Corona-Untersuchungs-Ausschuss in Südtirol am 18.2.2026

Teil 1 von 2 am Vormittag
Corona-Untersuchungs-Ausschuss in Südtirol am 18.2.2026

Am Vormittag schob der ehemalige Gesundheitslandesrat Thomas Widmann die getroffenen Maßnahmen zum größten Teil auf die römischen Vorgaben, die Verhandlungen schwierig machten und nur einen geringen Spielraum ließen.

Hier bleibt die Frage offen, ob Südtirol auch geschlossen in die Etsch gesprungen wäre, wenn es Rom vorgegeben hätte. Wohl kaum, denn es gibt ja auch noch den eigenen Verstand, dessen man sich hätte bedienen können.

Es scheint das Prinzip durch, dass es doch immer recht praktisch ist, wenn es eine übergeordnete Stelle gibt, der man die Verantwortung zuschieben kann. Das treibt man dann gerne, nicht nur in Südtirol, so weit, bis sich die verantwortlichen Personen im Nebel der Institutionen und Ministerien verlieren. In der Enquete-Kommission in Deutschland kann man ähnliche Praktiken sehen. Draußen geht es derzeit sogar so weit, dass das von Herrn Messner so hochangesehene Robert-Koch-Institut, nicht zu verwechseln mit dem Maggi-Koch-Studio, erklärt, dass alle Mitarbeiter ausgelastet seien und daher nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung stehen könnten.

Wenn man beide Show-Veranstaltungen miteinander vergleichen will, gibt es jedoch einen durchaus positiven Unterschied zu nennen: Immerhin ordnete Herr Widmann einige Maßnahmen im Nachhinein kritisch ein. Er ging sogar soweit zu sagen, dass man gegen einige römische Vorgaben und Maßnahmen, die nicht vertretbar waren, hätte rebellieren müssen. In Deutschland rebelliert man nur, wenn vorher ein Antrag darauf bewilligt wurde.

Nach der nicht stattgefundenen Rebellion und der Durchsetzung der Maßnahmen liegt es auf der Hand, dass das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit dieser Aussagen derzeit noch über ein gewaltiges Optimierungspotenzial verfügt. Das Vertrauen ist dahin, daher ist es menschlich sich zu fragen: Sagt er das nun aus einer tatsächlich nachträglich erfolgten Einsicht, oder doch eher aus politischen Gründen, um sein Fell zu retten? Dass man heute so denken muss, ist einzig der Tatsache geschuldet, dass die Vernunft während der Corona-Inszenierung offensichtlich im Langzeiturlaub war.

Im Anschluss an Herrn Widmann wurden die Verantwortlichen der Bezirkskrankenhäuser des Südtiroler Sanitätsbetriebs gehört. Hier stellte sich heraus, dass sie nach wie vor allesamt Befürworter der Impfung seien. Die weitere Bezeichnung der sogenannten Impfung als „Impfung“ und nicht als Genbehandlung, was sie defacto ist, bietet Anlass zu Spekulationen:

Besteht die Wissenslücke von inzwischen sechs Jahren weiterhin wirklich, haben sich die Verantwortlichen, entgegen ihrer Profession, seit dem nicht mit aktualisierten Erkenntnissen versorgt, waren sie nie und sind auch bis heute nicht gewillt, sich auf den aktuellen wissenschaftlichen Stand der Erkenntnisse zu bringen, oder muss die Wiese weiterhin blau bleiben, weil die Nennung der wirklichen Farbe möglicherweise existenzielle Folgen für sie nach sich ziehen könnte? Auch hier sind die Beteiligten für einen massiven Vertrauenseinbruch selbst verantwortlich, denn man stellt sich zwangsläufig die Frage, ob sie sich auch in anderen Bereichen der Medizin vor einem Fortschreiten der Erkenntnisse weigern.

Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen wurde ebenfalls angesprochen. Hierzu die Aussage, dass man heute vieles anders machen würde. Auch hier muss man aufgrund des erlittenen Vertrauensschadens die Frage stellen, ob das wirklich der Fall wäre, wenn, was der liebe Gott verhindern möge, noch einmal eine ähnliche Situation eintreten würde.

Man hätte vieles anders machen können, wenn man damals schon auf kritische, warnende Stimmen gehört hätte, statt diese als Schwurbler zu diffamieren. Seriöse Persönlichkeiten gab es genug, deren Expertise bis dato hochgeschätzt wurde. Warum auf einmal nicht mehr?

