So schnell geht das nicht.
Wir schauen nach vorne â aber unser Kopf denkt nach hinten.
Deshalb ist es schwierig, Entwicklungen in der Zukunft abzuschÀtzen. Wir kennen nur die Vergangenheit.
Was trivial klingt und schon immer so war, wird zunehmend zum GesprÀchsthema.
Das Wort âKIâ, das vor wenigen Jahren noch wie eine Zukunfts-Utopie (oder -Dystopie) klang, ist lĂ€ngst in unserem Alltag angekommen. Beim Friseur diese Woche habe ich es mindestens dreimal gehört. Und zwar in den GesprĂ€chen anderer Kunden.
Erstaunlich.
Viele Tech-Experten und -Unternehmer sprechen ĂŒber dramatische VerĂ€nderungen auf dem Arbeitsmarkt. Und wir spĂŒren die Auswirkungen heute schon: Junge IT-Absolventen haben Schwierigkeiten, einen Job zu finden.
Wenn ich mit meinem Umfeld darĂŒber spreche, wie dramatisch sich die Welt in nur wenigen Jahren verĂ€ndern könnte, höre ich oft beschwichtigende SĂ€tze wie: âNee, so schnell wird das nicht gehenâ â oder: âNajaaa, vielleicht in 15 Jahren, aber nicht in fĂŒnf.â
Viele orientieren sich an der Vergangenheit, denn die Vergangenheit kennen wir gut. Die Zukunft nicht.
âDas ist ja wie bei Bitcoinâ, hörte ich mich neulich denken.
Das Gewohnheitstier Mensch sitzt gerne im warmen Kochtopf und merkt kaum, dass die Umgebung heiĂer wird.
Wir alle entscheiden selbst, ob und wann wir springen.
Das zu akzeptieren, erfordert viel Gelassenheit. Viel Geduld. Viel Akzeptanz â und noch viel mehr Loslassen.
Diese Woche ist mir das nicht so gut gelungen. NĂ€chste Woche klappt es bestimmt wieder besserâŠ
So schnell geht das nicht. | Hintergrund mit KI generiert âš
MEINE HEART WORDS DER WOCHE
1. Ein bleibendes GesprÀch
In letzter Zeit erwische ich mich oft bei dem Gedanken, dass wir Bitcoiner â die frĂŒhen Vögel â vielleicht gar nicht mehr dazu kommen werden, die schönen, dicken WĂŒrmer zu fangen.
Was, wenn die wirklich wichtigen FrĂŒchte unserer Arbeit erst dann geerntet werden, wenn wir lĂ€ngst nicht mehr sind?
Und mit âFrĂŒchteâ meine ich nicht mal preisbezogene Themen, wie z.B. einen Bitcoin-Kurs ĂŒber einer Million Dollar. (Denn dazu wird es vermutlich keine zehn Jahre mehr brauchen.)
Ich meine damit einen Zustand der Menschheit, in dem Bitcoin zum Finanzwesen so selbstverstĂ€ndlich dazugehört wie heute die SteuererklĂ€rung. Einen Zustand, in dem sich jede beliebig vermehrbare WĂ€hrung â wie heute der Euro â am begrenzten Wertspeicher Bitcoin messen lassen muss.
Dann war es die ganze Arbeit zwar trotzdem wert, das ist klar. Aber schade wÀre es schon.
Bei dem Gedanken, dass die möglichen positiven Auswirkungen auf das Kollektiv sich erst in vielen Jahrzehnten zeigen könnten, bekomme ich WeltschmerzâŠ
Heute ist das Interview mit Marc Guilliard (âBitcoin Hotelâ) auf meinem Heart Money Kanal erschienen. Beim Schneiden des Videos war es auch wieder so weit:
Weltschmerz â von der feinsten Sorte!
Marc ist seiner Zeit weit voraus â ob âmeilenweitâ oder âabsehbar weitâ, kann ich noch nicht einschĂ€tzen. Vielleicht trĂŒbt der aktuelle Dip meine Vorstellungskraft. Jedenfalls musste ich heute daran denken, dass unser GesprĂ€ch vielleicht irgendwann als eine von vielen Quellen in Verzeichnissen von Master- und Doktorarbeiten landen könnte.
Thema? âBitcoin und Bewusstseinâ. Oder so Ă€hnlich.
Wieso? Das wird hoffentlich schon in den ersten 60 Sekunden im Video deutlich.
Marc ist nicht nur jemand, der den YouTube-Algorithmus fĂŒr sich nutzt wie kaum ein Zweiter (und dafĂŒr regelmĂ€Ăig kritisiert wird). Er ist ein VisionĂ€r. Und radikaler Minimalist. Und jemand, der das Wesen hinter seinen Gedanken sehr gut kennt.
Klingt wie ein Widerspruch?
Dachte ich auch⊠Seit unserem letzten GesprÀch denke ich das weniger.
Ich wĂŒnsche ihm sehr, dass seine Beobachtungen und Ideen schon zu seinen Lebzeiten groĂen Anklang finden â und nicht erst nach seiner Zeit. So wie es bei Denkern und KĂŒnstlern wie Van Gogh der Fall war.
Du findest das Interview hier â ich wĂŒnsche gute Erkenntnisse. âš
Heart Money Episode 31 â¶ïž Bitcoin Hotel: Klicks um jeden Preis? Marc kontert
2. Ein neues Wort
Es gibt Phasen, in denen ich kaum etwas substanziell Neues ĂŒber Bitcoin lerne â bis ich unerwartet eine ganz neue Abzweigung im Kaninchenbau entdecke und wieder ehrfĂŒrchtig staune.
