grundlage, auf der dieser Wert überhaupt erst entsteht.

Bitcoin hat mehr mit Sprache zu tun als mit Aktien, weil es ein gemeinsam verstandenes Zeichensystem ist. Seine Regeln sind in Code beschrieben. Transaktionen sind signierte Botschaften. „Bitcoin besitzen“ bedeutet, eine Nachricht erzeugen zu können, die das Netzwerk als gültig anerkennt.

Bitcoin ist nicht materiell. Bitcoin ist Konsens. Bitcoin existiert, weil ein globales Netzwerk dieselbe Sprache spricht.

Wer Bitcoin mit Aktien vergleicht, hat einen wesentlichen Teil seiner Essenz übersehen… Ich mache das niemandem zum Vorwurf, denn so etwas wie Bitcoin gab es in der Menschheitsgeschichte noch nie. Absolute digitale Knappheit, geschaffen durch ein offenes Protokoll und gesichert von einem dezentralen Netzwerk – das ist völlig neu.

Wenn ich das nächste Mal zu einem Finanz-Webinar eingeladen werde, antworte ich mit diesem Newsletter. Vielleicht werde ich in Zukunft besser verstanden.

2. Ein Jubiläum

Mein YouTube-Kanal ist ein Jahr alt geworden. Mein Substack-Newsletter ist sogar noch ein bisschen älter – Geburtstag verpasst. 😬

Was für ein krasses Commitment die YouTube-Reise werden würde, ahnte ich damals noch nicht. Und dass ich irgendwann mal Interviews mit interessanten Gästen über Bitcoin und Gesellschaft veröffentlichen würde, war gar nicht geplant.

Tja. Jetzt ist es so. Und es ist schön. Im Großen und Ganzen.

Das Gefühl der Selbstwirksamkeit ist das Beste daran. Meine Worte. Die Worte meiner Gäste. Sie berühren, inspirieren, stoßen etwas an – das sagen zumindest die Kommentare.

Worte. Sprache. Bitcoin.

Nichts, was man anfassen kann. Und doch so wirkungsvoll.

Das erste Jahr war voller neuer Erfahrungen. Und natürlich war nicht alles rosig. Selbstständig zu sein fühlt sich für mich oft an wie ein Kampf mit der Zeit. Man ist nie fertig. Es gibt immer noch etwas zu tun. Immer. Ohne Ausnahme.

Über die besten und schwierigsten Erfahrungen der letzten 12 Monate spreche ich ganz offen im aktuellen YouTube-Video. Vom Schlaf über Einnahmen bis hin zu Steuern und nützlichen Strategien, um Unsicherheiten auszuhalten, ist alles dabei. Die neue Episode findest du hier.


Heart Money Episode #53 ▶️ Konzernjob gekündigt - hat es sich gelohnt?


Danke für jedes Like, jedes Abo, jeden Kommentar und all die persönlichen Nachrichten, die mich in den vergangenen zwölf Monaten erreicht haben – ob via YouTube, Substack oder andere Kanäle. Ganz herzlichen Dank für deinen bullischen Support.

3. Eine Betrugsmasche

Nimm dich in Acht vor Telegram!

So nützlich diese Plattform für offene Kommunikation ist, so gefährlich und voller Lug und Betrug ist sie außerdem. Leider sind auch schon Follower von mir in die Fänge von Betrügern geraten – und das tut mir unendlich leid.

Es existieren zahlreiche Kopien von Telegram-Gruppen oder -Accounts, die vorgeben, etwas oder jemand zu sein, was bzw. wer sie nicht sind.

Das Perfide daran: Sie sehen unglaublich echt aus – teilweise stimmt sogar das Telegram-Handle mit dem echten Account überein. Gruselig!

Sowohl von Les Femmes Orange als auch von meiner Person existieren unzählige gefälschte Profile, die mit Mitgliedern der echten Gruppe kommunizieren – in meinem Namen.

