Hallo Wohnmobil Nachbar!!

Wir stehen jetzt seit knapp 70 Tagen auf einem Campingplatz. Das Leben hier ist für uns ein ganz Neues. Schon als wir hier mit unserem Wohnmobil Luna ankamen, rannten uns die Dauercamper...
Hallo Wohnmobil Nachbar!!

Wir stehen jetzt seit knapp 70 Tagen auf einem Campingplatz. Das Leben hier ist für uns ein ganz Neues. Schon als wir hier mit unserem Wohnmobil Luna ankamen, rannten uns die Dauercamper hinterher….und das denke ich mir nicht aus….wir sollen gar nicht erst auspacken. Sie dachten natürlich wir hätten uns verfahren…Welches Wohnmobil verschlägt es schon in den Dauercamper-Wohnbereich? So standen wir nun…. :-( wohnmobil-leben-3 Max und ich waren sehr unglücklich über diesen Umstand und verhandelten mit dem Betreiber des Campingplatzes einen neuen Standplatz für das Wohnmobil Luna aus. Wir konnten auf die Durchgangswiese wechseln…hurraaa….zu den anderen Wohnmobilfahrern, zu denen wir schließlich auch gehören. Ich freute mich so sehr!! Endlich Menschen zum Quatschen mit dem gleichen Interessen und Wohnmobilfreunde. Vielleicht treffen wir sogar mal jemanden, der auch in seinem Wohnmobil lebt und arbeitet :-P Das Leben war wieder in bester Ordnung. wohnmobil-hot-dusche-20150703T135727

 Hallo Wohnmobil-Nachbar :-P

Wir bauen in Ruhe unser Wohnmobil weiter aus.Wir waren leise in der Mittagspause und hielten alle Zeiten der Ruhe ein. Komisch, sämtliche Wohnmobilfahrer egal welche Nationalität, nehmen weiterhin einen großen Abstand zu uns ein.Mittlerweile fühle ich mich hier wie ein Exot. Die Leute schauen und ich höre sie tuscheln :

“ Schau mal was DIE da macht!“

Ja, DIE heißt Susanne und  benutzt ihre Camping-Waschmaschine! :mrgreen:  Manchmal abends kommen die Camper von den Wohnmobilen nah an das Wohnmobil Luna heran um zu schauen und ich grüße sie, durch Kopf nicken oder Hand heben. Manche grüße zurück, ander nicht.

Was ich mich frage, warum…

Warum ignorieren die Menschen mich/uns? Ist es nicht einfacher aufeinander zu zugehen wie ich es so oft probiert habe? Die Ablehnung steht manchen Camper mit ihren Wohnmobilen ins Gesicht geschrieben wenn ich aus dem Wohnmobil steige und mich freue am Leben zu sein. Ich lächle sie an und sie drehen den Kopf weg….bin ich wirklich so hässlich? 8-O Eines weiß ich, niemals werde ich so! Ich versuche immer weiter freundlich zu sein, zu lächeln und zu winken. Max macht es auch so und lässt sich nicht unterkriegen. Ein nettes “Moin moin” ( Guten Morgen ) hat schon Einige aus ihrer Brummigkeit geholt. Freundlichkeit ist Wärme geben in dieser Welt, die manchmal so kalt sein kann.

