Ein erstrebenswertes Ziel – bis zur Erschöpfung verfolgt
Jeane Manning
Anmerkung: Der vorliegende Beitrag erschien ursprünglich am 25. Februar auf Jeane Mannings Substack “Aether or …”.
Vergangene Woche fand ich zufällig das unten stehende Foto. Es rief mir mehr in Erinnerung, als ich in einem einzigen Artikel erzählen kann – aber ich möchte wenigstens den unermüdlichen Geist von Helden wie dem mittlerweile leider verstorbenen Dr. Eugene Mallove würdigen.
Nachdem ich die Gedanken und Geschichten rund um dieses Bild zusammengefasst hatte, versuchte ich, sie in einem Substack-Beitrag zu verpacken. Ich las die Rohfassung meinem kleinen Kreis von vier befreundeten Autoren vor. Ihr Urteil: „Nein, du lässt zu viele Fragen darüber offen, wer was getan hat. Mach es nicht zu kompliziert! Wir wollen einfach nur wissen, wie ,Nullpunktenergie‘ oder ,kalte Fusion‘ unser Leben ändern wird.“
Das sollte nicht allzu schwierig sein, weil ich ja schon ganze Buchkapitel darüber geschrieben habe, welche Folgen eine Umstellung auf eine saubere, praktisch kostenlose Energieform, die alles Leben auf der Erde respektiert, für die Welt haben wird. Um also ein wenig darüber zu berichten, was uns revolutionäre Durchbrüche bringen könnten, wenn die heutigen Kapitalinteressen es zulassen, nehme ich das Foto als Aufhänger.

Dr. E. Mallove, J. Manning, der Politiker P. Hellyer, Dr. Hal Fox (2. Reihe, mit Gattin) und V. Hambley (stehend) an der University of Victoria, 2000 (Foto: ©** Bruce Daniel)
Wir waren damals auf einer kanadischen Konferenz, auf der wir den Beginn des neuen Jahrhunderts feierten. Val Hambley – die Frau, die uns gerade instruiert – war eine hilfsbereite Freundin aus Vancouver und Mitglied des Hauptkomitees der Konferenz. Die Veranstaltung, eine umweltbezogene/visionäre Konferenz namens „Kongress über das Klima der Veränderung“, fand an der kanadischen University of Victoria statt.
Da Val im Organisationskomitee saß, hatte sie darauf bestanden, dass es eine Reihe von Vorträgen zum Thema „Neue Energie“ geben sollte. Sie ersuchte mich darum, die Referenten für diesen Bereich einzuladen.
Die Veranstalter wollten uns keine Spesen zahlen, also musste ich den Vortragenden mitteilen, dass sie selbst für die Kosten aufzukommen hatten. Sie reisten trotzdem aus Utah, Kalifornien, New Hampshire und Teilen Kanadas an, um Universitätsstudenten über revolutionäre Ansätze zu den Themen Gezeiten- und Sonnenenergie sowie Nullpunktenergie, kondensierte Ladungstechnologie und Fortschritte bei der sogenannten kalten Fusion zu informieren.
Auf dem Foto kann man erkennen, dass Gene Mallove sichtlich erschöpft ist. Er war von der Ostküste der USA angereist, hatte in Chicago für eine bedeutende wissenschaftliche Konferenz Station gemacht und flog dann weiter nach British Columbia, obwohl er sich bereits im üblichen Zustand nach einer solchen Konferenz befand: schwerem Schlafmangel.
Warum er sich alles abverlangte: Er wollte jede Chance nutzen, Studenten der Naturwissenschaften Hoffnung und Orientierung für eine bessere Zukunft zu geben.
Überraschenderweise riet eine einflussreiche Person aus dem Organisationskomitee der Konferenz (ein Mensch, der für konventionelle Sonnen- und Windenergie eintrat) den jungen Teilnehmern davon ab, unserer „Neue Energie“-Gruppe Aufmerksamkeit zu schenken. Ich werde gar nicht erst versuchen, diese lange Geschichte hier zu erzählen – vielleicht einmal in meinen Memoiren.
Worauf ich eigentlich hinauswollte: Die Opfer, die unsere sechs „Neue Energie“-Vortragenden und Val zu bringen bereit waren, zeigen auf, wie sehr wir davon überzeugt waren (und sind), dass eine solche Energierevolution sich lohnt.
Was verhießen Durchbrüche im Bereich der „grenzenlosen Energie“ für das 21. Jahrhundert?
Dr. Mallove bewies weiterhin seine Unvoreingenommenheit. Obwohl er seit Jahren ein Insider der Kalte-Fusion-Szene war, wagte er sich noch weiter vor. So schrieb er beispielsweise begeistert über einen gepulsten Plasmaprozess, nachdem er Dr. Paulo Correa und dessen Frau Alexandra in Kanada besucht hatte. Bei der Erfindung der beiden schien es um eine Kraft zu gehen, die unter unterschiedlichen Namen wie Orgon, Chi oder Lebenskraft bekannt ist.
Dr. Mallove sagte vorher, dass die Kommerzialisierung neuer Energien gleichzeitig erstaunliche Lebenskrafttechnologien für Gesundheit und Heilung auf den Markt bringen würde.
