Gelassenheit – der Schlüssel zur inneren Ruhe
Der Weg zur Gelassenheit
Der Weg zur Gelassenheit ist ein steter Prozess an dem wir an uns arbeiten. Wir arbeiten an unserer Vervollkommnung, indem wir Irrtümer überwinden und einsehen lernen, dass die Unzulänglichkeiten, die wir um uns wahrnehmen, uns noch nicht überwundene eigene Unvollkommenheiten bewusst machen. Nur wer die Schuld aller Widrigkeiten anderen Menschen, den Ortsverhältnissen oder Zeitumständen zuschreibt, hat noch nicht erkannt, dass er in Wirklichkeit noch nicht zur Gelassenheit gefunden hat. Wenn selbst Kränkungen oder Beschimpfungen in einem das Blut in Wallung geraten lässt, der besitzt noch nicht genug Selbstvertrauen. Er sieht sich selbst als verachtend an, was bedeutet, dass er sich selbst beugt und herabsetzt und daher nicht zur inneren Ruhe finden kann.
Derjenige, der wirklich gelassen ist, der lässt den Boshaften, den Verleumder oder Beschimpfer nicht Macht über sich einräumen. Der Gelassene denkt über sie wie wir von Kindern denken – er nimmt die Beschimpfungen als Scherz auf. Doch auch manchmal muss er den Kindern den ernst zeigen und sie zur Besserung mahnen.
Er kann körperlichen Schmerz empfinden, sein Körper kann zittern und von Fieber geschüttelt werden und er weiss dennoch, dass dies wieder vorübergeht da diese Symptome auf der vernunftlosen Ebene erlebt wird. Wo ist dann also das wahre Übel? Es ist folglich da, wo die Empfindungen des Körpers den Geist niederziehen. Wo der Körper den Geist in Schwermut leitet und ihn unterwürfig macht.
Ein Mensch, der gegen noch so harte Beschimpfungen einfach hinnehmen kann, der sich nicht durch körperlichen Schmerz hat erniedrigen lassen, der hat die höchste der menschlichen Fähigkeiten erreicht: die Gelassenheit.