Bergamo-Branding in Meran – Südtirol - Italien

Eingravierter, ausgemachter Unsinn auf einer Gedenktafel, auf einer Stele angebracht
Bergamo-Branding in Meran – Südtirol - Italien

Die sogenannten Bilder von Bergamo haben sich wie ein Brandzeichen, das man einem Pferd aufdrückt, scheinbar unauslöschlich in die Köpfe der Menschen eingebrannt und sind nur schwer wieder aus dem kollektiven Gedächtnis herauszubekommen.

Einer, der unermüdlich darum bemüht ist, ist Tom Lausen, der auch erst vor Kurzem die Ergebnisse seiner Nachforschungen, auch zu Bergamo, im Südtiroler Landtag in der Provinzhauptstadt Bozen vorgetragen hat. Zwar hatte er am Ende den Eindruck, die Zuhörerschaft sei erstaunt gewesen, doch könnte es vielleicht auch so gewesen sein, dass man den oder die Erstaunte(n) nur „gegeben“ hat, im Grunde genommen aber schon längst weiß, dass während der Corona-Zeit auch in Südtirol alles andere, als nur richtige Entscheidungen getroffen wurden? Das ist keine Behauptung, sondern lediglich eine Frage, die man durchaus in den Raum stellen und die offen bleiben kann.

Ziemlich am Ende der Meraner Kurpromenade Richtung Postbrücke, auf der rechten Seite, steht in einer von Farbenpracht überwältigenden Schönheit eine Stele, an der man auch leicht vorbeigehen kann, weil man von der zweifelsohne schönen Umgebung, besonders als Tourist, so sehr gefangen genommen wird.

Bleibt man jedoch stehen und liest, so kann man einen Eindruck davon bekommen, wie Geschichtsklitterung funktioniert, wie Geschichte geschrieben werden kann, ohne dass das Gelesene der Realität entspricht.

Man stellt sich vor, wie viele Einheimische, aber auch Touristen in der Reisesaison vielleicht doch stehen bleiben, und fern von ihrer Heimat auch im entfernten Urlaubsland eine Bestätigung dafür finden, dass sich die Ereignisse in Bergamo so abgespielt haben, wie man es im systemkonformen Mainstream wieder und wieder vorgebetet bekommen hat, sonst würde wohl kaum eine in Metall geprägte Gedenkschrift, auf einer Stele, mitten in der Stadt, an exponierter Stelle, von offizieller Seite aufgestellt worden sein.

Und auch, wenn der 18. März 2020 italienweit offiziell zum Gedenktag an die Opfer der Corona-Pandemie erklärt worden ist, heißt das noch lange nicht, dass die Begründung dafür mit der Realität übereinstimmt, wie Tom Lausen beispielsweise in diesem Video schildert:

https://www.youtube.com/watch?v=R9SgcHNg-Wo

„…eine ganze Kolonne von Lastwagen der italienischen Armee mit Hunderten von Särgen…“ stimmt so einfach nicht. Die wenigen Lastwagen waren so fotografiert, dass sie den Anschein einer längeren Kolonne erwecken konnten, weil Anfang und Ende nicht zu sehen waren. Weiter gibt es Berichte darüber, dass die Lastwagen nicht bis unter die Decke mit Särgen vollgestopft waren.

Richtig ist wohl, dass die völlig überlastete Stadt Särge mit Lastkraftwagen zur Einäscherung an einen anderen Ort gebracht hat, weil auch in Norditalien die Erdbestattung die Regel ist, diese jedoch zeitweise nicht erlaubt war, und so ein „Rückstau“ entstanden ist, weil es hieß, die Särge seien aufgrund der „Seuchengefahr“ zu verbrennen, statt erdzubestatten. Weil Bergamo nicht aufgrund der sonst üblichen, mehrheitlichen Erdbestattung über die entsprechenden Krematorien verfügte, mussten die „aufgestauten“ Toten in andere Krematorien mit Lastkraftwagen verbracht werden. Selber dorthin laufen konnten sie nicht mehr. Nicht aufgrund der Tatsache, dass die Menschen wie die Fliegen tot umgefallen sind und sich Leichenberge auf den Straßen Bergamos türmten, war dieser Transport nötig, sondern weil der normale „Beerdigungsbetrieb“ durch staatliche Erlasse ins Stocken geraten war.

„Das Bild der LKW-Kolonnen mit ihrer traurigen Fracht hat sich als Symbol für diese Tragödie tief in unser Gedächtnis eingebrannt.“, heißt es zum Schluss.

Ja, das ist richtig, es wäre allerdings aller höchste Zeit, dass aufgrund der neuen Erkenntnisse dieses Bild auch wieder aus dem Gedächtnis verschwindet, weil es so nicht stimmt und einen nachhaltig falschen Eindruck erweckt. Die eigentliche Tragödie ist die, dass mit allen Mitteln bis heute versucht wird, die Tatsachen unter den Teppich zu kehren, was das Vertrauen in öffentliche Institutionen und Behörden nachhaltig beschädigt.

Ob diese Erkenntnisse bis zu den Verantwortlichen vordringen wird, die kein Interesse daran haben, ihre damaligen Maßnahmen, auch in Meran, nachträglich zu hinterfragen und grobe Fehler einzugestehen, ist eher unwahrscheinlich, schließlich haben sie alle mitgemacht. Genau so unwahrscheinlich, wie dass bei Einsicht, dass die Inschrift so nicht stimmt, eine Änderung oder gar eine Entfernung dieser Fake-News-Stele von der Kurpromenade Merans zeitnah veranlasst wird.

Im Zusammenhang des Textes entsteht jedoch durch die Vermischung von Halbwahrheiten mit Unwahrheiten ein falsches Bild von den sorgfältig recherchierten Tatsachen, die sich seinerzeit zugetragen haben.

Vielleicht kommt man jedoch auf die Idee, zur Relativierung noch eine weitere Stele aufzustellen, in der der alljährlichen Grippe-Toten gedacht wird, denn es ist für die Angehörigen immer ein schmerzlicher Verlust, wenn ein Mitglied der Familie oder aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, meist sogar aufgrund vieler anderer Erkrankungen, das Zeitliche segnet. Und das grundsätzliche Totengedenken hat im katholischen Südtirol lange Tradition, weil es sich einfach so gehört.

Wer noch weitere Quellen zu den Recherchen von Tom Lausen sehen möchte, hier nur einige von vielen Videos im Internet:

https://www.youtube.com/watch?v=5ffn0CgV91k

https://www.youtube.com/watch?v=WwaL7ndFwHY

https://www.youtube.com/watch?v=GuXamAA-YFI

 

 

 

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild privat)


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