Eine Stimme des Entsetzens zur Stimme der Vernunft

Radio- „sowohl – als auch“ tut Not
Eine Stimme des Entsetzens zur Stimme der Vernunft

Dem Kontrafunk Glückwünsche zur tausendsten Sendung „Kontrafunk aktuell“ am 17. April 2026.

In der Tat ist der Kontrafunk mit Aufnahme des Sendebetriebs, seit dem 21. Juni 2022, eine Stimme der Vernunft gewesen, wenn es um wertvolle Informationen zur Corona-Inszenierung ging, die sehr dazu beigetragen haben, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt.

Wie sich bis zum heutigen Zeitpunkt immer wieder herausstellt, handelt es sich bei den Informationen nicht um Verschwörungstheorien, oder einseitige Interpretationen aus der Wissenschaft, sondern um Fakten, die der Teil der Wissenschaft und andere, die ebenfalls mitgelogen und betrogen haben, aus Gründen der eigenen Existenzberechtigung bis heute nicht anerkennen können.

Umso entsetzter muss man sein, wenn ein Radiosender, der sich der Vernunft und der Wahrheit verschrieben hat, diesen Weg, seit dem 28. Februar 2026, mit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffs der USA und Israel auf den Iran, für viele Hörer verlassen hat. (Siehe Stellungnahme zu Anfang der Sendung).

https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-17-april-2026

Zugunsten einer Einseitigkeit, eines „Haltungs-Journalismus“, die der Radiosender zu Recht dem öffentlich-rechtlichen Propaganda-Funk vorwirft, ihn jedoch leider selbst für sich reklamiert, in dem der Chef des Kontrafunks es für nötig erachtet, eine klare Stellung zu beziehen, und sich als pro-amerikanischer und pro-israelischer Radiosender zu outen.

Die politische Überzeugung des Kontrafunks lautet:

„Eine Grundsympathie für die USA als Schutzmacht demokratischer und rechtsstaatlicher Freiheiten, sowie Solidarität mit Israel, dessen sichere Existenz für jeden Europäer eine selbstverständliche Forderung sein sollte.“

Das soll hier keine Mitstreiterschelte werden, aber zu solch einer Aussage schweigen geht auch nicht. Wenn jemand mit Sprengstoff jongliert, dann muss er auch damit rechnen, dass es mal knallt.

Eine derartige Aussage muss man so interpretieren, dass alle Kommentare, die den Verlauf des US-israelischen Angriffskrieges auf den Iran (das ist Fakt) betreffen, nur eingefärbt sein können.

Und zwar zugunsten derjenigen, von denen der Kontrafunk in seiner Grundsympathie davon überzeugt ist, dass sie auf der Seite der Guten sind, auf der Seite, die das Richtige tun.

So kann es kein „sowohl – als auch“ geben, keine Kommentare, die die Fakten aus beiden Lagern aufzeigen. Eine ausgewogene Berichterstattung sollte doch dafür sorgen, dass beide Seiten zu Wort kommen, eine Darstellung, wie die USA und Israel ihr Handeln rechtfertigen, und wie die Argumente des Irans sind, warum er wie reagiert.

Fakt ist weiterhin, dass die USA und Israel angefangen haben und der Iran sich daraufhin verteidigt hat, was bekannterweise den Kanzlernden der D+U-Demokratie, der strategisch vereinigten Länder Deutschland-Ukraine, in seiner Brauchtumspflege des Vasallentums, sowohl verwundert, als auch empört hat.

Quellen, die die Sicht des Irans darstellen, könnten Marandi, Mearsheimer, Ritter, McGregor, Diesen und andere liefern, doch die tuten leider nicht in das grundsympathische kontrafunksche Horn.

Dass das nicht in dem Maße geschieht, wie es in einer ausgewogenen Berichterstattung sein sollte, ist vielen Hörern aufgefallen und dafür erlebt der Kontrafunk derzeit, nach eigenen Angaben, heftigen Gegenwind. Die Entscheidung des Senders könnte bewirken, dass viele Hörer möglicherweise in Betracht ziehen, auf die einseitige Berichterstattung des Kontrafunks zu verzichten, was sehr schade wäre, weil es so viele akzeptable Radiosender noch nicht gibt.

Es ist beim besten Willen nicht nachvollziehbar, wie diese bedauernswerte Entwicklung zustande kommen konnte, und es ist zu hoffen, dass der Kontrafunk den Pfad der Vernunft recht bald wiederfindet und diesem weiter folgt, denn so ist das kein kritischer Journalismus, sondern Stellungsbezug zugunsten einer Seite.

Der Unterschied zum öffentlich-rechtlichen Schundfunk seitens der Hörerschaft ist, dass diese, entgegen den Zwangsgebühren, die Möglichkeit haben, ihre finanzielle Unterstützung zu versagen, mit dem Geldbeutel abzustimmen, nicht aus dem Grund, dass man ihnen nicht nach dem Mund redet und ihr Weltbild bestätigt, sondern weil sie nicht zuletzt auch gerade durch den Kontrafunk gelernt haben, sehr wach und hellhörig die gebotenen Informationen einzuordnen und Einseitigkeit sofort zu erkennen.

