Die unerträgliche Ertragbarkeit der Realität
Aschenputtel macht Akkordarbeit, was keine Herabsetzung sein soll, im Gegenteil. Eine höchst anspruchsvolle und wichtige Arbeit. Die Wahrheit ins Töpfchen, die Lüge ins Kröpfchen. Zu tun gibt es reichlich genug. Die Lüge braucht immer mehr Kraft, um die Wahrheit zu verdecken. Und dreister müssen die Lügen werden, manche haben das Lügen zur Meisterklasse perfektioniert. Wahrscheinlich schon so sehr, dass sie selber an das glauben, was sie sagen. Paradebeispiele lassen sich massenhaft besonders in der politischen Landschaft finden, im Wald der Pinocchios und Münchhausens.
Gleichzeitig lüftet sich der Schleier. Die Verschwörungstheorien der Verschwörungspraktiker stellen sich als Tatsachen heraus. Die Wahrheit sprudelt und spritzt als Fontäne empor, als hätte man eine neue Ölquelle angebohrt.
Zum Lügen besonders geeignet ist auch der Krieg. Erst in der Ukraine, jetzt im Iran. Es geht schon damit los, ob sogar „kritische“ Portale vom Krieg des Iran gegen die USA und Israel, oder vom US-israelischen Krieg mit dem Iran berichten. Man muss da wirklich höllisch aufpassen.
Zugegeben, oft ist die Realität unerträglich. Es gibt Tage, da übersteigt sie das menschliche Fassungsvermögen. Die Epstein-Akten sind so ein Fall, und um den nicht permanent im Fokus zu behalten, wo er hingehört, weil es so aussieht, dass hier Hintergründe und Hintersatanisten aufgedeckt werden können, versucht man durch Nebenschauplätze davon abzulenken. Wohl auch, weil es Hinweise darauf gibt, dass diese Monster an der Vorbereitung zum Corona-Ereignis beteiligt waren.
Dabei wird sonnenklar, die Mainstream-Medien werden immer der Feind aufgeklärter, wacher Menschen sein, so lange sie so sind, wie sie jetzt sind. Aber auch die Medienlandschaft verändert sich derzeit. Vielleicht gibt es Hoffnung auf einen Abschied in absehbarer Zeit?
Im faustschen Sinne könnte man abgewandelt sagen: Sie sind der Teil von jener Kraft, die stets die Lüge will und doch die Wahrheit schafft. Warum? Weil sie die Freigeister anspornt, zu korrigieren und neue Portale wie Pilze aus dem Boden schießen. Am vertrauenswürdigsten sind derzeit noch Einzelpersonen, die zumindest unabhängig aufgestellt erscheinen, aber auch hier muss man sehr vorsichtig sein und diese von Zeit zu Zeit als der Wahrheit verpflichtete Informationsquelle kritisch hinterfragen.
So schwer es auch gelegentlich ist, die Realität auszuhalten, was derzeit geschieht, bringt einen Teil der Menschen voran. Es ist gut, wenn immer wieder mal ein Scheinwerfer herunterfällt, damit immer mehr Menschen merken, dass wir die längste Zeit in einer Simulation gelebt haben, die von einem Netz aus Lügen gewebt wurde.
In diesen oft schweren Zeiten kann man so unendlich viel lernen.
Jetzt darf man jedoch nicht glauben, nur weil viele das Mysterium von Corona durchschaut haben, dass das auch auf alle anderen Bereiche zutrifft, die unser derzeitiges Leben bestimmen.
Bestes Beispiel dafür ist aktuell das, was sich im Iran abspielt. Hier gibt es verschiedene Ebenen: Interessen von Staaten, wirtschaftliche Hintergründe, Machtverteilungen, Kräftemessen aber eben auch viele Anzeichen dafür, dass dieser Konflikt einen religiös-weltanschaulichen Hintergrund haben könnte. Man kann sogar noch einen Schritt weitergehen. Sogar ein geistiger Hintergrund wäre zu erkennen, wenn man offen dafür ist.
Viele haben hier ein Déjà-vu. So, wie viele lieber dem Weltbestätigungs-TV, den Wissenschaftlern und Politikern mehr geglaubt haben, als den langjährigen Freunden, wenn es um ein Pro und Contra in Sachen Genbehandlung ging, so gibt es heute Menschen, die Kritik am gefestigten religiösen Weltbild als Erschütterung erleben, der sie sich nicht aussetzen wollen.
Und wieder anderen, die spätestens nach drei Monaten gemerkt haben, dass mit der Corona-Inszenierung etwas nicht stimmen kann, reicht eine Weltbilderschütterung vollkommen aus.
Wenn es darum geht, sich einmal mit den Hintergründen, den treibenden Kräften im Iran-Konflikt und den beteiligten Parteien und Strömungen zu beschäftigen, dann geht der Vorhang herunter. Nach so kurzer Zeit noch eine Weltbilderschütterung ist dann einfach zu viel.
Wenn hier der Teil der Realität zu nahe rückt, den man nicht sehen will, wenn sie zu sehr mit der Realität konfrontiert werden, dann geht es in die Abwehr.
Dasselbe Muster greift, wie seinerzeit schon bei den Carola-Realitätsverweigerern.
Um nicht noch mehr und weiter mit der Realität konfrontiert zu werden, bleibt dann nur noch ein Weg: Der andere ist entweder „viel zu negativ“ oder „viel zu belehrend“.
Der „Belehrende“ könnte sich zurücklehnen und abwarten, ob denn Fragen oder der Bedarf von Informationen an ihn herangetragen werden, und wenn nicht, dann wäre Schweigen angesagt. Das Schweigen geht jedoch dann nicht, wenn der Gesprächspartner nach Ansicht des „Belehrenden“ Dinge von sich gibt, die so nicht im Raum stehen gelassen werden können, weil sie nicht der Realität entsprechen und es bereits Fakten gibt, die das beweisen.
Bringt man diese Fakten vor, stößt man vor eine Wand, die andere Seite will sie nicht hören, sie will lieber bei ihrer Auffassung und Vorstellung von der Welt bleiben. Schön und gut, ist ihr gutes Recht, aber wie soll dann ein Austausch zu diesem Thema weiter möglich sein? Das ist das Dilemma.
Es war doch einmal so, dass man offen dafür war, im Gespräch gegenseitig voneinander zu lernen, sein Wissen um neue Erkenntnisse des anderen zu erweitern. Das scheint heute nicht mehr zu gelten.
Man hat dann die Wahl, das Thema ganz auszulassen, was jedoch für viele nicht geht, die sich der Wahrheit verschrieben haben. Und die haben dann keine Lust, sich weiter „Müll“ anzuhören, weil die Fakten einfach eine andere Sprache sprechen.
Die Wahrheit ist ein verdammt scharfes Schwert. Natürlich will man niemanden verletzen oder verbal persönlich angreifen. Feiner wäre es sicher, man könnte mit dem Florett fechten, doch was ist, wenn das Florett für den Gegner, der die Lüge oder manipulierende Informationsquellen sind, nicht ausreicht, und man den schweren Vorhang nur mit einem scharfen Schwert durchtrennen kann, damit sich die Wahrheit in der Realität zeigt?
Ingeborg Bachmann: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“. Ist das am Ende dann doch zu viel verlangt? Sind es immer noch zu viele Menschen, die mit der Wahrheit überfordert sind?
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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(Bild von pixabay)
Danke für den Artikel!
Kürzlich gelesen: “The price of freedom is eternal vigilance” - hat mich getroffen und ist leider sehr anstrengend.