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Auch Dr. Fox und Paul Hellyer prognostizierten positive Auswirkungen
Hal Fox schrieb ein Buch mit dem Titel „Cold Fusion Impact in the Enhanced Energy Age“ [dt. etwa: „Die Auswirkungen der kalten Fusion im Zeitalter verbesserter Energie“], das allein schon Thema eines eigenen Beitrags sein könnte.
In diesem Post möchte ich mich aber mit der Vision des ehemaligen kanadischen Ministers Paul Hellyer befassen. Val Hambley kannte Hellyer als Politiker, weil sie ihn bei seinen Bemühungen um eine Bankenreform unterstützt hatte. Sie lud ihn ein, die „Neue Energie“-Vortragenden auf der Konferenz vorzustellen, und ersuchte mich, ihn „auf den neuesten Stand zu bringen“.
Der ehrenwerte Paul Hellyer
Zu diesem Zeitpunkt wusste Hellyer noch nichts über die außerhalb des Mainstreams untersuchten neuen Ansätze zur Gewinnung sauberer Energie. Zwei Jahre später schickte ihm ein Mann aus Ottawa das Buch „Der Tag nach Roswell“ von Oberst Philip J. Corso. Hellyer nahm es als Urlaubslektüre mit auf Reisen und war überrascht von der Glaubwürdigkeit des Werks. Der Mann aus Ottawa übersandte ihm daher weitere Informationen.
Hellyer, der Verbindungen in Militär- und Regierungskreise hatte, konnte einen hochrangigen Kontakt anrufen und ihn nach unidentifizierten anomalen Phänomenen (UAPs) fragen. Gibt es diese Ufos wirklich und verfügen sie tatsächlich über fortschrittliche Technologien für den Antrieb und die Energieerzeugung an Bord, ohne dabei Brennstoffe zu verbrauchen? „Ja, das ist richtig“, bestätigte ihm der Insider.
Zwölf Jahre nachdem das oben stehende Foto aufgenommen worden war, sprach Hellyer auf der Konferenz des „Global Breakthrough Energy Movement“ in Europa. Damals hatte ich das Vergnügen, mit ihm und seiner Frau Sandra essen zu gehen.
Paul Hellyer war wirklich ein ehrenwerter Wahrheitssucher, der sich mutig der öffentlichen Kritik stellte, als er in Nordamerika seinen Zuhörern offen vortrug, was er erfahren hatte.
Eine bessere Welt schaffen helfen
In seiner 2018 erschienenen Autobiografie „Hope Restored“ [dt. etwa: „Erneuerte Hoffnung“] hielt Hellyer auch seine Gedanken über die Möglichkeiten der Nullpunktenergie fest. In seinem Buch wird Nullpunktenergie als jene Energie definiert, die überall im Kosmos existiert und unerschöpflich ist. Nach den Investitionskosten für ihre Nutzung ist sie kostenlos.
„Ein superschneller Übergang zur Nullpunktenergie ist die einzige Hoffnung, unseren Planeten als Lebensraum für den Menschen zu retten“, schrieb Hellyer. „Sie ist die bei Weitem beste Methode, eine dauerhafte und stabile Wirtschaft für Menschen zu schaffen, die arbeitslos oder unterbeschäftigt sind.“
Hellyer malte sich eine Welt des Friedens, der Gerechtigkeit und der Schönheit aus
Obwohl Hellyer kanadischer Verteidigungsminister gewesen war, schlug er eine drastische Kürzung der Rüstungsausgaben in Kombination mit anderen wirtschaftlichen Reformen vor. Dadurch würde man „genug Kaufkraft erhalten, um viele Probleme zu lösen, darunter auch den sofortigen Umstieg von einer Erdölwirtschaft auf eine Nullpunktenergie-Wirtschaft. Manche werden nun die Frage stellen, wie man dann die Erwerbsbevölkerung beschäftigen soll und die Geldmittel, die ein paar Jahre später zur Verfügung stehen werden, nutzen soll. Die Antwort: Verschönert den Planeten!“
So könnten „alte Städte davon profitieren, wenn man ihre Slums beseitigt, neue Parks anlegt und Verkehrssysteme einrichtet, mit denen sich die Frustration wegen permanenter Staus vermeiden lässt“. Paul Hellyer schlug auch Richtlinien für den Bau neuer Städte vor.
Als das Foto am Beginn des Artikels vor einem Vierteljahrhundert aufgenommen wurde, wäre es noch ein wenig einfacher gewesen, auf eine grundverschiedene, billige und saubere Energiequelle umzusteigen. Heute ist es meiner Ansicht nach aber eine unbedingte Voraussetzung, wenn Ökosysteme und Wirtschaften überleben sollen.
Wenn eine kritische Masse von Menschen darauf besteht, dass ihre Regierungen diesen Wandel vollziehen, könnte dies zu einer besseren Welt führen. So wären Steuerzahler beispielsweise nicht mehr dazu gezwungen, Strom zu subventionieren oder endlose Kriege, Umweltverschmutzung und eine schlechte Allgemeingesundheit zu finanzieren.
Welche sinnvollen Arbeitsplätze könnten regionale oder nationale Regierungen, die durch die Einsparungen für traditionelle Energie wieder mit genug Geld ausgestattet sind, dann schaffen? Wie könnte die Gesellschaft einen Kurswechsel vollziehen und sich auf Frieden, Gesundheit und Schönheit konzentrieren?
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