Freie Medienakademie XXXVIII

Wochen-Bericht: 25. bis 31. Juli. Mit einem Millionär von unten, einer Corona-These und Lesetipps für den Sommer.
Freie Medienakademie XXXVIII

Sommer, Sonne, Luftholen. Die Freie Medienakademie macht im August Pause. Damit Ihnen nicht langweilig wird, gibt es ein paar Lesetipps und natürlich all das, was sich im Laufe der letzten Monate angesammelt hat und vielleicht noch studiert oder gesehen werden muss – Lebensgeschichten zum Beispiel, den Schlussakkord von Hans dem Kleingärtner (Vergeblichkeit!) oder eines der Gespräche, die es nicht nur auf unserem YouTube-Kanal gibt, sondern (für alle, die die Datenkrake nicht mögen) auch auf The Plattform, einer Mediathek, die Paul Brandenburg gegründet hat.

Wir werden die Zeit nutzen, Ideen wälzen und dann mit ein paar Neuerungen zurückkommen, die unser Projekt noch stärker auf den Journalismus zuschneiden, den wir auch in den Kursen vorantreiben. Nah dran am Leben und an den Menschen, sachlich und trotzdem originell. Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten: Wir bitten in aller Regel nicht um Spenden, freuen uns aber trotzdem, wenn sich die Kosten auf mehrere Schultern verteilen.

Wenn Sie uns live erleben möchten: Wir sind am 29. August in Braunsbedra (beim Sommerfest von Nuoviso), einen Tag später beim Festival der Meinungsfreiheit in Magdeburg und dann an drei Abenden nacheinander vor den Toren von Regensburg mit spannenden Gästen: Gerd Reuther (3. September), Robert Stein (4. September) und Friedrich Pürner (5. September). Bitte anmelden, damit wir planen können. Der nächste Newsletter kommt, so unsere guten Geister wollen, am 5. September.

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Texte

Professor ohne Titel. Noch eine Buchempfehlung für den Sommer – Wolfgang Effenberger, Reden und Essay zur Geopolitik aus den letzten anderthalb Jahrzehnten. Mein Vorwort als Appetitanreger.

Kalkulierte Zerstörung. Die Serie „Atomkrieg aus Versehen“ dürfte Effenberger gefallen. Bastian Werner diesmal über den Nike-Gürtel, vor allem aber über Tatorte, die verschwinden oder romantisiert werden.

Der bestellte Sohn. Bastian Werner zum Zweiten. Spahn, Georg und das Kleingedruckte. Ein Kommentar.

Wohnen von unten. Auch ich bin Millionär, sagt Michi Sailer – und schreibt Wohngeschichte als Stadt- und Gesellschaftsgeschichte. Das mit dem Vermögen ist tatsächlich ernst gemeint.

Wer ist der Mensch? Vier Einkommensklassen über Michi Sailer wird eine Agenda vorangetrieben, die uns Corona beschert und inzwischen den Mainstream erreicht hat. Meine Rezension zu Harald Walach: Transhumanismus.

Der Wind und sein Pionier. Ein Kommentar, der ebenfalls in der Rubrik Oben & Unten stehen könnte. Johannes Lackmann aus Paderborn hat mit „erneuerbaren Energien“ Geld gemacht und dabei ein Mandat in Rendite verwandelt.

Die Verschwörer. Helge Buttkereit über den „Bösewicht vom Dienst“, diese Woche zu finden unter anderem bei Karl Lauterbach und im ZDF.

Ausnahmepfarrer. Werbetext für mein Interview mit Thomas Dietz, der in den 1980ern eine Gemeinde in der Uckermark übernahm und 2020 an das anknüpfen konnte, was er zum Ende der DDR gelernt hat.

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Videos

Das Video heißt „Kirche im Ausnahmezustand: Ein Pfarrer blickt zurück“. 80 Minuten, in denen es auch um das Malchower Format geht, vor allem aber um das, was das Leben ausmacht. Vorschau auf Anfang September: Gerade war Walter van Rossum bei uns. Wir haben über die goldenen 1980er und 1990er gesprochen, über den Rudeljournalismus der Nullerjahre und über einen neuen Mainstream, der einem Angst machen kann. Auflösung nach der Sommerpause.

Kurse

Der Bewerbungsschluss für die Herbstkurse ist abgelaufen. Wenn Sie trotzdem Interesse haben sollten: Versuchen Sie es mit einem Motivationsschreiben. Alle Termine:

24. bis 27. September 2026: Interview (Gast: Jürgen Fliege)

8. bis 11. Oktober 2026: Journalismus-Retreat

10. bis 14. März 2027: Kompaktkurs Journalismus

8. bis 11. April 2027: Intellektuelle Selbstverteidigung

Außerdem jederzeit (wochentags, Anfragen per Mail): Still bleiben, dagegenhalten, weglaufen? Wie wir im Gespräch bleiben.

Sonstiges

Das Video über die Rundfunkpläne der AfD ist nicht wirklich gut gelaufen. Immerhin: Gernot Danowski hat den Text zum Thema genutzt und mich dazu im Kontrafunk befragt.

Links

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