Um dich bestmöglich vor Betrug zu schützen, gibt es eine einfache Regel, die du befolgen kannst:

Kaufe nichts auf Telegram!

Folge keinen Investitions- oder Trading-Aufforderungen. Das ist nichts weiter als Betrug! Ich besitze keine Trading-Plattform. Keinen Kurs. Nichts davon. Alles erfunden. Alles gelogen.

Die echte Les Femmes Orange-Gruppe findest du über die offizielle Website. Sie hat aktuell um die 1.000 Mitglieder. Alle anderen Gruppen sind betrügerische Duplikate. Bitte melde sie über die entsprechenden Telegram-Funktionen, wenn sie dir begegnen.

Don’t trust, verify! Bleibe immer misstrauisch – besonders auf Telegram.

4. Ein Update

„Was ist eigentlich mit der Petition? Wann kommt die endlich online?“

Tja, wenn wir das wüssten…

Gemeinsam mit acht weiteren „Petenten“ habe ich Ende Mai eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Unser Ziel: die einjährige Haltefrist für Bitcoin & Co. zu erhalten, nach deren Ablauf Gewinne aus dem Verkauf steuerfrei sind.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil möchte diese Regelung abschaffen und Kryptowährungen – einschließlich Bitcoin – künftig steuerlich wie Aktien behandeln. (Da ist er wieder, der Vergleich mit Aktien.)

Wenn wir mindestens 30.000 Stimmen sammeln, befasst sich der Petitionsausschuss in einer öffentlichen Anhörung mit unserem Anliegen.

Letzten Montag habe ich mit Berlin telefoniert, mit dem Referat für Petitionen. „Vor Anfang oder Mitte August ist nicht mit einer Entscheidung zu rechnen“, tönte es in meine Kopfhörer. Eine weibliche Stimme mit charmantem Berliner Dialekt war zu hören.

Ich finde es erstaunlich, wie machtlos man sich als Bürger fühlen kann. Dabei gelten Petitionen – neben Demonstrationen – als eines der wirksamsten Instrumente politischer Mitbestimmung in der Bundesrepublik Deutschland.

Doch es gibt weder einen Rechtsanspruch darauf, dass eine Petition veröffentlicht wird, noch einen verbindlichen Zeitrahmen für die Entscheidung. Irre.

Was uns bleibt? Hoffnung. Die Community. Medien. Presse.

Sollte der ungünstigste Fall eintreten, dass weder unsere Petition noch eine sachähnliche Version vom Bundestag veröffentlicht wird, werden wir Welle machen! Notfalls live vor Ort – in Berlin.

Einen aktuellen Artikel zum Status Quo hat Coinfinity kürzlich veröffentlicht. Hier erfährst du alles Wissenswerte zur aktuellen Besteuerung und den Plänen der Bundesregierung.

Unsere ProHaltefrist Website mit allen relevanten Infos zur Petition findest du zusätzlich hier.

5. Ein Zitat

Dunkelheit und Licht haben nur in Beziehung zueinander eine Bedeutung. Das eine würde ohne das andere nicht existieren. – Rick Rubin in „kreativ. Die Kunst zu sein“

Während ich das Zitat aus Rubins Buch abtippe, denke ich an den Mond, dessen Schönheit in der dunkelsten Dunkelheit am besten zur Geltung kommt.


Eines der schönsten Buch-Cover, die ich seit langem gesehen habe 👀


In den letzten Monaten ist mir die Dunkelheit der Menschheit immer wieder begegnet – auch im Bitcoin-Space. Es ist Zeit für mich, darüber zu schreiben. Mehr dazu in der nächsten Newsletter-Ausgabe.


Danke fürs Lesen! Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, hinterlasse doch gerne ein Herz und einen Kommentar. Dein Feedback hilft, diesen Newsletter besser und bekannter zu machen.

Hab eine gute Nacht oder einen schönen Tag – ganz egal, wann du diese Worte liest.

Nicole ❤️


Veröffentlicht am 22. Juli 2026 auf Substack.


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