Das Campingleben :-P 

Ein Pärchen aus den Niederlanden versuchte bei Starkregen und Sturm um 22.00 Uhr ein kleines Zelt neben uns, auf zu stellen. Es war grausam, es mit an zu sehen, wie nass und kalt dieses junge Paar wurde. Morgens, als Max und ich aufwachten standen die beiden auch auf….kalt und frierend standen sie an ihren Auto. Wir luden sie spontan zu Kaffee an den Kaminofen ein und es stellte sich heraus, dass sie auf dem Weg zum Nordkap sind. Sie waren so dankbar für die Wärme des Ofens und des Kaffees und Max und ich glücklich etwas Gutes getan zu haben. Wenn Du etwas gerne und von Herzen gibst, bekommst Du es doppelt zurück ;-) Bei einigen Wohnmobilfahrern gibt es sehr nett grüßende Ausnahmen, die sogar an unserer Lebensweise Interesse zeigen. Wir können sie an einer Hand abzählen aber ich gebe mir Mühe, weiterhin das Beste daraus zu machen und hoffe, dass meine Freundlichkeit ansteckt. Wir alle haben doch den gleiche Drang in die Freiheit zu fahren, ohne Neid, Missgunst oder schlechter Laune in den Staufächern. Wir alle wollen Freude, Liebe und eine schöne Zeit im Wohnmobil verbringen…also…grüßen wir uns doch gegenseitig einfach mal lieb…tut doch nicht weh ;-) Ich freue mich schon sehr wenn wir weiter fahren um Neues zu sehen und zu lernen. Es ist immer etwas los auf den Straßen, Stellplätzen, Parkplätzen oder Campingplätzen. Mittlerweile durften wir unseren Frischwasser Schlauch dreimal an T5 Fahrer verleihen, die ihren  nicht dabei hatten. Wir freuen und sehr darüber, da man auf diese Weise Menschen kennen lernt und Geschichten erzählt bekommt. Ein Wohnwagenfahrer oder besser Gespannfahrer hat von uns Dekaline, ich glaube das heißt Dekasil 8936 bekommen, da seine Dachluke undicht war, bei Platzregen und Gewitter  8-O . Wir sahen ihn verzweifelt auf seinem Wohnwagendach herum turnen mit Maler-Klebeband in der Hand, bis Max sich ein Herz nahm und bei Platzregen rüber lief. Man sieht sich immer zwei Mal im Leben und vielleicht brauchen wir auch irgendwann Hilfe. Wie sind Deine Erfahrungen auf Campingplätzen oder Wohnmobil Stellplätzen mit der Hilfsbereitschaft oder Freundlichkeit?Schreibe es in Kommentare, ich freue mich schon darauf :-P Update: Heute morgen, als ich den Küchenteppich auswusch…Max hatte aus Versehen das Frühstück darauf verteilt…fuhren an die 10 nagelneue große Wohnwagen auf diese Wiese. Es sind Nomaden aus England auch Gypsy genannt. Ein andere Gruppe aus Irland steht ja schon länger hier aber nur drei Wohnwagen…daher kam der süße Hund in meinem anderen Beitrag. Es ist ein prachtvoller Anblick, der auch eine gewisse Sicherheit und Zusammengehörigkeit ausstrahlt. cypsy Viele Kinder hüpften aus den Wohnwagen und das Leben sprudelte nur so über diese Wiese, einfach wunderbar. Jede Familie hat an die vier kleine Kinder, ein Gewusel! Es kam eine Frau, die ich nicht kenne, um die Hecke und stellte sich genau vor uns hin, stemmte die Hände in die Hüften und sagte: “ Das möchte ich mir doch mal ansehen“ “ “Das sind Diebe, die beschmutzen Alles und lassen tonnenweise Müll herum liegen!  Auch hat eine von denen einen Mann in der Dusche schon zum Sex angeboten!” Ach Du Schande…dachte ich…was sag ich jetzt dazu…am besten nichts 8-O Es kommt wie es kommen soll. Der Betreiber zieht im hinteren Teil des Campingplatzes, am Waldrand, einen hohen Zaun, der unten mit Findlingen befestigt wird. Wie hinter Gittern sollen sie nun dort leben. womo-1 Einige fuhren wieder ab und genau das wollten auch die Menschen hier. Diese paar bleiben sogar vor dem Zaun, was immer ein Stein des Anstoßes sein wird bis auch sie abfahren. Bezahlen müssen sie genau wir diesen Aufenthalt. Ich habe mich mit den Cypsy, wie sie hier genannt werden unterhalten, da ich der englischen Sprache mächtig bin. So ein reines Englisch habe ich selten gehört und es macht richtig Freude mich mit den Frauen zu unterhalten. Sie sind sehr selbstbewusst, sehr lieb zu ihren Kindern und putzen den ganzen lieben langen Tag ihre Wohnwagen. Die Kinder lieben ihre Daddys abgöttisch wenn diese von der Arbeit kommen. Eine Gebäude-Reiniger, Straßenarbeiter usw…sie arbeiten auch hart für ihr Leben. Sicherlich gibt es auch genau wie bei allen Menschen “ Schwarze Schafe“ unter ihnen. Ich erfreue mich trotzdem an dem Boxtraining, das die Daddys ihren Kindern geben, die brav in einer lange Schlage stehen um für das Leben zu lernen. Ein drei Jahre kleiner Junge mit viel zu großen Boxhandschuhen….wums..und Daddy fällt um…was für ein Gegröle, fantastisch! Wir haben auch viel gelernt vom Leben! So soll es auch sein und es wird immer besser und immer mehr. Ein Leben um zu lernen.Nutze Deine Zeit und denk positiv!


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