„Wer baut dann die Straßen?“ — Warum die berühmteste Frage der Politikdebatte die falsche ist
Wer je mit einem Wähler, egal welcher Couleur, über weniger Staat diskutiert hat, kennt die Frage. Sie kommt verlässlich, meist nach dem dritten Satz: „Aber wer baut dann die Straßen?“
Die Frage klingt vernichtend. Sie impliziert: ohne Staat kein kollektives Gut, ohne kollektives Gut kein Wegenetz, ohne Wegenetz keine Zivilisation. Checkmate.
Nur ist die Frage falsch gestellt. Nicht weil Straßen keine Rolle spielen. Sondern weil sie unterstellt, was sie beweisen will: dass nur ein Monopol kollektive Güter bereitstellen kann.