Es gibt leider derzeit in Südtirol eine nicht geringe Anzahl von Menschen, die den Verantwortlichen rein gar nichts mehr glauben, aus gutem Grund. Es wäre Aufgabe der Verantwortlichen, sich einmal zu überlegen, was sie anstellen wollen, damit Südtirol wieder Vertrauen in sie setzen kann. Weiter den Kopf in den Sand zu stecken, Vogel-Strauß-Politik zu betreiben und Tatsachenwahrheiten unter den Teppich zu kehren, sind wohl die denkbar schlechtesten Voraussetzungen, dass sich das Verhältnis von denjenigen, die auf fachliche Hilfe angewiesen sind und denen, die sie ihnen zu Teil werden lassen könnten, wieder einigermaßen normalisiert.

Ein weiterer Themenschwerpunkt war die Suspendierung des Pflegepersonals. Ob diese immer schweren Herzens durchgeführt worden sind, widerlegt die Realität. Es gibt unzählige persönliche Schicksale und Geschichten zur Suspendierung, die genau das Gegenteil aufzeigen. Auch hier ist die Glaubwürdigkeit sehr in Zweifel zu stellen, hat sie doch eher den „Charme“ von Sich-Reinwaschen-wollen. Bedauerlich, auch so denken zu müssen, ist Folge der Vergiftung des Vertrauens. Und auch hier wird die Verantwortlichkeit auf die gesetzlichen Vorgaben geschoben, weil wohl das Wort NEIN während der Corona-Inszenierung außer Kraft gesetzt war. Nicht von Rom aus, sondern aus sich selbst heraus.

Zum Schluss heißt es, dass man sich entschuldige, wenn Suspendierungen nicht mit der nötigen Sensibilität durchgeführt wurden. Erstens kann man sich nicht entschuldigen, man kann höchstens um Entschuldigung bitten und darauf hoffen, dass diese seitens der Betroffenen erteilt wird. Und zum zweiten beißen sich Sensibilität und Suspendierung wie die Kuh mit dem Fliegen. Für viele war und ist bis heute die Suspendierung existenzbedrohend, wenn nicht gar existenzvernichtend. Man kann niemandem den Kopf abschlagen und hinterher erst fragen, ob es weh getan hat.

Die Abwanderung von Pflegepersonal in die Schweiz, die dadurch abgeschwächt werden sollte, dass man sagte, dass das vorher auch schon ein Problem war, hat obendrein einen sozialen und wirtschaftlichen Schaden angerichtet, wo man überlegen sollte, wie man die hier dringend benötigten Kräfte wieder nach Hause holen könnte. Südtirol ist nicht gerade die ärmste Region in Europa. Und ein politischer Wille muss auch da sein.

Die Formulierung Zusammenspiel zwischen Sanität und Sozialem in Bezug auf die schwierige Situation in den Seniorenwohnheimen kann gar nicht unglücklicher gewählt werden. Das war weder ein Zusammenspiel noch überhaupt ein Spiel, sondern ein Verbrechen an der Menschlichkeit und nichts anderes. So viele Beichten kann der Herr Pfarrer den Schuldigen gar nicht abnehmen, wobei die Rolle der Kirche in der Corona-Inszenierung ebenfalls noch dringend beleuchtet werden müsste. Man erinnere sich nur an den Spruch: Impfen ist Nächstenliebe!

Menschen, die gehen mussten, die in ihren aktiven Zeiten einen wesentlichen Teil mit viel Fleiß und Geduld dazu beigetragen haben, dass es der heutigen Generation so gut geht, so menschenunwürdig zu behandeln, sie alleine gehen zu lassen, ohne eine letzte Berührung, ein Streicheln über den Kopf, ein letztes Wort, ein klärendes Gespräch, ist mit das Schlimmste, was Menschen anderen Menschen antun können. Das gilt weltweit. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen den Rest ihres Lebens hierüber von Albträumen heimgesucht werden, sofern sie noch einen Rest von Gewissen und Anstand irgendwo tief in ihrer, ach so heiligen Seele vergraben haben. Ob da der sonntägliche Kirchgang reicht, bleibt offen.

Quelle: https://www.landtag-bz.org/de/pressemitteilungen/corona-u-ausschuss-1-2-verantwortliche-im-sanitatswesen-angehort-260218

 

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

* (Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*

(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild von pixabay)


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