Ein interessantes Beispiel für die „Inschutznahme Trumps“ ist der Beitrag im Kontrafunk vom 15. April.2026 „Was hinter dem Trump-Hass steckt“ (Interview 2)

https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-15-april-2026

In diesem Beitrag unter anderem kein Wort dazu, welche Rolle Israel in der unsäglichen Situation spielt.

Und ja, es gibt auch reichlich Punkte, in denen der Iran kritisiert werden könnte, aber dann bitte Fakten und bitte zu allen beteiligten Parteien, das wäre wirklich sehr wünschenswert.

Zur Erinnerung: Nicht alle Muslime sind Terroristen, genau so wenig, wie alle Juden Zionisten sind, oder alle Christen Hardcore-Evangelikale. In dieser Gemengelage sollte man wirklich sehr genau differenzieren, um nicht das Bild einer religiösen Generalamnestie einerseits und einer Generalverurteilung andererseits zu erzeugen.

Zum Abschluss noch einmal der aktuelle Stand der Dinge zur Straße von Hormus, die einem Theaterstück gleichen, in dem ständig Türen auf- und zugehen, hinter denen laufend jemand verschwindet und wieder erscheint:

Die Straße von Hormus war offen, bevor die USA und Israel den Iran angegriffen haben.

Von iranischer Seite musste die geografische Lage genutzt werden, weil niemand auf die Idee kommen würde, dem Einbrecher auch noch die Türe aufzuhalten.

Der Iran hat deshalb den Durchgang kontrolliert und für Schiffe freigehalten, die ihm nicht feindlich gesinnt waren.

Die USA haben versucht, größere Löcher in das Sieb zu bohren, das der Iran in der Hand hält, damit mehr Tanker durchkommen. US-amerikanische Kriegsschiffe wurden durch iranische Kriegsschiffe daran gehindert, in dem sie aufgefordert wurden, sich zurückzuziehen, andernfalls würde man auf sie schießen. Der Iran hat nicht erst geschossen und dann Bescheid gesagt, warum.

Die USA behaupten, die Straße von Hormus wieder für die Durchfahrt aller, auch die Schiffe der dem Iran unfreundlich gesinnten Staaten geöffnet zu haben.

Nachdem Israel erklärt hat, dass es einen Waffenstillstand mit dem Libanon gibt, der wiederum ein Punkt der Waffenstillstandsforderungen des Irans war, die die USA zunächst zugunsten Israels ignoriert haben, hat der Iran daraufhin die Straße von Hormus für komplett geöffnet erklärt.

Nachtrag: Im Moment soll es so sein, dass die USA nun die Straße von Hormus blockieren. Also die Blockade der Blockade der Straße von Hormus, die je nach Sicht nie offen, nie geschlossen, oder von der jeweils anderen Partei blockiert oder geöffnet wird. Wer blickt da noch durch?

Da die Straße von Hormus und der Persische Golf rein geografisch nicht vor Florida, sondern eher an das Territorium des Iran grenzen, könnte man annehmen, dass die Erklärung des Iran diejenige ist, die Gültigkeit hat, weil die USA dort gerne etwas zu sagen hätten, faktisch das jedoch nicht der Fall ist.

Man kann jetzt nur hoffen, dass der deutsche Großkanzler nicht auf die Idee kommt, Schiffchen der deutschen berittenen Gebirgsmarine in den Persischen Golf schippern zu lassen, um die ungehinderte Passage durch die Straße von Hormus mit zu überwachen und zu gewährleisten. Vielleicht ist er ja auch auf die Idee gekommen, zukünftig stärkste maritime Kraft im Persischen Golf werden zu wollen, zuzutrauen wäre ihm eine weitere weltfremde Aussage ohne Zweifel.

Ganz nebenbei würde der derzeit unbeliebteste Kanzler in dem bislang bekannten Teil des Weltalls Deutschland zur Kriegspartei machen, was, wenn der Waffenstillstand nicht halten sollte, Ziele in Deutschland, zum Beispiel Ramstein, zum legitimen Ziel des Irans machen würde. Wenn ein Dilettantenkanzler daran arbeitet, dem deutschen Volk Schaden zuzufügen, statt ihn von ihm abzuwenden, auch, wenn er noch nicht eingetreten ist, wäre der deutsche Michel dazu verpflichtet, Widerstand zu leisten, doch der wacht kurz auf, empört sich mal eben und schläft dann wieder weiter.

Folgt eine Fortsetzung von „Tür-auf-Tür-zu“ oder war es das jetzt und es kann endlich Ruhe einkehren in den Ländern im Nahen und Fernen, Oberen und Unteren Osten, oder hat Netanjahu noch Mittel, Trump vor sich herzutreiben, bevor der Brand endgültig und nachhaltig gelöscht werden kann?

Ein Pro und Kontra, ein Für und Wider, ein Hineinversetzen in die jeweiligen Positionen und Argumentationsgrundlagen wäre dem Kontrafunk ohne Zweifel zuzutrauen, wenn er den Pfad der Grundsympathie wieder verlassen würde und einfach nur sagt, was ist, auf allen beteiligten Seiten.

 

 

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

* (Wem meine Artikel gefallen, bitte teilen. Und einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*

(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

* *

(Bild von pixabay)


No comments yet.