Who the fuck is Donald?
In erster Linie wohl ein Narzisst, mit weiteren psychischen Auffälligkeiten. Einer, der es fast immer schafft, dass das Butterbrot mit der Marmeladenseite nach oben auf den Boden fällt.
Unkonventionell, ohne den typischen Habitus eines Politikers: Bevor ich Ihnen auf diese Frage antworte, lassen Sie mich zunächst sagen…
Direkt, spontan, ständig übertreibend, widersprüchlich und, wie man an seinen Äußerungen zum Iran vor dem vielleicht gar nicht so lange haltenden Waffenstillstand mit dem Iran erleben durfte, gerne auch vulgär. Ich kann mir alles erlauben, alles herausnehmen, die USA sind die Größten!
Im Iran trifft ein “Bauern-Trumple” aus einem Land mit gerade mal einer Geschichte von rund 250 Jahren auf Menschen, die aufgrund ihrer 3000-jährigen Kultur einen ganz anderen Hintergrund haben. Intellektuell und geistig sind sie dem eher schlichten Trump wohl haushoch überlegen. Es geht gar nicht um die Inhalte, aber da ist was im Iran, was in den USA nicht ist, und das hat mit der Zeit zu tun.
Siegessicher, aufgrund seiner persönlichen Erfolge, die er in seiner Biografie angehäuft hat. Übung darin, den Kopf immer wieder aus der Schlinge zu bekommen, wenn andere schon längst aufgegeben haben und keinen Ausweg mehr sehen. Er findet einen, mit seiner Art der Schläue, auch irgendwie bewundernswert, aber talentiert eher fürs Grobe.
Ein Deal-Maker. Gerne vergisst er, dass da immer zwei dazu gehören, sich nicht jeder übervorteilen lässt und es auch Leute gibt, die nicht zwangsläufig mit seinen Konditionen einverstanden sind.
In den Entscheidungsträgern im Iran hat Trump seinen Meister gefunden. Die lassen sich nicht von seinem Aufplustern, seinem Imponiergehabe ins Boxhorn jagen, die wissen, mit wem sie es zu tun haben, auch nach dem aktuell vereinbarten Waffenstillstand, bei dem jetzt schon fraglich ist, ob und wie lange er halten wird, da Israel ja weiter fleißig den Libanon planiert.
„Unsere Ziele sind weitgehend erreicht“, tönt es von Trump, Hegseth und Vance, als das jecke Dreigestirn der USA. Eine offensichtliche Lüge, nichts ist wirklich erreicht, und das wird schöngeredet. Gar nicht gut für die Glaubwürdigkeit und das Ansehen in der Welt, dass für die USA doch recht wichtig ist, auch wenn immer wieder betont wird, dass es den USA scheißegal ist, was andere über sie denken. Amerika First, MAGA!
Zuerst an das eigene Land zu denken, absolut legitim, sollte Deutschland auch mal versuchen, aber nicht auf den Knochen anderer.
Im November sind Halbzeitwahlen, die will Trump gewinnen. So aber nicht. Die Mehrheit der US-Amerikaner ist gegen den Einsatz im Iran, ist gegen die Keule und die Brechstange.
Verzweifelt suchen diejenigen, die unter allen Umständen nach wie vor zu Trump halten wollen, nach Gründen, warum der Iran ausschließlich der Böse ist. Schließlich unterstützt er ja finanziell den weltweiten Terror. Und die USA, sind die besser? An wen liefern die USA Waffen, an diejenigen, von denen sie glauben, dass sie für die US-amerikanischen Interessen von Vorteil sind.
Viele klammern sich zu ihrer eigenen Weltbilderhaltung an Trump, den Retter der Welt. Der ist es, der es schon für sie richten wird, der weiß genau, was er tut, der spielt mehrdimensionales Schach, ja, ja. Das sind vielleicht diejenigen, die immer noch nicht erkannt haben, oder nicht erkennen wollen, dass der Einzige, der sie retten kann, sie selber sind. Indem Sie die Vorstellung aufgeben, es braucht einen großen, mächtigen Führer. Das ist natürlich bequemer, als ins Selbstdenken, Selbstwollen und Selbstfühlen zu kommen.