In den letzten Wochen durfte ich lernen, dass der Ausdruck âBitcoin-Frequenzâ nicht nur der kreative Untertitel eines deutschsprachigen Bitcoin-Podcasts ist (âNodesignal â deine Bitcoin Frequenzâ), sondern Bitcoin im Sinne einer Bewusstseinsfeld- und Energetik-Perspektive tatsĂ€chlich eine bestimmte Frequenz zugeordnet werden kann â eine Art Schwingung, die das kollektive Bewusstsein der Menschheit beeinflussen und auf ein ganz neues Level heben könnte.
Tom Benner, dessen Vortrag darĂŒber ich in einer der letzten Newsletter-Ausgaben bereits erwĂ€hnte, schreibt gerade ein Buch dazu. Und ich habe ihn fĂŒr ein Interview in meinen Heart Money Podcast eingeladen â er hat auch schon zugesagt. DarĂŒber freue ich mich sehr!
Nicht nur Bitcoin-Frequenz ist jetzt fester Bestandteil meines Wortschatzes. Auch SalathÀnde* hat den Eignungstest bestanden. Ich frage mich, wie ich all die Jahre im Space nur ohne dieses bildstarke Wort auskommen konnte. Marc hat es letzte Woche in unserem GesprÀch erwÀhnt. Hast du es schon gekannt?
*Als SalathĂ€nde bezeichnet man Menschen, die bei der kleinsten Kursbewegung nervös werden und vorschnell verkaufen. Es ist das Gegenteil von âDiamond Handsâ, das Menschen beschreibt, die auch bei heftigen Dips ruhig bleiben und langfristig halten.
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3. Eine Prognose
Anfang der Woche ist auf X ein viel diskutierter Artikel ĂŒber KĂŒnstliche Intelligenz viral gegangen. Am Mittwochmorgen begegnete er mir gefĂŒhlt 20-mal in meiner Timeline. Der Tech-GrĂŒnder und KI-Investor Matt Shumer beschreibt darin, wie schnell sich die Welt in den nĂ€chsten Monaten und Jahren durch die rasante Entwicklung von KI verĂ€ndern wird â und was jeder Einzelne in nĂ€chster Zeit tun sollte, um sich und andere darauf vorzubereiten.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass hinter dem Artikel auch ein starker Marketing-Gedanke steckt. Wahrscheinlich wird er heiĂer gekocht, als er spĂ€ter gegessen wird. Aber selbst wenn wir 20 - 40% davon abziehen, bleibt das Ergebnis dramatisch:
âKI ersetzt nicht nur eine bestimmte einzelne FĂ€higkeit. Sie ist ein universeller Ersatz fĂŒr kognitive Arbeit â und sie wird in allem gleichzeitig besser.â
Diese Worte könnten von denen als Bedrohung wahrgenommen werden, deren Job hauptsÀchlich kognitive FÀhigkeiten erfordert. Informatiker, Ingenieurinnen, AnwÀlte, Steuerberaterinnen⊠die meisten akademischen Berufe scheinen betroffen. Weiter schreibt Shumer:
âWenn dein Job hauptsĂ€chlich am Bildschirm stattfindet â wenn der Kern deiner Arbeit darin besteht, zu lesen, zu schreiben, zu analysieren, Entscheidungen zu treffen und ĂŒber die Tastatur zu kommunizieren â, dann wird KI erhebliche Teile davon ĂŒbernehmen. Und das ist keine Frage von âirgendwannâ: Es hat bereits begonnen.â
Bitcoin wird im Artikel zwar nicht explizit erwĂ€hnt. Aber dass KI die Relevanz von Bitcoin als digitales Zahlungsnetzwerk beeinflussen könnte, ist â denke ich â ziemlich klar⊠Mehr dazu bald.
Den lesenswerten Artikel findest du hier.
4. Ein Event
Am 8. MĂ€rz ist Weltfrauentag. Zu diesem Anlass veranstaltet Kirsten Wolff mit Les Femmes Orange ein Bitcoin-Event speziell fĂŒr Frauen â im ehemaligen Kraftwerk bei MaibornWolff in MĂŒnchen.
Das Event ist die perfekte Gelegenheit, um sich endlich tiefer mit Bitcoin zu beschĂ€ftigen und sich mit anderen Neulingen und erfahrenen Bitcoinerinnen auszutauschen. Neben praktischen Bitcoin-Workshops wird es interessante VortrĂ€ge und Panel-Diskussionen geben â inklusive Verpflegung.
Der Les Femmes Orange Weltfrauentag geht 2026 in die zweite Runde. Ich durfte letztes Jahr schon dabei sein und hatte eine richtig gute Zeit. FĂŒr beide GehirnhĂ€lften war etwas geboten. Deshalb: groĂe Empfehlung! Weitere Informationen zum Event und zur Anmeldung findest du hier.
5. Ein Zitat
Bitcoin ist ein Werkzeug, das die Menschheit stĂ€rker verĂ€ndern wird, als die meisten heute begreifen â und dabei enorme Harmonie und Wohlstand ermöglicht. â Marc Guilliard, Bitcoin Hotel
Mögen viel mehr Menschen springen, bevor es zu heiĂ wird. đž
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Hab eine gute Nacht oder eine schöne Woche â ganz egal, wann du diese Worte liest.
Nicole â€ïž
Veröffentlicht am 15. Februar 2026 auf Substack.
Sehr gut erkannt. đ€ FĂŒr die Masse an Menschen ist exponentielles Wachstum nicht greifbar, nur ein Graph in einem Diagramm. Wenn du es aber fĂŒr dich selber greifbar machen kannst, kommst du der Zukunft nĂ€her als dir manchmal lieb ist. đđ