Warum Geldformen immer wieder scheiterten
In der frühen Geschichte der Menschheit starben Währungen oft durch schlichten technologischen Fortschritt. Gesellschaften nutzten schwer zu beschaffende Güter wie Muscheln oder seltene Steine als Tauschmittel. Sobald jedoch eine neue Technologie die Produktion drastisch vereinfachte, kam es unweigerlich zur Inflation und das Geld verlor seinen Wert.
Ein anschauliches Beispiel sind Glasperlen in Westafrika, die dort lange als stabiles, wertvolles Geld galten. Als europäische Händler jedoch mit der fortschrittlichen Technologie europäischer Glasmanufakturen massenhaft und extrem billig produzierte Perlen importierten, wurde die afrikanische Bevölkerung durch diese gigantische technologische Inflation systematisch entwertet.
Ein weiteres Beispiel ist der technologische Schock von David O’Keefe.
Der irisch-amerikanische Kapitän wollte auf der Yap-Insel getrocknetes Kokosfleisch kaufen, jedoch wollten die Inselbewohner nur ihre Rai-Steine als Bezahlung. Dieser witterte das Geschäft und stellte mit Dynamit und Eisenwerkzeugen eine Menge dieser Steine her, die er mit seinem großen Segelschiff in großen Mengen auf die Insel bringen konnte. Das führte zur Inflation und letztendlich zum Ende dieses Geldes.
Warum Gold und Silber zu langsam waren
Edelmetalle wie Gold und Silber galten lange als sicherer Hafen, da sie sich nicht künstlich herstellen ließen. Doch mit dem Aufstieg einer global vernetzten Welt stießen auch sie an ihre absoluten Grenzen: mangelnde Geschwindigkeit und schwierige Überprüfbarkeit.
Im weltumspannenden Handel war es viel zu langsam, gefährlich und teuer, physische Goldbarren zur Begleichung von Schulden auf Schiffen oder Zügen um den Erdball zu transportieren. Zudem vertrauten sich internationale Geschäftspartner nicht blind. Das Gold bei jeder Transaktion auf seine reine Echtheit zu überprüfen – etwa um auszuschließen, dass Barren im Kern mit billigeren Metallen wie Wolfram gefüllt waren – erforderte aufwendige Schmelzverfahren oder chemische Tests, die das Handeln massiv ausbremsten.
Herrscher und Staaten als Treiber der Inflation
Um diese schwerfälligen Nachteile der Edelmetalle zu umgehen, führte man Banknoten ein. Die Menschen gaben ihr Gold bei Banken ab und handelten stattdessen mit verbrieften Papierzetteln, da diese schnell und einfach zu überprüfen waren. Dies übergab die ultimative Macht an Könige und Staaten.
Ohne die Beschränkungen der Natur begannen Herrscher in der Neuzeit, Währungen systematisch zu entwerten. Ob Könige den Kupferanteil in Münzen erhöhten oder moderne Staaten später die Goldbindung des Papiergeldes komplett aufhoben: Um Kriege und Schulden zu finanzieren, liefen die staatlichen Notenpressen heiß. Die Währungszusammenbrüche der jüngeren Geschichte waren fast ausschließlich menschengemacht.
Bitcoin löst das historische Dilemma
An genau diesem Endpunkt der Währungsgeschichte trat 2008 Bitcoin auf den Plan. Die digitale Währung vereint die besten Eigenschaften vergangener Geldsysteme und schließt deren Schwächen gleichzeitig aus:
Globale Geschwindigkeit und absolute Überprüfbarkeit: Bitcoin lässt sich in Sekundenbruchteilen übers Internet an jeden Ort der Welt senden. Gleichzeitig kann jeder normale Nutzer die Zahlung mathematisch garantieren und überprüfen, ohne einem Dritten vertrauen zu müssen.
Schutz vor dem Staat: Bitcoin ist dezentral. Es gibt keinen Herrscher und keinen Zentralbanker, der die Menge über die absolute Obergrenze von 21 Millionen Stück hinaus inflationieren könnte.
Schutz vor der Technologie: Wenn Computer durch technologischen Fortschritt immer schneller werden, passt das Netzwerk die Schwierigkeit der mathematischen Aufgaben einfach an. Technologie kann Bitcoin nicht inflationieren, sie macht das Netzwerk nur noch sicherer.
Ob Bitcoin für immer das letzte Geld sein wird, weiß niemand. Jedoch wissen wir dass es für die jetzige Zeit die besten Eigenschaften bietet.
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