Die USA müssen lernen, dass ihr Zeit, die Weltpolizei zu spielen, dem Ende zu geht. Die Rente steht vor der Tür. Die Dominanz des Petro-Dollars ist heute schon fragil.
Es wäre gescheiter, sich in die neuen Kräfteverhältnisse einzufinden und den für die USA angemessenen Platz einzunehmen, doch die Borniertheit, die Großkotzigkeit, die Überheblichkeit und Arroganz hält die USA derzeit davon ab. Etwas mehr Bescheidenheit und ein besonnenes Einrichten mit einem würdevollen Rückzug wäre angebracht. Doch so etwas fällt schwer, wenn man es Jahrzehnte gewohnt war, tonangebend zu sein.
Die Luft ist raus, der Ballon ist geplatzt. Die Regierung der USA ist nicht weniger ein jämmerlicher Haufen von Aufschneidern, wie in anderen Staaten, vor allem in Europa, auch, wenn es um Moral, Werte, das Schätzen des Menschen an sich geht.
Menschliche Wracks in Maßanzügen, unter denen man die in Fetzen herunterhängende Haut nicht sieht. Geistig leere Zombies, besessen von Ideologien, im Namen Gottes, kämpfen für Jesus, was für Schwachmaten. Sie zehren noch von alten Zeiten und merken nicht, dass sich der Wind längst gedreht hat. Das US-Imperium verblasst, die Fassade bröckelt, der Putz fällt langsam aber unaufhörlich von der Wand, das Dach wird undicht. Noch klingen bessere Zeiten nach, die bis in die Gegenwart reichen, doch wie lange noch?
Ja, aus westlicher Sicht gibt es reichlich, wofür man den Iran kritisieren könnte, aber hat mal jemand danach gefragt, was es aus Sicht derer, die nicht zum sogenannten Wertewesten gehören, an diesem konstruktiv zu kritisieren gibt? Hat die westliche Welt die Weisheit mit dem Löffel gefuttert? Woher kommt diese unerträgliche westliche Arroganz? Ist sie noch zeitgemäß?
Seit kurzem wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Wie lange wird der halten, wenn Israel meint, dass es sich nicht darum zu scheren hat und weiter im Libanon wütet? Versucht Israel absichtlich, alles daran zu setzen, dass das nicht lange hält?
Warum lässt sich Russland im Ukraine-Konflikt nicht auf einen Waffenstillstand ein, sondern pocht auf Friedensverhandlungen. Was haben die USA vor? Eine neue Strategie entwickeln, Kraft schöpfen, Kräfte bündeln? Glauben die USA wirklich, der Iran ist so doof, dass er den USA dieses Mal vertraut, dass sie halten, was sie versprechen?
Und die Großkotzigkeit geht ja schon gleich weiter: Die USA wollen in der Straße von Hormus mitmischen. Da wird sich der Iran aber freuen. Versucht Trump es vielleicht mit einem Trojanischen Pferd, in den persischen Golf zu gelangen?
Trump hat mit seinem verbalen Herumgerotze so viel Porzellan zerschlagen, dass es unmöglich ist, sich vorzustellen, dass der Iran nach wie vor nicht in „Hab-Acht-Stellung“ bleibt, und bei dem kleinsten Verdacht, energisch Halt sagen wird.
Und dann gibt es noch die kleine Zecke Israel, die Regierung unter Netanjahu, die gar nicht aufhören wollen, wo sie doch schon mal so schön angefangen haben. Es würde nicht wundern, wenn von dort aus erneut Unfriede gestiftet werden würde, der das Feuer erneut entfacht.
Vorläufiges Fazit: Es steht zwar Waffenstillstand drauf, aber es ist nicht wirklich Waffenstillstand drin.
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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