Rennbericht: 4. Lauf Kawasaki Ninja ZX-4RR Cup – TT Circuit Assen, 14.–16. August 2026
Der vierte Lauf des ZX-4RR Cups im Rahmen der Euro Moto führte uns nach Assen – auf die „Cathedral of Speed“. Was auf dem Papier nach einem der Highlights der Saison klingt, wurde für mich ein Wochenende voller organisatorischer Pannen, technischer Probleme und wenig Glück.
Freies Training: Altreifen, keine Aussage
Im freien Training bin ich ausschließlich auf alten Reifen unterwegs gewesen. Entsprechend kamen keine vernünftigen Zeiten zustande. Das Training diente vor allem dazu, die Strecke wieder zu spüren und das Motorrad grob einzustellen – mehr war unter diesen Bedingungen nicht drin.
Qualifying 1: Chaos in der Boxengasse, nachträgliche Disqualifikation
Das erste Qualifying begann chaotisch. Es konnte erst nach einer Verzögerung gefahren werden – eine Verzögerung, die den Fahrern nicht kommuniziert wurde. Das Feld wartete am Ende der Boxengasse, musste dann wieder zurück und die Reifenwärmer erneut aufziehen. Alle Fahrer, die das Motorrad nicht zurückgeschoben hatten, wurden bestraft. In meinem Fall bedeutete das: nachträgliche Disqualifikation aus QF1.
Qualifying 2: Gemischte Strecke, trotzdem drin
Durch die Disqualifikation aus QF1 musste ich mich über QF2 qualifizieren. Das war schwierig: Am zweiten Tag herrschten gemischte Streckenverhältnisse – teilweise nass, teilweise trocken. Trotzdem hat es gereicht. Die Qualifikation war unter diesen Bedingungen kein Selbstläufer, aber am Ende stand ich auf dem Grid.
Rennen 1: Kupplung kaputt in Runde 1
Im ersten Rennen am Samstag war nach der ersten Runde Schluss. Die Kupplung ist kaputtgegangen, das Rennen war damit vorbei. Danach folgte die Reparatur für Rennen 2 – plus weitere, im Rückblick weitgehend sinnlose Schrauberei am Motorrad.
Rennen 2: Nur noch Erprobung
Nach dem Verlauf bis dahin war Assen für mich im Grunde abgeschrieben. Das zweite Rennen habe ich nicht mehr als Ergebnisjagd gesehen, sondern als Erprobungsfahrt: prüfen, ob die Reparatur hält, und das Material nach dem Chaos der Vortage wenigstens noch einmal sauber bewegen.
Fazit
Assen war ein Wochenende, das sportlich und organisatorisch wenig hergegeben hat. Freies Training ohne Aussage, Qualifying-Chaos mit Disqualifikation, Defekt im ersten Rennen und ein zweites Rennen nur noch zum Testen. Hockenheim kommt – und kann nur besser werden.
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